Traden nach Foren:
Zocker-Verschwörung treibt Ona Exploration
Die Aktie von Ona Exploration ist immer wieder für spektakuläre Kurssprünge gut: In den letzten Tagen hat der Wert mehr als fünfzig Prozent zulegen können. Der Öl- und Gasexplorer hatte Anfang diesen Jahres seine Höchstkurse um sechs Euro gesehen und war danach auf bis unter 0,80 Euro gestürzt. Die Kurssprünge der letzten Tage sind auf Trading-Empfehlungen so genannter “Alpha-Trader” zurückzuführen. Diese geben Empfehlungen in Diskussionsforen, haben eine große Anhängerschaft und somit auch Marktmacht. Bei Ona Exploration scheint die Spitze jedoch bereits erreicht: Das Kursziel von 1,20 Euro wurde deutlich überschritten und der Wert ist bereits wieder von seinen Tageshöchstkursen entfernt. Es wäre nicht unüblich, wenn der letzten Kaufempfehlung eine Short-Empfehlung folgen würde. Vorsicht ist daher angebracht.
MMC Energy profitiert von der Hitzewelle in den USA:
Gehen bald wieder die Lichter aus?
Im August des Jahres 2003 brach an der Ostküste der USA das gesamte Stromnetz für Tage zusammen. Gründe hierfür war einerseits die große Hitzewelle die das Land erreicht hatte und der damit verbundene hohe Stromverbrauch durch Klimanlagen. Zudem ist die gesamte Strom-Infrastruktur in den USA nur von mäßiger Qualität: Zahlreiche kleine Anbieter und harter Wettbewerb verhindern viele nötige Investitionen. In diesem Jahr werden die Vereinigten Staaten erneut von großer Hitze heimgesucht - Kraftwerksbetreiber melden erste Probleme. Einer dieser Kraftwerksbetreiber ist MMC Energy. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, preiswert Kraftwerke und Infrastruktur zu akquirieren und vor allem in Kalifornien, Texas und an der Atlantikküste zu investieren. In den letzten Monaten hat das Unternehmen kontinuierlich News veröffentlicht: Die Gesamtkapazität von MMC Energy wurde durch Neuakquisitionen und Reaktivierungen von Kraftwerken stetig erhöht. MMC Energy ist also zur richtigen Zeit an den richtigen Orten und könnte unmittelbar von der Hitzewelle profitieren. Zudem wurde mit George Rountree ein Branchenkenner in den Vorstand berufen. (weiterlesen…)
Die Bullen sind los:
Reese soll die nächste Paramount werden
Der Börsendienst Bullvestor hat wieder einmal zugeschlagen: Gestern wurde die Aktie von Reese als neues Top-Investment im Explorer-Bereich empfohlen. Das Unternehmen ist in Mexico tätig und sucht dort nach Gold- und Silbervorkommen. Innerhalb der letzten Tage hat die Aktie stetig an Wert verloren. Sogar Abonnenten der kostenpflichtigen “Black Edition”, die in der Regel früher informiert werden, sind zu einem schlechteren Kurs eingestiegen als dies gutgläubigen Anlegern gestern möglich war. Nun scheint es, als hätte Reese den Abwärtstrend verlassen. Der gestrige Handelstag wurde in Frankfurt erstmals seit Tagen mit einem Kursgewinn abgeschlossen. In den USA setzte sich dieser positive Trend sogar noch weiter fort: Mit einem Schlusskurs von umgerechnet 1,26 Euro steht Reese fast 20 Prozent über Pari. Bullvestor hatte gestern eine bedeutsame Personalentscheidung angekündigt: Ein deutscher Top-Geologe soll Reese bereichern. Anleger munkeln bereits über ein weiteres Engagement von Klaus Eckhof. Ob dieser Nachricht jedoch ein weiterer Kursanstieg folgen würde, ist fraglich.
Zukunftsmarkt Gesundheit:
Hat Lion Bioscience konsolidiert?
Nachdem SAP-Mitbegründer und Milliardär Dietmar Hopp angekündigt hatte, in Lion Bioscience investieren zu wollen, bekam die Aktie Flügel. (Aktien-Blog berichtete) Auf fast drei Euro kletterte der Wert Anfang Juli um danach Tag für Tag Gewinne abzugeben. Mittlerweile notiert Lion Bioscience bei 2,28 Euro, was einem Tagesgewinn von knapp einem Prozent entspricht. Langsam aber sicher wird die Aktie wieder interessant: Hopp bietet 1,82 Euro pro Anteil - die Aktie ist also vor größeren Verlusten sicher. Es könnte sich also lohnen, die Aktie in den nächsten Tagen zu beobachten und eventuelle Kursrückschläge zum Einstieg zu nutzen. Hopp plant gemeinsam mit Bayer und BASF eine neue Geschäftstätigkeit in den Mantel von Lion Bioscience einzubringen. Ziel soll sein, Mittel gegen Erkrankungen des zentralen Nervensystems zu entwickeln und so von der zunehmenden Überalterung der Gesellschaften in Industriestaaten zu profitieren. Hopp sieht in dieser Branche einen der bedeutendsten Zukunftsmärkte der Welt und hat bereits 200 Millionen Euro in verschiedene Unternehmen investiert. Langfristig sollte sich ein Investment in Lion Bioscience also lohnen. Gutes Timing beim Einstieg ist dabei die halbe Miete.
“Was lange währt…”:
Deutsches Anleger Fernsehen gestartet
Wegen technischer Probleme konnte der Kulmbacher Internet-Börsensender “Deutsches Anleger Fernsehen” (DAF) nur mit Verspätung auf Sendung gehen. Heute war es nun so weit: DAF ist seit neun Uhr im Internet empfangbar. Die Bildqualität des Videostreams ist sehr gut, Vollbild jedoch leider nicht möglich. Gerade Zuschauer mit mehreren Monitoren hätten sich DAF möglicherweise gerne im Vollbild angesehen. Der erste Eindruck des Senders ist positiv: Erfahrene Moderatoren stellen intelligente Fragen an Unternehmensvertreter und zwischen den Sendungen blendet der Sender börsenrelevante Nachrichten ein. Das Programm ähnelt sehr dem Format von “Bloomberg TV“, jedoch mit mehr Unterbrechungen. Insbesondere das Schwesterunternehmen Flatex ist omnipräsent. Wie sich DAF weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Es lohnt sich jedoch, einmal selbst rein zu schauen.
Strohmänner, Schweiger und Manipulatoren:
Der Krimi um De Beira Goldfields
De Beira Goldfields und kein Ende: Die Geschichte um den Explorer, der schnell zum vemeintlichen Produzenten wurde, binnen kürzester Zeit eine Marktkapitalisierung von über 500 Millionen Dollar erreichte und heute kaum mehr als ein Zehntel wert ist, entwickelt sich zum Krimi. Armin Brack vom kostenlosen Börsendienst “Geldanlage Report” hat Fakten und Hintergründe recherchiert und einen interessanten und ebenso denkwürdigen Artikel verfasst. So soll De Beira Goldfields von einem kanadischen Arbeiter namens Mike gegründet worden sein, der wenige hundert Dollar investierte, um sich auf seinem Grundstück von einem Geologen “Rohstoffe” bestätigen zu lassen und dieses Grundstück in De Beira einzubringen - so schnell wird aus einem Garten eine Liegenschaft. Eine großzügige Kanzlei soll daraufhin die Bücher geprüft haben und schon war De Beira Goldfields börsennotiert. Laut Brack hatte Mike jedoch anscheinend genug von seinem anstrengenden Job als CEO und übergab das Ruder an Eckhof-Kumpan Reg Gillard. Dieser sorgte dafür, dass De Beira Goldfields in Frankfurt gelistet wurde und zündete gemeinsam mit bezahlten Helfern ein Promotion-Feuerwerk. Brack weist in seinem Artikel auf Ungenauigkeiten und Übertreibungen in Pressemitteilungen des Unternehmens hin. Für Kleinaktionäre, die zu Höchstkursen eingestiegen sind, kommen diese Informationen zu spät. Jedoch hat Brack bereits bei acht Euro vor De Beira gewarnt. Viele Anleger wären über diese Warnung dankbar gewesen, für Zocker kam sie allerdings zu früh - schließlich war bis zu den Höchstkursen noch eine satte Rendite möglich.
Hurrikan-Saison in den USA:
Es braut sich was zusammen
Im vergangenen Jahr suchte der Hurrikan “Katrina” New Orleans heim: Die Stadt war für lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten und ist noch heute nicht mit der lebenslustigen Metropole von vor dem Unglück zu vergleichen. Bevor “Katrina” jedoch auf die Küste traf, verwüstete der Sturm zahlreiche Ölraffinerien - der Ölpreis stieg. Welche Reaktion eine solche Negativmeldung auf den Weltmarktpreis für Öl haben kann, ist heute ersichtlich. Nach dem Zusammenbruch einer Pipeline in Alaska musste ein Ölfeld vorübergehend stillgelegt werden. Der Ölpreis zog in Folge dieser Nachricht deutlich an. Doch nicht nur Rohstoffe profitieren von Unglücken à la “Katrina”: Im vergangenen Jahr führte die Hurrikan-Saison zu einem wahren Hype bei Umweltaktien. Spezialisten für Wasseraufbereitung, Solarunternehmen und auch die Baubranche profitierten von den Hurrikans. Auch springen immer wieder Börsenbriefe auf aktuelle Ereignisse auf und verstärken so den Hype. Derzeit sieht es so aus, als würde Hurrikan “Chris” die diesjährige Saison eröffnen. Unternehmen wie Ecoloclean Industries, Barnabus Energy, US Microbics, Worldwater und auch der Stromversorger MMC Energy werden spekulativ als mögliche Profiteure solcher “Katastrophen-Pushes” genannt. Jedoch sollte Spekulanten bewusst sein, dass solche Aktien als langfristiges Investment eher ungeeignet sind. Konservative Anleger setzen auf Öl, Ölkonzerne wie OMV, oder verkaufen Papiere der betroffenen Versicherer leer.
Öffentliche Schlammschlacht:
Kasperletheater um Empfehlung von Börsenbriefen
Nachdem sich Armin Brack vom “Geldanlage Report” kritisch über den Werdegang der Aktie von De Beira Goldfields geäußert hatte (Aktien-Blog berichtete), schlägt nun Helmut Pollinger, Herausgeber des mehrmals täglich erscheinenden “Börseninformationsdienstes” Bullvestor, in einer offenen eMail mit dem Titel “Fauliges Brackwasser!” zurück:
“Haben Sie ein Kind, dass eine Lernschwäche hat? Haben Sie Angst über den weiteren beruflichen Werdegang! Keine Angst, denn mit diesen schlechten Voraussetzungen kann man in Deutschland jederzeit einen Börsenbrief herausgeben!”
Obwohl mitten im Glashaus sitzend, feuert Pollinger aus allen Rohren und eröffnet seinen offenen Brief standesgemäß. Weiterhin wirft Pollinger Brack vor, seine Kritik nicht selbst recherchiert, sondern einen Artikel aus der “Vancouver Sun” nahezu wörtlich übersetzt zu haben. Darüber hinaus erwähnt er, dass die Pleiten der De-Beira-Vorstände Eckhof und Gillard in Zeiten des Dot-Com-Hypes nur eine unter vielen gewesen seien. Hier hat Pollinger zwar recht, jedoch macht es einen merkwürdigen Eindruck, wenn vermeintliche Internet-Cracks gleichzeitig auch noch Star-Geologen sind - solch geballte Kompetenz kann und sollte hinterfragt werden. (weiterlesen…)
Öffentliche Schlammschlacht:
Premiere vermeldet Quartalsergebnis - die Börse übertreibt
Noch bevor die heutigen Quartalsergebnisse veröffentlicht wurden, gab die Aktie des Bezahlsenders Premiere kräftig nach: Das Papier ging gestern mit knapp fünf Prozent Verlust aus dem Handel und gab nach den heutigen Fakten erneut mehr als drei Prozent nach. Doch betrachtet man das von Premiere vermeldete Ergebnis genauer, fällt auf, dass in erster Linie Sonderposten das Ergebnis belasten. So führten Abschreibungen auf Verlustvorträge und einmalige Kosten für die Übertragung der Fußball Weltmeisterschaft zu außerplanmäßigen Aufwändungen. Die Angst vieler Anleger vor einem drastischen Einbruch der Abonnentenzahlen wegen des im Frühjahr diesen Jahres vermeldeten Wegfalls der Fußball-Bundesliga konnte sich indes nicht bestätigen. Lediglich 2,3 Prozent der Abonnenten kehrten dem Sender den Rücken. Betrachtet man diese Zahl im Spiegel der Untergangsstimmung vor einigen Monaten, ist dies nicht mehr als ein blaues Auge. (weiterlesen…)
Allen Unkenrufen zum Trotz:
Aquila Resources mit Phantasie
Die Aktie von Aquila Resources steht bereits seit einigen Monaten unter Beobachtung spekulativer Anleger. Nun hat das Unternehmen die Erweiterung seiner Back Forty-Liegenschaft vermeldet. Die Finanzierung der Akquisition mittels Aktienoptionen erstreckt sich über einen Zeitraum von neun Jahren. Heute zieht der Kurs leicht an, in Börsenforen wird vermutet, dass bald mit weiteren Meldungen zu rechnen ist. Zudem sollen einige Börsenbriefe Aquila Resources als “Trading-Chance” vorgestellt haben. Auf Grund ihrer relativen Stabilität ist Aquila möglicherweise eine Spekulation wert. Im Vergleich zu anderen Empfehlungen entwickelt sich Aquila Resources - mit Ausnahme gelegentlicher Ausreißer nach oben - gemächlich. Im Spiegel vieler anderer “Raketen”, muss dies allerdings kein schlechtes Zeichen sein.