Ona Exploration:
Licht am Ende des Tunnels?
Der Niedergang von Ona Exploration setzt sich fort: Nachdem sich die Aktie am gestrigen Tag in Deutschland erholte, zog der Kurs an der Heimatbörse in Kanda nicht nach. Umgerechnet notierte Ona Exploration zum Handelsschluss bei 1,27 Euro. Das Unternehmen ist für einige Börsenbriefe ein tragischer Fall. Markus Frick rät zum Verkauf und auch aus dem Musterdepot der “Rohstoffraketen” wurde die Aktie genommen. Bereits Ende April wurde auf Aktien-Blog zum Verkauf geraten und ein weiterer Kursverfall vorausgesagt. Doch dass die Aktie so stark abstürzt, hatte wohl niemand erwartet. Aktuell scheint hier akute Vorsicht geboten. Doch sehen die ersten Anleger bereits ein kleines Licht am Ende des Tunnels: In Anlegerforen wird darüber spekuliert, ob Ona Exploration an einem weiteren Bericht über ein Fördergebiet in Indonesien arbeitet und auch die Zusammenarbeit mit Sinopec, einem chinesischen Unternehmen, soll weiter forciert werden und in naher Zukunft weitere Bohrergebnisse bringen. Bis dahin kann jedoch noch viel passieren. Zwar hat der Kurs bereits massiv nachgegeben, doch ist an den Börsen alles möglich. Die Aktie ist so angeschlagen, dass ein weiterer Kursverfall nicht unwahrscheinlich ist. Angesichts der Chancen, die Ona Exploration zweifelsohne bietet, ist der Wert jedoch ein Kandidat für die Watchlist.
Das ist die Korrektur:
DAX fällt unter 5700 Punkte
Also doch: Die erwartete Korrektur an den Börsen ist nun eingetreten. Schon vergangene Woche gaben die Märkte auf breiter Front nach. Anfang dieser Woche sahen Anleger die Ruhe vor dem heutigen Sturm. Über drei Prozent fällt der Dax heute. BMW, Daimler-Chrysler und die Commerzbank sind die größten Verlierer. Die Abwärtsdynamik verstärkte sich im Laufe des Tages sogar noch. Viele Anleger wollen ihre Gewinne absichern und sich in den Sommer verabschieden. Dieses Szenario spricht nicht für einen heißen Aktiensommer. Für langfristige Anleger könnte die heiße Jahreszeit jedoch gute Einstiegschancen bieten. Aktien wie BASF oder die Deutsche Telekom gelten als Favoriten für die zweite Jahreshälfte. Betrachtet man den Dax auf Jahressicht, scheint der Aufwärtstrend selbst mit der positivsten Betrachtungsweise gebrochen zu sein - spätestens mit dem heutigen Tag. Doch das Leben an den Märkten geht weiter. In einem Börsenforum verfasste ein Marktteilnehmer folgenden Satz: “Optimisten warten auf einen Boden, Pessimisten lesen ein Buch zu Optionsscheinen.” In diesem Sinne, bleiben Sie den Märkten treu!
Das ist die Korrektur:
Rohstoff-Aktien im Sinkflug
Kein nachhaltiger Kursanstieg bei NFX Gold. Aktuell notiert die Aktie bei 1,09 Euro. Vor zwei Wochen war der Kurs in Erwartung guter News von diesem Niveau aus rasant angestiegen. Doch scheinen die Anleger heute sehr vorsichtig zu sein. Jetzt einzusteigen birgt große Risiken. Zahlreiche Aktien von Explorationsunternehmen haben in den vergangenen Tagen massiv an Wert verloren. Gründe hierfür sind Strafzölle in der Mongolei und die Verstaatlichung von Rohölvorkommen in Südamerika. So bricht Blue Pearl Mining - einer der konservativeren Werte - um 20 Prozent auf 1,70 Euro ein. Besonders dramatisch ist die Situation für Aktionäre von Ona Exploration: Der ehemals von Markus Frick empfohlene Wert bricht heute um 16 Prozent ein und das obwohl sich die Aktie schon seit Wochen in einem Abwärtstrend befindet. In dieser Zeit hat Ona Exploration rund drei Viertel ihres Wertes verloren. Aktuell korrigieren alle Rohstoff-Aktien sehr stark, dies bietet jedoch auch Chancen bei Explorern, die von den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen nicht betroffen sind und nur unter dem Marktumfeld leiden.
Deutsche Standardwerte:
“War dies schon die Korrektur?”
Nachdem der deutsche Leitindex DAX bereits am vergangenen Freitag stark nachgegeben hatte, setzt der Index nun seine Talfahrt fort. Zeitweise notierte der DAX am Morgen unter 5800 Punkten. Die größten Verlierer sind Continental, Volkswagen und die Deutsche Börse. Nur die Deutsche Telekom schafft es heute ins Plus. Bereits am Wochenende hatten Experten weiter fallende Kurse angekündigt. Am Morgen nun der erdrutschartige Kursverfall. Es scheint, als wären bereits zur Eröffnung viele Verkaufsorders am Markt gewesen. Mittlerweile jedoch ist die Verkaufspanik abgeebbt: Langsam aber stetig erholt sich der DAX. Die alles entscheidende Frage ist allerdings nicht beantwortet: War dies schon die Korrektur? Vielleicht lässt sich diese Frage im Laufe des Tages besser beantworten. Geht die Erholung weiter und schließt der DAX mit einem moderaten Minus, könnte es dies gewesen sein.
Markus Frick goes TV:
Gerüchte über eigene Börsensendung
Seit gestern geistert das Gerücht durch das Internet: Abonnenten der eMail-Hotline von Markus Frick behaupten, der Börsenbäcker aus Sinsheim hätte ein Angebot für eine eigene TV-Sendung. Dies könnte für Abonnenten des Börsenbriefs interessant sein - erreicht Markus Frick durch die ständige mediale Präsenz eine noch größere Popularität, finden sich auch mehr Käufer für seine Empfehlungen. Das in einigen US-Brokerboards häufig belächelte “silly german money” könnte dadurch deutlich mehr werden. Auf welchem Sender Markus Frick präsent sein wird, steht noch in den Sternen. Die Spekulationen reichen von N-TV und N24 über 3Sat, wo auch Fricks Ziehvater Bernd Förtsch zu Zeiten der New Economy Anleger mit markigen Aussagen und extrem hohen Kurszielen unterhalten hat. Konkrete Verträge soll es noch nicht geben, nur der mögliche Termin steht bereits fest: Sollte Markus Frick die Sendung bekommen, startet sie ab August.
Dies sind interessante Neuigkeiten für alle Börsianer. Der Aktienmarkt ist wieder salonfähig. Die Bild-Zeitung hat bereits über Aktien berichtet, Markus Frick war bei Sandra Maischberger zu Gast und jetzt bekommt er möglicherweise eine eigene TV-Show. Hoffentlich ist sich Frick seiner Verantwortung bewusst und seine Show ufert nicht aus wie die Telebörse unter Bernd “Dausend und mehr” Förtsch.
Air Berlin:
Aktie notiert unter dem Ausgabepreis
Zu 12 Euro kam das Papier von Air Berlin heute unter die Anleger. Anfangs wirkte der Börsengang geglückt: Der erste Kurs lag bei 12,60 Euro. Gerüchte besagen, die Comerzbank hätte versucht den Kurs zu stützen. Im Laufe des Tages dann machte sich Ernüchterung breit und auch die Stützkäufe ließen nach. Der Schlusskurs der Air Berlin Aktie lag bei 11,60 Euro - mehr als sechs Prozent unter dem Ausgabepreis. Das Unternehmen hat hier eindeutig zu hoch gepokert: Der Versuch, in einem positiven Börsenumfeld mittels einer groß angelegten Werbekampagne Kasse zu machen, ist misslungen. Selbst wenn 12 Euro pro Aktie für einige Börsianer als fairer Preis galten, konnte die Aktie diesen nicht halten. Die Kapriolen der letzten Wochen haben wohl einige Anleger abgeschreckt.
Daimler-Chrysler:
Steuergeschenke und Gerüchteküche
Nachdem Daimler-Chrysler wegen schlechter Zahlen regelrecht abgestürzt ist, hat die Aktie nun eindeutig die Talsohle durchschritten. Kurse um 45 Euro lassen auf eine Erholung schließen, nachdem vor einer Woche nur 42,50 Euro für einen Anteil bezahlt werden mussten. Auch im Chart ist die Erholung gut zu erkennen. Heute nun hat eine weitere positive Meldung des Unternehmens die Aktionäre erfreut: Daimler-Chrysler bezahlt in diesem Jahr voraussichtlich keine Steuern.(siehe Der Spiegel) Die Kosten für Restrukturierungen und Abfindungen drücken auf das operative Ergebnis von rund 6 Milliarden Euro. An der Börse wird diese Nachricht natürlich positiv aufgenommen, Daimler-Chrysler macht sich fit für die Zukunft und spart zugleich Steuern. Man darf gespannt sein, was das Unternehmen aus Schwaben noch für seine Aktionäre in petto hat: In Anlegerforen im Internet wird für die nächsten Monate ein Verkauf der angeschlagenen Kleinwagensparte Smart erwartet.
Optimismus pur:
Analyst sieht DAX bei 8000 Punkten
In einem Interview mit der ARD-Börsenredaktion äußert sich Henning Gebhardt, Experte für deutsche Aktien bei der DWS, zuversichtlich für die weitere Entwicklung des DAX. In den nächsten zwei Jahren könnte der Index auf bis zu 8000 Punkte steigen, so der Analyst. Gründe hierfür sieht er in der vergleichsweise niedrigen Bewertung deutscher Standardwerte. Auf Grund der positiven Aussichten für die deutsche Konjunktur, sei eine höhere Bewertung gerechtfertigt.
In einer Umfrage zu Gebhardts gewagter These zeigt sich, dass die Börsianer unterschiedlicher Meinung sind: 53 Prozent sind eher positiv gestimmt, 47 Prozent erwarten eine Korrektur. Gut, dass es hier keine einheitliche Meinung gibt. Sollte der DAX bis Jahresende noch weiter steigen, sind noch genug potentielle Käufer auf Seiten der heutigen Pessimisten vorhanden. Gebhardts These könnte sich also bewahrheiten.
Optimismus pur:
Forsys Metals taumelt in den Abwärtstrend
Die Aktie von Forsys Metals hat in den vergangenen Tagen stark nachgegeben. Nicht ungewöhnlich für hochvolatile Rohstoff-Aktien. Doch hat das Papier nun seine Trading-Range nach unten hin verlassen und befindet sich mittelfristig in einem Abwärtstrend. Somit sind in den nächsten Tagen noch durchaus niedrigere Kurse zu erwarten. Forsys Metals wird als Geheimtipp unter den Uran-Explorern gehandelt. In einschlägigen Börsenforen wird immer wieder betont, dass das Unternehmen im Vergleich zu seinen Konkurrenten moderat bewertet sei. So sind die Uranreserven pro Pfund, beispielsweise bei Aurora Energy oder Mega Uranium,den Aktionären deutlich mehr wert. Doch kommt es an der Börse wieder einmal anders als man denken könnte: Forsys Metals präsentiert sich gerade institutionellen Investoren, doch der Kurs gerät massiv unter Druck. Angesichts des Chartbildes liegt es nahe, eine Bodenbildung abzuwarten.
Crash der Woche:
“Danke, Air Berlin”
“Schub fürs Depot”: So überschrieb die Focus Money in ihrer letzten Ausgabe den Artikel zur Emission von Air Berlin. Von Restrukturierungen, Kostenersparnissen und letztendlich von “Gewinnen im Steigflug” war da die Rede. Angesichts des abgesagten Börsenstarts der Fluglinie nur einen Tag nach Erscheinen des Artikels klingen diese Worte wie blanker Hohn. Doch dem nicht genug: Der faire Wert liege laut Focus Money bei 1,4 Milliarden Euro, das wären 25 Prozent über dem ursprünglich geplanten Höchstpreis. Verwunderlich, dass sich trotz dieser scheinbar so guten Aussichten kaum ein Aktionär gefunden hat. Hat sich hier etwa der Markt fatal getäuscht? Sind die Aktien von Air Berlin nun Schnäppchen? Nichts dergleichen ist wohl der Fall. Der Markt hat gesprochen, die niedrigere Preisspanne ist nun Realität. Gut, dass bei Air Berlin auch private Investoren ganz genau hingeschaut haben und den Empfehlungen nicht blind gefolgt sind. Dieser Dämpfer wird Unternehmen, Presse und Konsortialbanken eine Lehre sein: Das ist gut für das IPO-Umfeld, gut für die Aktienkultur und schlussendlich auch gut für unseren Geldbeutel!
