Willkommen Herr Frick!
Aktien-Blog macht Fernsehen!
Schon wieder ein Artikel über Markus Frick? Ist das nicht zu viel? Hat der self-made-man aus Sinsheim nicht schon genug Aufmerksamkeit? Nein! Es gibt gute Gründe, erneut über den frisch gebackenen TV-Moderator zu berichten: Alle Anzeichen sprechen dafür, dass Markus Frick ein regelmäßiger Leser dieser Seiten ist! Selbstverständlich ist das diesem bescheidenen Medium gleich einen Beitrag wert. Doch der Reihe nach. Nach anfänglicher Kritik an den Inhalten von Fricks Sendung “Make Money” (Aktien-Blog berichtete und kritisierte), kontert Frick nun mit einer wahren Seriösitäts-Offensive: In der gestrigen Sendung wurden Grundlagen intensiver behandelt, Anrufer weniger schnell abgefertigt und ganze zwei Mal gab der “Money Maker” zu, zu wenig über die angesprochenen Aktien zu wissen, um einen seriösen Tipp abgeben zu können. Die Kritik ist angekommen - ehrlich währt am längsten. Danke für die gestrige Show, danke fürs Lesen!
“When the music’s over turn out the lights”:
Jack White verliert ein Drittel
“Kulmbach - die Experten vom Anlegermagazin ‘Der Aktionär’ halten die Aktie von Jack White Productions für chancenreich.” So die letzte Erfolgsmeldung um das Unternehmen des gleichnamigen Musik-Produzenten vom Juli diesen Jahres. Mittlerweile hat sich die Stimmung unter den Investoren deutlich eingetrübt: Jack White vermeldete gestern einen Verlust im ersten Halbjahr und musste zudem seine Prognose für das Gesamtjahr deutlich senken. Zukünftig will man sich nicht mehr auf den US-Markt konzentrieren, sondern nur noch im deutschsprachigen Raum tätig sein. Die Folge dieser schlechten Nachrichten zeigt der Kurszettel: Rund dreißig Prozent verliert das Papier zum Wochenausklang. Dass Planungen und Prognosen im Musikgeschäft schwer zu treffen sind, sollte jedem Anleger klar sein. Jack White produzierte scheinbar einfach nicht genug Hits. Nach der positiven Kursentwicklung der vergangenen Jahre verabschieden sich immer mehr Anleger vom Unternehmen: Die Musik ist aus, die Party vorbei, der Letzte löscht das Licht.
In eigener Sache:
Verlosung für Mitglieder der eMail-Benachrichtigung
Als kleines Dankeschön an regelmäßige Aktien-Blog-Leser werde ich am Montag um 12.00 Uhr ein Mitglied der eMail-Benachrichtigung auslosen. Der Gewinner erhält “Das große Chart Buch” (siehe Rezension) zugeschickt. Damit auch Stammleser, die sich per RSS-Feed über neue Artikel informieren lassen, eine Chance bekommen, das Buch zu gewinnen, läuft die Aktion bis Montag. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, trägt sich bitte in der Navigationsleiste am rechten Rand der Seite in die eMail-Benachrichtigung ein.
Viel Glück!
Neue Woche - altes Spiel:
“Die Grundstimmung ist bullish”
Der deutsche Leitindex DAX kletterte zum Wochenstart über die Marke von 5900 Punkten. Von Börsianern positiv interpretierte Konjunkturvorgaben aus den USA führten zu diesen Gewinnen. Die größten Zuwächse im Index können Linde, SAP sowie Finanztitel verzeichnen - nur Tui gibt rund ein Prozent ab. Der September macht seinem Ruf als Krisen-Monat indes keine Ehre: Steigende Kurse widerlegen bislang die Theorie vom “schwärzesten” aller Börsenmonate. Glaubt man der aktuellen Umfrage der “ARD-Börse”, sind Anleger weitgehend entspannt. Nur acht Prozent geben an, ihre Aktien beim ersten Anzeichen fallender Kurse verkaufen zu wollen. Beste Voraussetzungen für einen nachhaltigen Aufschwung. Auch Charttechniker sehen über 5920 Punkten weiteres Aufwärtspotential. “Die Grundstimmung ist bullish”, so ein Händler. “Es könnte gut sein, dass wir noch im September über 6000 Punkten stehen.” Der nötige Optimismus ist vorhanden, fehlen nur noch die Käufer: Aktuell verharrt der DAX bei 5908 Punkten - das entspricht einem Plus von rund 0,5 Prozent.
Verkehrte Welt bei Blue Pearl Mining:
Anleger und Management im Kaufrausch
“Was lange währt, wird endlich gut.” So denken Aktionäre des Molybdän-Explorers Blue Pearl Mining seit einigen Wochen. Vor rund einem halben Jahr auf einem Niveau von zwei Euro von Börsenbriefen empfohlen, entwickelte sich die Aktie zunächst gut, um anschließend auf bis unter 1,20 Euro abzurutschen. Trader machten den Wert zum Spielball und manche Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Aktie von Blue Pearl Mining wurde enttäuscht. Gegen Ende der vergangenen Woche kündigte sich jedoch Großes an: In einer Unternehmensmeldung verkündete das Management, dass man derzeit an einer Übernahme arbeite. Nicht ein anderes Explorationsunternehmen solle übernommen werden, sondern ein Produzent! (weiterlesen…)
Los, an den Neuen Markt!
Zukunft für Internet-Aktien der zweiten Generation?
Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts galt das Internet als schick, zukunftsweisend und für die Wirtschaft revolutionär. Webseiten mit zweifelhaften Geschäftsmodellen und wenigen Kunden drängten damals an die Börse - mit kurzfristigem Erfolg. Nun bahnt sich eine neue Welle von Börsengängen im Internet-Sektor an. Die Unternehmen des so genannten “Web 2.0” - allen voran die Video-Plattform “YouTube” - bereiten sich auf die Technologiebörse Nasdaq vor. “YouTube” hat gerade den Yahoo-Finanzchef verpflichtet und Mitbegründer Chad Hurley bezeichnet einen möglichen Börsengang seines Unternehmens als “sehr aufregend”. Insiderkreise nähren schon längere Zeit Spekulationen über Börsengänge der neuen Web-Generation. Rupert Murdoch sicherte sich im vergangenen Jahr das Community-Portal “MySpace” für 580 Millionen US-Dollar. Ein Interesse an diesen jungen Unternehmen, die meist innerhalb der letzten drei Jahre gegründet wurden, ist also ohne Zweifel auch bei Profis vorhanden. (weiterlesen…)
Die Abgeltungssteuer kommt:
Der Teufel steckt im Detail
Ab dem Jahr 2008 plant die Bundesregierung die Einführung einer pauschalen Abgeltungssteuer in Höhe von dreißig Prozent, ab 2009 sollen Anleger nur noch ein Viertel ihrer Gewinne an den Fiskus abtreten. Die Zeiten steuerfreier Kursgewinne ab einer Haltefrist von einem Jahr sind bald vorbei. Gegen diese neuen Pläne regt sich nun Kritik: Einkommensschwache Aktionäre, die Ihre Aktiengewinne bisher nicht versteuern mussten, würden nun zur Kasse gebeten, während Personen mit hohen Einkommen, die ihre Spekulationsgewinne bisher mit dem Höchststeuersatz belasten mussten, von der niedrigeren Abgeltungssteuer profitieren. Auch die Möglichkeit, Gewinne und Verluste gegeneinander aufzurechnen, steht noch zur Disposition. Hier liegt das wahre Risiko für Kleinanleger: Können Verluste nicht mehr zur Minderung des zu versteuernden Betrages eingesetzt werden, rechnet sich das Experiment “Börse” für einige Privatanleger nicht mehr. Die in den letzten Jahren mühsam entwickelte Börsenkultur nähme Schaden - und das in einer Zeit von “Eigenverantwortung” und “privater Vorsorge”. Auch die Höhe der Abgeltungssteuer wird kritisiert, liegen doch Nachbarländer wie beispielsweise Österreich deutlich unter dem für Deutschland vorgesehenen Steuersatz: Eine Zunahme des Grenzverkehrs ist nicht ausgeschlossen. All diese Faktoren müssen von Finanzminister Peer Steinbrück berücksichtigt werden. Noch wird über das Gesetz zur Abgeltungssteuer beraten. Viel Erfolg!
Private Wettanbieter weltweit unter Beschuss:
Die Europäische Union soll es richten
“Die Branche taumelt”: Mit diesen Worten umschreibt die Börsenredaktion der ARD in einem Artikel die jüngsten Skandale rund um Anbieter von Wetten und Online-Spielen. Nachdem der Chef von BetonSports bereits im Juni verhaftet wurde, traf es nun auch seinen Kollegen Peter Dicks von Sportingbet. Weltweit geben Aktien von Wettanbietern ab: Bwin verliert aktuell rund elf Prozent und notiert um 24 Euro pro Anteil. Vermuten Anleger einen weltweiten Skandal, in den auch andere Unternehmen dieser Branche verwickelt sein könnten? Dieses Szenario erscheint wenig realistisch. Vielmehr zeigen die aktuellen Entwicklungen in den USA, dass Wettanbieter weltweit staatliche Einschränkungen zu erwarten haben. Nicht nur in Deutschland gehen Behörden gegen Wettanbieter vor, auch in den USA ist das Geschäft mit Wetten stark reglementiert. Dennoch ist ein komplettes Verbot von Sportwetten zumindest innerhalb der Europäischen Union (EU) sehr unwahrscheinlich. Obwohl das Bundesverfassungsgericht die Vermittlung von Wetten noch immer sehr kritisch sieht und Bundesländer gegen Vermittler wie Bwin vorgehen, hat die EU klare Vorstellungen: Die für jedes Mitglied der Gemeinschaft bindende Dienstleistungsfreiheit erlaubt ausländischen Vermittlern ausdrücklich ihren Service innerhalb Deutschlands anzubieten. Die EU klagt deswegen bereits gegen die Bundesrepublik. Auf lange Sicht wird es auch innerhalb Deutschlands private Wettanbieter geben. Bis dahin erwartet Aktionäre dieser Unternehmen jedoch ein ständiges Auf und Ab.
Unfreiwillige Mittagspause:
Xetra-System fällt fast eine Stunde aus
Technische Probleme führten heute dazu, dass der Handel auf der elektronischen Plattform Xetra ab 13.20 Uhr beeinträchtigt und zeitweise sogar unmöglich war. Nach 14 Uhr waren die Fehler wieder behoben. Genauere Details zu den Problemen sind nicht bekannt. Der Dax zeigte sich durch die Verwirrungen wenig beeindruckt: Mit 5795 Punkten und einem Plus von 0,37 Prozent verabschiedet sich der Index würdig ins Wochenende. Continental, Infineon und E.on führen die Gewinnerseite im Dax an, während Metro der größte Verlierer ist. Ein Großaktionär hat sich hier von einem Teil seiner Papiere getrennt. Auf Wochensicht verliert der Leitindex zwar mehr als 100 Punkte, der seit Juni bestehende Aufwärtstrend ist jedoch aktuell noch nicht in Gefahr.
Anleger im Ethanol-Rausch:
Bush will weg vom Öl - profitiert Ethanex Energy?
Trotz des momentan sinkenden Ölpreises ist Anlegern seit langem klar, dass Ethanol mittelfristig eine Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen bietet. Während die politischen Entscheidungsträger in Deutschland eher auf Verregelung und Besteuerung setzen, haben die USA beschlossen, den Anteil regenerativer Kraftstoffe deutlich zu erhöhen. Ethanol-Unternehmen wie Ethanex Energy drängen an den Markt und begeistern die Anleger: Erst seit Ende der vergangenen Woche in Frankfurt handelbar, hat der Wert bereits rund zwanzig Prozent zugelegt. Inzwischen sind mehrere Börsenbriefe auf Ethanex Energy aufmerksam geworden und versprechen sich Neuigkeiten von einer Ethanol-Konferenz, die in diesen Tagen in New York statt findet. Das Unternehmen hat vor einigen Tagen eine Finanzierung über zwanzig Millionen US-Dollar abgeschlossen und arbeitet derzeit am Aufbau von drei Raffinerien zur Produktion von Bio-Ethanol mit einer geplanten Gesamtkapazität von 1,135 Milliarden Litern jährlich. Seit die Aktien von Ethanex Energy handelbar sind, steigt das Handelsvolumen kontinuierlich an. Die Aktie schloss in den USA am Freitag etwa auf dem Niveau Frankfurts - das große Interesse von Börsenbriefen und die hohen Umsätze könnten allerdings für Anschlusskäufe sprechen.