Börsenbriefe, Solar und Weltpolitik:
Interview mit Sascha Opel
Sascha Opel ist Herausgeber der Börsenbriefe Pennystockraketen und Rohstoffraketen und erreicht mit seinen Diensten wöchentlich zahlreiche Anleger. Im Aktien-Blog stellt sich Opel unseren Fragen zu Börsenbriefen, Zukunftsbranchen und den besten Finanz-Webseiten:
Aktien-Blog: Wann begannen Sie, sich für die Börse zu interessieren? Haben Sie eine Anekdote aus dieser Zeit parat?
Sascha Opel: Mitte der 90er ging es los mit eigenen Investments. Das Startkapital von 25.000 DM hatte ich mir übrigens selbst zusammengespart. Damals, nach ersten erfolgreichen Aktienengagements, ging ich gleich mit hohem Risiko an die damalige DTB (Deutsche Terminbörse). Auch da hatte ich am Anfang ein gutes Händchen (oder Glück?) und konnte ordentliche Gewinne verbuchen. Allerdings musste ich danach Lehrgeld bezahlen und verlor innerhalb weniger Monate alles wieder. Anekdote: Am Tag vor der Fusion der Hypo mit der Vereinsbank kaufte ich aus charttechnischen Überlegungen eine große Position Commerzbank-Optionen, die sich am nächsten Tag verfünffachten.
Aktien-Blog: Sie betreiben Newsletter über Pennystocks und Rohstoffe. Aus welchen Gründen haben Sie sich auf diese Bereiche spezialisiert? (weiterlesen…)
“Konkrete Bedrohung”:
Terror-Angst wächst
Bereits vor einigen Wochen keimte vereinzelt Terror-Angst an den Börsen auf. Drei hochrangige Al-Quaida-Funktionäre hatten sich innerhalb einer Woche per Video-Botschaft gemeldet (Aktien-Blog berichtete). Nun ein mysteriöser Anti-Terror-Einsatz in London: Über 250 Polizisten nahmen - teilweise in Schutzanzüge gehüllt - zwei mutmaßliche Terroristen fest. Heute nun weitere Informationen. Es bestehe eine konkrete Bedrohung für London. Sogar das Stichwort “Schmutzige Bombe” wurde von Seiten der Ermittler genannt. Medienberichte schildern die Bedrohung als ernst. Doch wieso nehmen sich deutsche Medien dieses Themas nicht hinreichend genug an? Die Weltmeisterschaft steht vor der Tür, die deutsche Flugsicherung hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert und die Bedrohung ist so konkret wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Mögliche Anschläge könnten auch in Deutschland statt finden - seit einigen Monaten wird Deutschland in Video- und Tonbandbotschaften verstärkt als mögliches Ziel genannt. Addiert man diese Problematik zu Zinsen, Sommer und Weltmeisterschaft, liegt es nahe, der Börse vorerst den Rücken zuzukehren.
Rezension:
“Gewinnen mit Börsenzyklen” von Thomas Müller
Nicht nur Börsenweisheiten bringen Kursentwicklungen mit einem jeweiligen Zeitpunkt in Verbindung. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Weisheiten bewahrheiten, wohl nahezu bei fünfzig Prozent liegt, sind Korrelationen zwischen Jahreszeit und Börsenstimmung durchaus nachvollziehbar. Thomas Müller, Autor von “Gewinnen mit Börsenzyklen”, hat sich die Vergangenheit ganz genau angesehen: Alle zur Verfügung stehenden Daten wurden analysiert und mittels statistischer Methoden bearbeitet. Für den Dow Jones verwendet Müller sämtliche Kursverläufe seit dem Jahre 1896 und für den DAX werden alle Daten seit 1959 berücksichtigt. Dass Untersuchungen vergangener Zeiten Rückschlüsse auf die Zukunft zulassen, beweist Thomas Müller in seinem Buch. Indizes wie der Dow Jones, DAX, S & P 500, Nasdaq und Nikkei sowie Rohstoffe und Renten unterliegen bestimmten Zyklen. Jeder Zyklus hat eine bestimmte Dauer. So werden Kursverläufe innerhalb einer Dekade ebenso untersucht, wie die innerhalb eines Jahres oder zwischen zweier Wahlen. Sich wiederholende Kursmuster sind offensichtlich und bieten für Prognosen eine fundierte Grundlage! (weiterlesen…)
Nervosität am Morgen:
Zinssorgen belasten erneut
Der deutsche Leitindex DAX gibt sich weiterhin nervös. Nach den gestrigen Kursverlusten setzt sich das trübe Bild fort. Nachdem FED-Chef Ben Bernanke in einer Veranstaltung am gestrigen Montag vor den Gefahren einer Inflation gewarnt hatte, geben heute europaweit die Börsen nach. Bernankes Warnung wird als als Hinweis auf einen weiteren Zinsschritt der US-Notenbank gewertet. Überzeugen kann heute nur die Deutsche Post, die fast 1,5 Prozent zulegen kann. Auf der Seite der Verlierer notiert wieder einmal ThyssenKrupp - die Aktie gibt mehr als vier Prozent nach. Daimler-Chrysler verliert aktuell fast drei Prozent. Die Anleger sind nervös! Schon erste Hinweise auf Zinserhöhungen werden negativ gewertet und führen zu massiven Verkäufen. In den nächsten Tagen wird es mit Sicherheit wieder technische Gegenbewegungen geben, doch der kurzfristige Trend ist für Börsianer eindeutig: abwärts!
“S-Kurven”:
Warum die Zeit der Rohstoffe nicht vorbei ist!
Die Börse bewegt sich immer in S-Kurven unterschiedlicher Ausprägung. Nach den ersten paar hundert Prozent kommen auch wieder minus dreißig oder minus fünfzig Prozent, wie vorletzte Woche im Rohstoffsektor erlebt. Aber sind die Buffetts, Gates und Murdochs dieser Welt schon aus den Rohstoffwerten draußen? Nein. Wir befinden uns noch lange nicht im fallenden Bereich der S-Kurve, zum einen nicht aus logischen Gesichtspunkten und zum anderen widerspräche dies der durchschnittlichen Dauer einer Hausse. Den Hinweis auf Silber haben Sie in meinem vorletzten Beitrag gelesen - Silber liegt in der Natur zwischen Kupfer-, Blei- und Zinkvorkommen und ist allein daher schon nur unter hohen Kosten zu erschließen. Diese weiter steigenden Förderkosten stabilisieren auch den Silberpreis - schließlich ist die weltweite Nachfrage nach Silber konstant. (weiterlesen…)
DAX am Scheideweg?
Analyst sieht langfristigen Abwärtstrend
Die Aktienmärkte notieren schwach. Auch heute gibt der DAX stark nach. Uwe Wagner prognostiziert in einem Interview mit der Börsenredaktion der ARD einen längerfristigen Abwärtstrend. Der seit 2004 andauernde Aufwärtstrend sei mit dem heutigen Tage gebrochen, so Wagner. Betrachtet man den Index langfristig und versucht Wagners Argumentation nachzuvollziehen, erkennt man schnell, dass es sich hier um Glaubensfragen handelt. Der seit Mitte des Jahres 2004 bestehende Trend muss nicht gebrochen sein. Zeichnet man Trendlinien ab Mitte 2003, hat der Index sogar noch mehr Luft nach unten! Es kommt darauf an, wie die Trendlinien eingezeichnet werden. Genau so werden die Marktteilnehmer auch die gesamte Lage interpretieren: Optimisten glauben an die untere Trendlinie, Pessimisten, die ohnehin schon short sind, verfechten die Theorie vom beginnenden Abwärtstrend. Die moderaten Bewertungen und die weltweite Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen wird langfristig den Ausschlag geben. Der DAX bei unter 5000 Punkten ist bis September dennoch keineswegs unwahrscheinlich.
Nach dem Verfall:
Nimmt Ona Exploration erneut Anlauf?
Nachdem die Aktie von Ona Exploration sich vor zwei Wochen außergewöhnlich entwickelte und innerhalb von nur zwei Tagen rund sechzig Prozent zulegte, fiel der Wert fast wieder auf seinen Ausgangspunkt zurück. Nach Höchstkursen von rund 2,20 Euro vor einigen Wochen, notiert die Aktie mittlerweile bei 1,24 Euro. Gestern konnte die Aktie erstmals wieder zulegen und das nachdem sie am Morgen deutlich nachgeben hatte. Betrachtet man das Orderbuch, so sieht man, dass in den letzten beiden Tagen immer wieder großte Aktienpakete von mehr als 40.000 Stücken den Besitzer wechseln. Ona Exploration könnte einen Boden gefunden haben und sich von dort wieder in Richtung 2 Euro entwickeln. Dennoch scheint der Zug erst richtig ins Rollen zu kommen, sollte die Aktie nach der durchaus starken Eröffnung bei 1,31 Euro über diesem Kurs schließen.
De Beira:
Erfolgsgeschichte der Börsenbriefe
Börsenbriefe stehen in der öffentlichen Diskussion häufig in einem schlechten Licht. Sandra Maischberger stellt Markus Frick als “Heilsbringer oder Scharlatan?” vor und in Anlegerforen werden Abonnenten von kostenpflichtigen Börsendiensten nicht selten als “Lemminge” bezeichnet. Doch schadet eine differenzierte Betrachtung der Situation nicht, schließlich wurde seinerzeit auch Börsen-Altmeister André Kostolany als “Scharlatan” bezeichnet. Immer wieder graben Börsenbriefe Aktien aus, die sich unglaublich entwickeln. Ein Beispiel ist De Beira Goldfields. Ende Mai bei knapp über 2 Euro empfohlen, kletterte das Unternehmen von Star-Geologe Eckhof auf aktuell über acht Euro! (weiterlesen…)
Aquila Resources:
Nächster Stern am Explorer-Himmel?
Aquila Resources scheint der nächste heiße Kandidat auf eine Kursrallye zu sein. In der vergangenen Woche hat der Wert in der Spitze über sechzig Prozent zugelegt, mittlerweile aber wieder etwas nachgegeben. Gründe dafür waren sehr gute Bohrergebnisse und - so liest man es in Anlegerforen - eine Musterdepotaufnahme des Börsenbriefs “Rohstoffraketen“. Dieser Börsenbrief hat bereits De Beira, eine Aktie, die seit Empfehlung mittlerweile mehr als dreihundert Prozent zugelegt hat, im Depot. Bei Aquila Resources munkeln Anleger über weitere gute Nachrichten in den nächsten Wochen. Vereinzelt werden sogar Parallelen zu Aurelian gezogen. Dies ist wohl doch etwas übertrieben: Aurelian entwickelte sich innerhalb der letzten Monate von einem Pennystock hin zu Kursen über 13 Euro! Dennoch bietet Aquila gute Chancen, schließlich ist das Interesse an der Aktie sehr groß. Einziger Wermutstropfen ist die Kursentwicklung an der Heimatbörse. Dort fällt die Aktie unter niedrigen Umsätzen. Bei 0,68 Euro lag in den letzten Tagen jedoch immer eine große Nachfrage nach Aquila am Börsenplatz Frankfurt vor. Möglicherweise kann eine erste spekulative Position unter 0,70 Euro aufgebaut werden. Vorsichtige Anleger warten eine Stabilisierung des Kurses in Kanada ab.
Aquila Resources:
Aktien-Blog sucht die besten Finanz-Webseiten
Das weltweite Datennetz und vor allem das Angebot an Webseiten wächst stetig. Da fällt es schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Glücklicherweise gibt es dmoz, das weltweit größte von Menschenhand organisierte Linkverzeichnis. Hier sind Editoren für einen bestimmten Bereich verantwortlich und nur qualitativ hochwertige Seiten finden Einzug in das Verzeichnis. Mittlerweile setzt sich Qualität auch im Web durch: Zahlreiche Suchmaschinen priorisieren mittlerweile Webseiten, die bei dmoz gelistet sind. Seit einiger Zeit arbeite ich an diesem Projekt mit und kümmere mich insbesondere um Webseiten aus dem Finanzbereich.
Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie mir Ihre Lieblingswebseiten mit. Seiten mit wertvollen Inhalten und Dienstleistungen werde ich in das Verzeichnis aufnehmen.
