1. Juli 2006

Der schlafende Riese erwacht:
China setzt zunehmend auf Ethanol

Chinas Wirtschaft prosperiert. Viele Angestellte aus dem Reich der Mitte können sich mittlerweile Autos und einen westlichen Lebensstil leisten. So werden täglich 8.000 neue Autos in China zugelassen. Doch benötigt China die meisten Öl-Importe für seine boomende Industrie. Unter dem Druck der hohen Weltmarktpreise setzt nun auch China auf Ethanol. Im Rahmen eines Umwelt- und Infrastrukturprogramm sollen 45 Milliarden USD unter anderem in Ethanol-Fabriken investiert werden. Da Ethanol aus Mais oder Zuckerrohr gewonnen werden kann, ist das Angebot nahezu unerschöpflich. Öl könnte in Zukunft für die wirklich wichtigen Dinge, wie beispielsweise zur Herstellung von Kunststoffen, verwendet werden. In China sind bereits einige Unternehmen im Bereich Ethanol und regenerative Kraftstoffe tätig. Diese Unternehmen könnten von Chinas Investitionsprogramm und dem aktuellen Hype rund um Ethanol (Aktien-Blog berichtete) profitieren.

von Nico Popp am 1. Juli 2006 um 11:34 Uhr, Ethanol, Ökoinvest


Blue-Sky-Level:
Herausgeber kassiert ein blaues Auge

Viele Anleger kennen den Newsletter “Blue-Sky-Level” von Christian Euler unfreiwillig: Plötzlich und ohne Anmeldung wurden tausende Privatanleger “Kunden” des kostenlosen Börsenbriefs. Nun hat Euler etwas mehr Zeit sein Projekt zu promoten. In einem Artikel der Online-Ausgabe der “Financial Times Deutschland” wird darüber berichtet, dass Euler und sein Arbeitgeber, das Magazin “Focus-Money”, einen Aufhebungsvertrag geschlossen haben. Grund sei die Nebentätigkeit Eulers und Aktien-Empfehlungen in der “Focus-Money”, die Euler zuvor bereits in seinem Börsenbrief publiziert hatte. Im Falle von California Oil & Gas hatte Euler die Empfehlungen lediglich lanciert, im Falle von De Beira hatte er den Artikel in der weit verbreiteten Anlegerzeitschrift selbst geschrieben. “Focus-Money” rückt in diesem Fall von seinen Grundsätzen ab. In der Vergangenheit hatte sich Focus-Chef Helmut Markwort in einem ähnlichen Fall schützend vor seinen Mitarbeiter gestellt. Diesmal könnten wohl auch die dramatischen Kurseinbrüche der betroffenen Unternehmen zur Trennung geführt haben.

von Nico Popp am um 18:18 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Rohstoffe


2. Juli 2006

DAX in Feierlaune:
Schießt sich der Index den Weg nach oben frei?

Kommt der DAX zurück?Kommt der DAX zurück?
Kommt der DAX zurück?

Die vergangene Woche war für den deutschen Leitindex DAX sehr erfreulich. Der Index notiert nach seinen Tiefstständen unter 5300 Punkten mittlerweile bei 5683 Punkten. Die Zinsängste haben sich in Luft aufgelöst und positive Nachrichten von einzelnen Unternehmen bestimmen die Nachrichtenlage. Dort sieht es gut aus. Deutsche Standardwerte sind niedrig bewertet und international gut positioniert. Auch wenn der allseits verbreitete Optimismus auf mittelfristige Sicht wohl durchaus angebracht ist, gibt es kurzfristig doch einige Zweifler. Gert Schmidt vom Blog “Trend-Gedanken” erinnert an das Jahr 2001, in dem sich zur Jahresmitte ebenfalls eine Bullenfalle ergeben hatte. Damals wurden die Index-Schwergewichte Ende Juni gezielt favorisiert, um dann im Juli das Geld dort abzuziehen und in bis dahin weniger beachtete Unternehmen zu investieren. Die kommenden Wochen werden für den DAX also spannend. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft und die bisher sehr erfolgreiche deutsche Mannschaft könnte im Falle weiterer Siege für Euphorie sorgen. Dennoch sollten Anleger nicht blind kaufen und auf die Volumina achten: Je niedriger der Umsatz, desto instabiler die Kurse.

von Nico Popp am 2. Juli 2006 um 10:31 Uhr, Standardwerte


3. Juli 2006

Deutsche Aktien:
Erholung unter geringen Umsätzen

Der DAX konnte heute rund ein halbes Prozent zulegen. An der Spitze notieren ThyssenKrupp und Adidas-Salomon. Auch Solarwerte haben ihre Tiefstkurse weit hinter sich gelassen. Q-Cells, Solarworld und Conergy beleben den TecDax. Vereinzelt wird bereits wieder von einer Solar-Rallye gesprochen. Nachdem der deutsche Leitindex gespannt auf die us-amerikanischen Konjunkturdaten wartete, raffte er sich trotz der schwachen Vorgaben aus den USA auf über 5700 Punkte auf. Es scheint, als seien die Tiefstkurse ganz still und heimlich in weite Ferne gerückt.

von Nico Popp am 3. Juli 2006 um 19:45 Uhr, Solarenergie, Standardwerte


Ermittlungen der Bafin:
De Beira Goldfields beschäftigt den “Spiegel”

Derart große Publicity ist nicht einmal für De Beira Goldfields alltäglich: Dem Rohstoff-Unternehmen von Klaus Eckhof ist nun auch ein Artikel im “Spiegel” gewidmet. Darin geht es um die Ermittlungen der Bundesanstalt für Finanzmarktaufsicht (Bafin) gegen bisher noch nicht namentlich genannte Personen. Gegenstand der Untersuchungen sind mögliche Kursmanipulationen und der Verdacht auf Insiderhandel. Auch der Name des entlassenen Focus-Redakteurs Christian Euler wird in diesem Zusammenhang von mehreren Medien genannt. (Aktien-Blog berichtete) Fast schon amüsant klingt in diesem Zusammenhang die heutige eMail des Herausgebers des Börsenbriefs “Bullvestor”, Helmut Pollinger: Darin kündigt Pollinger an, ihm lägen eMails der Bafin vor, aus denen hervorgehe, dass diese den Kurseinbruch der De Beira-Aktie untersuche. Als Untersuchungsgegenstände führt Pollinger nicht etwa Kursmanipulationen an. Vielmehr behauptet Pollinger, die Bafin untersuche Leerverkäufe, welche den Niedergang der Aktie verursacht hätten. Leerverkäufe sind nicht verboten, sie gelten vielmehr als gängige Praxis von Spekulanten, die auf niedrigere Kurse setzen wollen. Pollinger hatte De Beira Goldfields in seinem Börsenbrief “Bullvestor” empfohlen.

von Nico Popp am um 22:59 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Rohstoffe


4. Juli 2006

De Beira und kein Ende:
Nun auch die “FTD”

Die Kursentwicklung rund um De Beira Goldfields scheint so spektakulär gewesen sein, dass nun auch die “Financial Times Deutschland” (FTD) über die Aktie berichtet. Einblick erhält man in dem Artikel in die Art und Weise, wie Rohstoff-Unternehmen mittels Investor-Relations Agenturen Publicity erzeugen: Medien und Börsenbriefe werden direkt angeschrieben und die Agenturen sind mittels Aktienoptionen am Erfolg ihres medialen Feldzuges beteiligt. Auch Helmut Pollinger kommt zu Wort und berichtet, “dass einem [als Herausgeber von Börsenbriefen] schonmal ein Firmen-PDF zugesteckt wird.” Auch auf die Short-Attacken die zum Einbruch De Beiras führten, werden im Artikel behandelt. Es scheint als hätte die Bundesanstalt für Finanzmarktaufsicht (Bafin) routinemäßige Ermittlungen eingeleitet. Short-Seller sollen sich für ihre Verkäufe verabredet haben - dies wäre illegal. Die Bafin ermittelt also mittlerweile in zwei Richtungen: Es soll bei steigenden, als auch bei fallenden Kursen Manipulationen gegeben haben. Und das innerhalb nur eines Monats…De Beira und kein Ende.

von Nico Popp am 4. Juli 2006 um 10:40 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Rohstoffe


DAX über 5700:
Anleger sprechen von “Short-Chancen”

In den vergangenen Wochen und Monaten stand der deutsche Leitindex mächtig unter Druck. Bis auf 5200 Punkte war der Index in der Spitze gefallen. Dann die Erholung: Die Zinsängste verloren zunehmend an Bedeutung und der DAX kletterte bis auf über 5700 Punkte. Vielen Marktteilnehmern und Händlern ging dies zu schnell. Der immer noch hohe Ölpreis, die Inflationsängste und die Sorge vor einer weiteren Abschwächung des Dollars könnten in den nächsten Wochen für fallende Notierungen bei DAX-Werten sorgen. Deswegen raten einige Händler derzeit kurzfristig auf einen fallenden DAX zu setzen. Die Möglichkeit einer Bullenfalle war auch vom Blog “Trend-Gedanken” angesprochen worden.

von Nico Popp am um 10:57 Uhr, Standardwerte


5. Juli 2006

Thunder Sword Resources:
Ist dies der nächste Super-Push?

Thunder Sword Resources: Rallye bei Ausbruch über 1,31 Euro?Thunder Sword Resources: Rallye bei Ausbruch über 1,31 Euro?
Thunder Sword Resources: Rallye bei Ausbruch über 1,31 Euro?

In Anlegerforen hat eine Aktie die Herzen der spekulativen Anleger im Sturm erobert: Thunder Sword Resources ist einer der meist diskutierten Werte am heutigen Mittwoch. Der erst seit kurzem in Frankfurt gelistete Uran-Explorer könnte in den nächsten Wochen kontinuierlich News veröffentlichen - schließlich wurden bei Untersuchungen einer Liegenschaft des Unternehmens Hinweise auf Uran gefunden. Die Menge des vermuteten Urans soll sich im Rahmen der üblichen Vorkommen im Rabbit-Lake-Gebiet befinden. Rabbit-Lake liegt südlich des Athabaskabeckens - dieses Becken ist eine Region in der seit 1968 1,4 Milliarden Pfund Uran gefunden wurden. In einem Interview kündigte der Vorstand von Thunder Sword Resources für die kommenden Tage weitere Stellungnahmen zur künftigen Entwicklung des Unternehmens an. Die Geschichte um Thunder Sword Resources klingt gut: Viele Staaten setzen wegen der hohen Ölpreise wieder verstärkt auf Atomenergie und das Rabbit-Lake-Gebiet scheint reich an Uranvorkommen zu sein - schließlich ist der weltweit größte Uranproduzent Cameco dort tätig und baut Uran ab.

von Nico Popp am 5. Juli 2006 um 12:46 Uhr, Hot-Stocks, Rohstoffe


5700 Punkte waren zu viel:
DAX verliert 1,8 Prozent

Dax: Wo geht die Reise hin?Dax: Wo geht die Reise hin?
Dax: Wo geht die Reise hin?

Die gestrigen Pessimisten lagen richtig. Käufer von Short-Hebelzertifikaten konnten am heutigen Tag mehr als zehn Prozent Gewinn einstreichen. Der deutsche Leitindex gab heute um 1,8 Prozent nach. Gründe hierfür waren einerseits in der deutlichen Kurserholung der letzten Tage zu finden und andererseits sorgten Raketentests in Nordkorea für Verunsicherung. ThyssenKrupp und Continental zogen den Index am heutigen Tag am deutlichsten nach unten, lediglich Altana beschließt den Handel mit einem leichten Kursplus. Auf Continental wirkte sich vor allem eine Gewinnwarnung eines japanischen Konkurrenten negativ aus. Einige Anleger halten die Gewinnziele von Continental für ambitioniert und verkaufen ihre Papiere. Markteilnehmer sehen die nächste Unterstützung im DAX bei 5580 Punkten.

von Nico Popp am um 19:17 Uhr, Standardwerte


6. Juli 2006

Der Milliardär investiert:
Dietmar Hopp belebt Lion Bioscience

Lion Bioscience: Hopp steigt ein!Lion Bioscience: Hopp steigt ein!
Lion Bioscience: Hopp steigt ein!

Dietmar Hopp, Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP, plant derzeit einen Coup: Er hat ein Übernahmeangebot an die Aktionäre der Lion Bioscience AG abgegeben und beachsichtigt, das Unternehmen mit Hilfe von BASF und Bayer neu aufzustellen. Lion Bioscience verfügt derzeit über kein nennenswertes operatives Geschäft, soll nach der Transaktion jedoch Medikamente gegen Erkrankungen des zentralen Nervensystems entwickeln. Vor allem Schlaganfälle sollen mit den Medikamenten behandelt werden. Das neue Geschäft sollen die Unternehmen Sygnis und Axaron Biosciences in die Lion Bioscience einbringen. An dem neuen Unternehmen soll die Hopp-Familie schließlich mit 20,5 Prozent beteiligt sein, BASF und Bayer mit jeweils 5,1 Prozent und der Ex-Lion Chef Friedrich von Bohlen und Halbach mit 7,6 Prozent. Die Börse gibt den Plänen Hopps bereits jetzt recht: Die Aktie der Lion Bioscience notiert mit rund zwei Euro schon weit über dem Übernahmeangebot von 1,82 Euro. Engagements von Hopp führten in der Vergangenheit häufig zu Kursrallyes bei den beteiligten Unternehmen. Hier sind mit Bayer und BASF zudem zwei renommierte Partner-Unternehmen mit an Bord. Das Geschäftsfeld der neuen Gesellschaft ist für Hopp attraktiv: “Im Bereich Life Sciences und seiner professionellen unternehmerischen Umsetzung sehe ich ein großes Zukunftspotential”, so der Milliardär.

von Nico Popp am 6. Juli 2006 um 14:06 Uhr, Biotechnologie, Börsengänge, Nebenwerte




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