21. Oktober 2006

Schreck für Musterdepot-Lemminge:
Morgan Creek Energy stürzt ab

Mit Empfehlungen von Markus Frick lässt sich viel Geld verdienen - wenn man schneller als die Masse ist. Die Aktie von Morgan Creek Energy wurde im Sommer von “Börsenguru” Markus Frick und weiteren kleineren Newslettern empfohlen und auch in verschiedene Musterdepots aufgenommen. Grundtenor damals: Morgan Creek Energy ist als aussichtsreiches Explorationsunternehmen für Öl und Gas ein potentieller Highflyer. Von knapp unter zwei Euro kletterte die Aktie innerhalb von weniger als drei Monaten in der Spitze auf rund 4,30 Euro. Die Anleger waren entzückt. Bis gestern. Innerhalb der letzten Tage hatten mehrere Börsenbriefe die Aktie aus ihrem Musterdepot genommen. (weiterlesen…)

von Nico Popp am 21. Oktober 2006 um 08:30 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Rohstoffe, Trading


20. Oktober 2006

Unterlagen verschlampt?
Anaconda Gold seit Wochen vom Handel ausgesetzt

Die Aktie von Anaconda Gold befindet sich bereits seit Monaten auf den Beobachtungslisten spekulativer Anleger. Bereits im ersten Quartal diesen Jahres hatte Markus Frick der Aktie und Anlegern der ersten Stunde eine rosige Zukunft versprochen. Diesen Vorschusslorbeeren konnte das Papier jedoch nicht gerecht werden: Von Kursen um 0,45 Euro raste die Aktie in der ersten Jahreshälfte unter die Marke von fünfzehn Cent. Bis Ende September die Erholung auf rund 0,40 Euro. Während der heißen Monate hatten zahlreiche Börsenbriefe erneut auf Anaconda Gold aufmerksam gemacht und diese Erholung so begünstigt. Tatsächlich wartete Anaconda Gold mit einer spektakulären Unternehmensmeldung auf: Mit Colorado Minerals konnte ein anderer Rohstoff-Explorer übernommen werden. Darauf hatten die Anleger spekuliert - eine positive Unternehmensmeldung, die dem Kurs kurzfristig Schub geben kann. Jedoch hatten die Anleger nicht mit der kanadischen Börsenaufsicht gerechnet: Wegen fehlender Unterlagen zur Übernahme wurde die Aktie von Anaconda Gold vom Handel ausgesetzt. Mittlerweile sitzen gutgläubige Anleger seit fast einem Monat auf ihren Anaconda-Aktien und werden zunehmend ungeduldig. Zwar sind Handelsaussetzungen in diesem Sektor nichts Ungewöhnliches, sie dauern allerdings selten länger als einen Handelstag. Die Luft wird dünner für Aktionäre von Anaconda Gold. Wenn die nötigen Unterlagen auch bald eingereicht werden, wirft dieser Vorfall doch ein schlechtes Licht auf das Management des Unternehmens und die gesamte Rohstoff-Branche.

von Nico Popp am 20. Oktober 2006 um 10:23 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Rohstoffe, Unternehmensmeldungen


18. Oktober 2006

Auf den Spuren der Manipulatoren:
Ist Tiro Holding ein echter Highflyer?

Dauer-Push Tiro Holding: Viel Lärm um nichts?Dauer-Push Tiro Holding: Viel Lärm um nichts?
Dauer-Push Tiro Holding: Viel Lärm um nichts?

Das Problem ständiger eMail-Berieselung durch “kostenlose Analysen” kennt nahezu jeder aktive Anleger mit Internet-Anschluss. (Aktien-Blog berichtete) Nun setzt sich auch die Börsenredaktion der ARD in einem Artikel mit diesem Phänomen auseinander. In erster Linie kritisieren die Autoren die häufig auftretenden Verbindungen und Interessenskonflikte zwischen den Herausgebern kostenloser Börsenbriefe und den behandelten Unternehmen - nicht selten erhalten die Schreiber solcher Werbetexte Geld von den Unternehmen oder aber die per eMail verbreiteten Texte wurden direkt und wortwörtlich von Agenturen für Investor Relations übernommen. Sogar Beiträge in einschlägigen Internet-Foren würden teilweise bereits von “professionellen Pushern” verfasst, die im Auftrag organisierter Zirkel versuchen, positive Meinungen über ein bestimmtes Unternehmen zu verbreiten. Folglich hängt ein Investment in einen “gepushten” Wert wie Tiro Holding nicht vom Erfolg des Unternehmens, sondern in erster Linie vom Erfolg der Promotion ab. Diese Erfolge sind meist nur von kurzer Dauer und zudem völlig unberechenbar. Immerhin jedoch wurde der Anleger vorher über die Zusammenhänge zwischen Redaktion und Unternehmen informiert. (weiterlesen…)

von Nico Popp am 18. Oktober 2006 um 15:07 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Kommentare


17. Oktober 2006

Abgeschwächte Dynamik:
Dax vor einer Korrektur?

Standardwerte: Können Konjunkturdaten neuen Schwung bringen?Standardwerte: Können Konjunkturdaten neuen Schwung bringen?
Standardwerte: Können Konjunkturdaten neuen Schwung bringen?

Erneut schloss der Dow-Jones-Index mit einem Rekord: Mit dem Allzeithoch von 11980 Punkten gingen US-Standardwerte gestern aus dem Handel. Auch der deutsche Leitindex Dax schleppte sich gestern nach anfänglichen Verlusten noch knapp in die Gewinnzone: 6186 Punkte entsprechen einem Kursplus von 0,21 Prozent. Bereits den zehnten Tag in Folge steigt der Dax nun schon, erste Marktteilnehmer sprechen jedoch von “Überhitzung” und erwarten eine Korrektur. An den vergangenen Tagen mühte sich der Index zwar redlich, konnte den Schwung der letzten Woche allerdings nicht beibehalten. Der Sprung über die Marke von 6200 Punkten blieb aus. Heute werden Konjunkturdaten aus Deutschland, der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten veröffentlicht, zudem setzen US-Unternehmen die Quartalssaison fort. Negative Konjunkturaussichten könnten dazu führen, dass Anleger die Gewinne der vergangenen Tage erst einmal sichern möchten. Die Luft wird dünner für den Dax: Einige Händler haben möglicherweise bereits an den vergangenen beiden Tagen verkauft - diese Aktien liegen heute in den “schwachen” Händen der Neueinsteiger. Der Dax ist in neue Höhen vorgedrungen und wandelt auf einem schmalen Grat - Vorsicht könnte sich lohnen!

von Nico Popp am 17. Oktober 2006 um 08:56 Uhr, Standardwerte


16. Oktober 2006

Premiere:
Vom Prügelknaben zum Übernahmekandidaten

Mit Übernahmephantasie und niedrigen Preisen in neue Höhen?Mit Übernahmephantasie und niedrigen Preisen in neue Höhen?
Mit Übernahmephantasie und niedrigen Preisen in neue Höhen?

Die Aktie von Premiere hat turbulente Monate hinter sich (Aktien-Blog berichtete). Mittlerweile notiert das Papier allerdings wieder deutlich über den Tiefstständen bei 10,94 Euro. Innerhalb der letzten zwei Monate hat die Aktie rund zwanzig Prozent zulegen können und befindet sich in einem stabilen kurzfristigen Aufwärtstrend. Auch die Analysten haben Premiere wieder entdeckt: Die HypoVereinsbank erhöhte ihr Rating von “outperform” auf “buy”. Als Gründe werden Probleme beim derzeitigen Verwerter der Bundesliga-Rechte Arena genannt und eine mögliche Übernahme von Premiere. Zudem könne Premiere mit dem neuen Preismodell bereits erste Erfolge verzeichnen, so die Analysten. Die jetzigen positiven Nachrichten aus dem Unternehmen kommen nicht unerwartet - bereits vor Wochen hatte es vermehrt Spekulationen über eine Übernahme von Premiere gegeben. Außerdem konnte man bereits vor rund zwei Monaten von einer “negativen Übertreibung” sprechen: Obwohl alle Risiken bereits eingepreist schienen, rauschte die Aktie von Premiere nach Bekanntgabe schlechter Quartalszahlen weiter in den Keller. Bereits damals waren die Unternehmenszahlen immerhin besser als von manchem Börsianer erwartet, zudem kündigte das Unternehmen die bereits heute erfolgreiche Preisoffensive an.

von Nico Popp am 16. Oktober 2006 um 17:31 Uhr, Nebenwerte, Unternehmensmeldungen


14. Oktober 2006

“Die Idioten haben keine Ahnung”:
Für Rogers geht die Rohstoff-Rallye weiter

Laut einem Artikel der Financial Times Deutschland (FTD) sieht “Rohstoffguru” Jim Rogers in den aktuellen Kursverlusten an den internationalen Rohstoffmärkten lediglich eine Korrektur. Entgegen der Meinung zahlreicher kritischer Stimmen von Anlageberatern und Analysten, gehe die “Rohstoffparty” weiter, so Rogers. Als Gründe führt der Rohstoff-Pionier, der bereits Ende der 1990er Jahre einen eigenen Index für Rohstoffe ins Leben rief, das noch immer intakte Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage an. Schwellenländer wie Indien oder China trieben durch ihr hohes Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach Rohstoffen. Rogers bleibt seiner Linie treu. Bereits vor Jahren hat er für diese Anlageklasse einen langjährigen Bullenmarkt prognostiziert, Korrekturen jedoch nie ausgeschlossen. Der aktuelle Kursverlauf gibt Jim Rogers recht: Gold hat sich in den letzten Tagen bereits wieder erholt und notiert mit 589 Dollar wieder deutlich über Tiefstkursen dieses Jahres um 560 Dollar. Auch Rohöl hat den Sprung über die Sechzig-Dollar-Marke geschafft. Anleger, die noch nicht in “Commodities” investiert sind und Rogers’ Thesen Glauben schenken, sollten sich auch beim Einstieg an den “Meister der Rohstoffe” halten und nicht Phasen der Übertreibung, sondern Korrekturphasen für Käufe nutzen.

von Nico Popp am 14. Oktober 2006 um 14:32 Uhr, Rohstoffe


13. Oktober 2006

Futter für die Bullen:
Rallye trotz hoher Zinsen? Oder gerade deswegen?

“Zinshöchststände stimulieren Märkte.” Diese scheinbar widersprüchlichen Worte findet die Börsen-Zeitung für den jüngsten Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB). Haben wir da etwas mißverstanden? Sind die Sorgen um die us-amerikanische Konjunktur etwa völlig unbegründet? Nein! Aber während das Handelsdefizit der USA steigt, kaufen Anleger weiter zuversichtlich Aktien. Die Begründung hierfür führt jeden Versuch, die Märkte rational zu erklären ad absurdum: Wegen der bereits hohen Zinsen hielten Anleger es für sehr wahrscheinlich, dass keine weiteren Zinsschritte mehr folgen werden und kaufen deshalb Aktien, so die Börsen-Zeitung. Denkt die marktbeherrschende Masse wirklich so oder folgt diese lediglich dem intakten Trend? Es scheint, als müsste das Verlangen der kritischen Anleger nach rationalen Erklärungen zwanghaft befriedigt werden. Crash-Propheten warten seit einiger Zeit auf eine starke Korrektur des Dow Jones-Index. Als Gründe werden volkswirtschaftliche Zusammenhänge genannt. Da us-amerikanische Standardwerte momentan jedoch von einem Hoch zum nächsten laufen, muss eine andere Erklärung gefunden werden: Die Masse irrt sich und kreiert aus Gier ein Bullen-Szenario. Diese Grabenkämpfe sind sinnlos: Möglicherweise sind wir erst in Jahren schlauer - bis dahin könnte es sich lohnen, dem Trend zu folgen - zumindest dieser ist momentan eindeutig.

von Nico Popp am 13. Oktober 2006 um 10:20 Uhr, Kommentare, Konjunktur, Standardwerte, USA


12. Oktober 2006

“Endlich!
Jahresendrallye!”: Dax notiert auf Rekord-Hoch

Dax mit neuem Schwung? Wiederholen sich die Rallyes der Jahre 1998 und 1999?Dax mit neuem Schwung? Wiederholen sich die Rallyes der Jahre 1998 und 1999?
Dax mit neuem Schwung? Wiederholen sich die Rallyes der Jahre 1998 und 1999?

Seit acht Tagen steigen deutsche Standardwerte nunmehr unaufhörlich. Innerhalb der letzten Tage waren Marktteilnehmer jedoch zunehmend unsicher geworden (Aktien-Blog berichtete). Diese Sorgen stellten sich heute als unbegründet heraus: Der Dax schloss auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2001. Mehrere Male war der Index am heutigen Donnerstag an der Marke von 6140 Punkten gescheitert - die Pessimisten sahen sich bereits bestätigt. Beim dritten Anlauf wurde diese Hürde jedoch nachhaltig überwunden und der Index startete wie erwartet noch einmal kräftig durch: Schlussstand 6160 Punkte. Kommentatoren machten für den Ausbruch in neue Höhen den niedrigen Ölpreis und positive Unternehmensmeldungen verantwortlich. Den Marktteilnehmern sind diese Erklärungen weitgehend egal. Optimisten blicken voller Zuversicht in die Zukunft und erwarten wegen der jetzigen Höchststände eine deutliche Beschleunigung des bisherigen Aufwärtstrends. Diese Rechnung könnte aufgehen: Viele Privatanleger hielten sich im September von den Aktienmärkten fern und sind noch immer kritisch. Eine Jahresendrallye könnte zahlreiche Anleger von Standardwerten überzeugen. Angesichts der Kursentwicklung der vergangenen Tage möchte man diesen “Noch-Sparern” zurufen: “Worauf wartet ihr noch?” Denn sieht man die Rallye im Chart, ist diese (fast) vorbei.

von Nico Popp am 12. Oktober 2006 um 18:41 Uhr, Kommentare, Standardwerte


11. Oktober 2006

Masse als Kontraindikator:
Kapitalmärkte zunehmend in der Kritik

Das Buch mit dem Titel “Der Crash kommt” ist derzeit erste Wahl vieler Publikationen zum Thema Börse. Auch Tageszeitungen und Zeitschriften warnen vermehrt vor einem Niedergang der Aktienmärkte. Bereits vor Monaten las ich in einer großen Wochenzeitung einen aufschlussreichen Artikel über die Gefahr von Hedge-Fonds für die weltweiten Börsen. Von einer Beschleunigung des für Private Equity-Gesellschaften typischen spekulativen Spiels war dort die Rede und es wurde angekündigt, der Zusammenbruch eines Hedge-Fonds sei nur noch eine Frage der Zeit. Mittlerweile greifen auch andere Massenmedien die Ansichten der Crash-Propheten auf und fügen der wahrlich nicht unrealistischen These über Hedge-Fonds weitere, weit unsinnigere hinzu: So soll Chinas Volkswirtschaft vor dem Kollaps stehen und die zunehmende Überalterung der Gesellschaft Deutschlands der Wirtschaft jede Grundlage für eine positive Entwicklung rauben. (weiterlesen…)

von Nico Popp am 11. Oktober 2006 um 12:09 Uhr, Kommentare, Nebenwerte, Standardwerte


10. Oktober 2006

“Nichts Genaues weiß man nicht”:
Noch zögert der Dax

Dax: Jahresendrallye oder etwa doch nur eine Bullenfalle?Dax: Jahresendrallye oder etwa doch nur eine Bullenfalle?
Dax: Jahresendrallye oder etwa doch nur eine Bullenfalle?

Deutsche Standardwerte entwickeln sich auch in der neuen Woche positiv. Das hohe Kursniveau der vergangenen Woche konnte gehalten und am heutigen Dienstag sogar noch leicht ausgebaut werden. Mittlerweile notiert der Dax über 6100 Punkten. Die bevorstehenden Quartalsberichte in den USA könnten den US-Leitindex jedoch vorerst bremsen, vermuten Skeptiker. Auch beim Dax sprechen erste Stimmen von einer “Überhitzung”. Wenige Punkte von den alten Höchstständen vom Mai entfernt, steht der Dax am Scheideweg: Einerseits sind Anleger ob der konjunkturellen Aussichten für die ferne Zukunft weiterhin skeptisch, andererseits könnte ein baldiger Ausbruch des Index auf neue Jahreshöchststände deutsche Standardwerte weiter beflügeln. Gert Schmidt bleibt mit seinem Musterdepot optimistisch: Die derzeit niedrige Investitionsquote spreche entgegen der Meinung der Pessimisten nicht für eine Bullenfalle, sondern für eine bevorstehende Rallye. In der Vergangenheit seien positiven Kursentwicklungen meist niedrige Investitionsquoten vorausgegangen. Auch die wachsende Risikobereitschaft der Dax-Anleger wertet Schmidt positiv. Er macht dies an der hohen Volatilität der derzeit spekulativen Aktie von MAN fest. Noch ist unklar, wohin die Reise geht. So lange der Index keine eindeutigen Signale liefert, empfiehlt es sich, das Spiel von der Seitenlinie zu betrachten.

von Nico Popp am 10. Oktober 2006 um 11:43 Uhr, Standardwerte, Unternehmensmeldungen




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