Vollgas oder Rückschlag?
Noch ziert sich der DAX
Deutsche Standardwerte haben sich in den vergangenen Wochen positiv entwickelt. Seit Juni steigt der DAX, gestern gab zudem die in den letzten Wochen viel beachtete US-Notenbank Fed Hinweise auf eine Zinspause. Auch ein - trotz Wirbelsturm “Ernesto” - weiterhin sinkender Ölpreis beruhigt die Anleger. Eigentlich könnte es weiter aufwärts gehen mit deutschen Standardwerten. Chartanalysten sehen im Bereich über 5870 Punkten jedoch mehrere Widerstände, die den Index kurzfristig zu einer Ruhepause zwingen könnten, bevor die Hürde im zweiten oder dritten Anlauf genommen werden kann und der mittelfristig positive Trend bestätigt wird. Intraday ging dem DAX heute über 5870 Punkten bereits die Luft aus. Es gibt jedoch auch Szenarien, die eine Bärenfalle sehen: Auf Grund der charttechnischen Hinweise hätten sich einige Anleger bereits short positioniert - überwindet der Index die Widerstände, müssten diese umdenken. Dies könnte zu einem stark beschleunigten Anstieg des DAX über 5900 Punkte führen. An den Börsen ist die Sommer-Lethargie verflogen. Beste Aussichten, um den Krisenmonat September positiv zu meistern!
Widerstand zwecklos:
DAX vor freundlichem September?
Das Börsenportal der ARD hat Fibonacci entdeckt: In einem Artikel wird auf den bedeutenden Mathematiker, der im zwölften Jahrhundert als erster Gelehrter Europas mit arabischen Zahlen rechnete und dessen Theorien heute auch für technische Analysten bedeutsam sind, verwiesen. Betrachtet man den DAX unter “Fibonacci-Gesichtspunkten”, so verläuft zwischen 5800 und 5850 Punkten ein so genanntes “Retracement” - ein technischer Widerstand, der laut Anhängern dieser Theorie das Ende steigender Kurse im DAX bedeuten könnte. Die Begriffe “Widerstand” und “DAX” werden in diesen Tagen häufig im Einklang verwendet. Dabei werden die verschiedensten Methoden zur Erklärung hinzugezogen. Wie wäre es, wenn wieder einmal alles anders käme, als erwartet? Die Voraussetzungen hierfür erscheinen optimal: Viele Anleger sind vorsichtig geworden, werden mit jedem ruhigen Tag an den Börsen vorsichtiger und haben möglicherweise bereits Gewinne mitgenommen. Sollten Standardwerte wider Erwarten dennoch steigen und die 5900-Punkte-Marke erklimmen, ist dies die beste Voraussetzung für Kaufpanik. Einem heißen September stünde somit nichts mehr entgegen.