28. Juni 2006

Eckhof-Chat:
De Beira-CEO stellt sich den Fragen der Anleger

Heute fand der erste Chat von Klaus Eckhof, dem CEO von De Beira Goldfields statt. Der Chat war von technischen Problemen geprägt und Eckhof konnte aus zeitlichen Gründen nur wenige Fragen beantworten. Der Grundtenor des Chats war, dass Eckhof De Beira derzeit auf einem moderaten Kursniveau sieht, von da der Kurs kontinuierlich wachsen könne. Bezüglich der Vorwürfe seitens der kanadischen Zeitung “Vancouver Sun” (Aktien-Blog berichtete) äußerte Eckhof lediglich, dass es sich bei den Vorwürfen um Unwahrheiten handele und bezeichnete diese als “journalistischen trash”. Allerdings wolle er dagegen nicht gerichtlich vorgehen. Lediglich die dem NI43-101-Standard nicht entsprechende Ausweisung der Rohstoffvorkommen sei Grund für die Handelsaussetzung in British Columbia, Kanada. Für die nächsten Monate stellte Eckhof weitere Kapitalmaßnahmen und Cashflow aus der produzierenden Mine in Ecuador in Aussicht. Morgen wird es um 18.30 Uhr bei Stockcast einen weiteren Chat mit Eckhof geben. Dann will sich der “Star-Geologe” mehr Zeit für seine Aktionäre nehmen und technische Probleme seitens Stockcast sollen behoben sein. Den Kurs hat der Chat derweil nicht beflügelt: De Beira Goldfields schließt mit einem Minus von rund sieben Prozent bei 3,80 Euro.

von Nico Popp am 28. Juni 2006 um 21:08 Uhr, Hot-Stocks, Rohstoffe


29. Juni 2006

Aqua Society:
Zukunfts-Technologie oder Abzocke?

Aqua Society ist ein OTC-Unternehmen, welches sich auf Trinkwassergewinnung und Energieversorgung spezialisiert hat. Wasser möchte man aus der Luft gewinnen und Energie aus Niedertemperaturwärme. Im vergangenen Jahr war das Unternehmen dadurch aufgefallen, dass es zahlreiche Postwurfsendungen an deutsche Haushalte verschickt hatte und darin für ein Investment in Aqua Society warb. Der Kurs sprang daraufhin deutlich an und die Marktkapitalisierung des Unternehmens, das seinen Verlust nicht etwa aus Forschungstätigkeiten, sondern durch die Ausgabe von Aktienoptionen an “friends and family” und die Vergütung von “Beratern” eingefahren hatte, notierte jenseits von Gut und Böse. Im April diesen Jahres nun ein Auftrag für Aqua Society: Das Unternehmen aus Herten soll eine Wohnanlage in Indien mit Wasser und Energie versorgen. Das Auftragsvolumen beträgt 560.000 Euro. Gibt es also entgegen aller Unkenrufe doch ein operatives Geschäft? In Anlegerforen wird die Aktie heiß diskutiert und es gibt zahlreiche Anhänger. Die Aktie von Aqua Society notiert aktuell mit einem Kursgewinn von sieben Prozent bei 0,43 Euro - die Gerüchte vom “zweifelhaften” Geschäftsmodell bleiben dennoch bestehen.

von Nico Popp am 29. Juni 2006 um 14:52 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Ökoinvest


30. Juni 2006

Gran Tierra:
Deutsche Bank finanziert Öl-Produzent

Rohstoff-Aktien gelten als riskantes Investment. Die Unternehmen notieren meist in Kanada, den USA oder Australien und unterliegen geringen Auflagen zum Schutz der Aktionäre. Zudem findet nur ein kleiner Anteil der Explorer Resourcen die auch rentabel gefördert werden können. Licht ins Dunkel kommt meist nur dann, wenn sich große Finanzhäuser mit einem Unternehmen befassen oder besser noch, wenn sie das Unternehmen finanzieren. So geschehen bei Gran Tierra. Die Deutsche Bank und Sanders Morris Harris finanzieren Gran Tierra mit 65 Millionen USD. Die Deutsche Bank wird sich das Unternehmen vor der Finanzierung genau angeschaut haben, somit sollten einige Risiken für Kleinanleger aus der Welt geschafft sein. Gran Tierra soll über ein gutes Management verfügen und aktuell ein millionenschweres Öl-Bohrprogramm durchführen, das zu einer Steigerung der Gesamtproduktion um 30 bis 60 Prozent führen soll. Erste Börsendienste sind bereits auf diesen Wert aufmerksam geworden. Ein Wert für die Watchlist.

von Nico Popp am 30. Juni 2006 um 08:00 Uhr, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Rohstoffe


“Öko liegt im Trend”:
Startet Solarunternehmen Solco durch?

Die in Australien ansässige Solco Ltd. hat sich auf Solarwärmeenergie spezialisiert. Das Besondere an Solcos Produkten ist die nahezu lebenslange Haltbarkeit durch die Verwendung bestimmter Materialien. Statt Stahl verwendet Solco Polymer, ein Stoff der weniger anfällig für Umwelteinflüsse ist. Seit einigen Monaten drängt das Unternehmen nach Europa: Erste Kooperationen sind bereits getätigt. So ist Solco in Spanien und Portugal bereits aktiv. In der Vergangenheit haben sich einige Fondsmanager für Solco interessiert und auch Aktien gehalten. Nun aber wollen sich diese Fonds von ihren Solco-Aktien trennen. Man spricht von rund 3 Millionen Aktien, die verkauft werden sollen. Ob diese Verkäufe über den Markt erfolgen ist bisher nicht bekannt. Auffällig ist jedoch, dass heute erste Berichte über die Aktie in Börsenbriefen erscheinen, der Wert um 12 Prozent auf 0,149 Euro zulegt und bei hohen Kursen circa 1,5 Millionen Aktien den Besitzer gewechselt haben. Optimisten freuen sich über den schwindenden Abgabedruck, Pessimisten vermuten eine Verschwörung: Börsenbriefe sprechen von einer “sehr spekulativen Investment-Chance mit Einstiegslimit 0,15 Cent”.

von Nico Popp am um 14:18 Uhr, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Solarenergie, Trading, Ökoinvest




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