Nicht jeder durfte mit:
Gofish legt in knapp fünf Stunden 140 Prozent zu
Das Internet ist wieder angesagt. Nicht zuletzt die Milliarden-Übernahme von YouTube durch Google hat Internet-Unternehmen zu neuer Beliebtheit verholfen. Eine dieser Gesellschaften ist Gofish. Seit gestern an der Börse gelistet, brechen die Gofish-Aktien bereits Rekorde: Das bisher recht unbekannte Unternehmen konnte seinen Wert gestern in Frankfurt mehr als verdoppeln. Doch was führte zu der plötzlich starken Nachfrage nach Gofish? Leser berichten, der Börsenbrief “Pennystockraketen” habe den Wert gestern in sein Musterdepot aufgenommen. Die Benachrichtigung über die Depotaufnahme soll Abonnenten um 15:37:44 Uhr erreicht haben. Genau eine Minute später wurden in Frankfurt 127400 Aktien zu einem Preis von 1,40 Euro umgesetzt. Danach überrannten offensichtlich kaufwütige Abonnenten den Markt: (weiterlesen…)
Aquila Resources mit News:
Sind niedrige Kurse bald passé?
Zink-Explorer Aquila Resources gilt in Anlegerforen als Geheimtipp: Ein stetiger Newsflow, gute Bohrergebnisse und eine im Verhältnis zu vergleichbaren Unternehmen niedrige Bewertung von rund 34 Millionen Euro machen die Aktie interessant. Heute vermeldete das Unternehmen erneut vom Markt positiv aufgenommene Bohrergebnisse: Die Aktie kann aktuell mehr als zwölf Prozent auf 0,63 Euro zulegen . In der Vergangenheit boten sich bei Aquila Resources im Bereich von 0,50 Euro immer wieder günstige Einstiegsgelegenheiten - angesichts der zunehmenden Beliebtheit der für einen Rohstoffexplorer “gemächlich” steigenden Aktie, könnten die Zeiten derart niedriger Kurse jedoch bald vorbei sein.
“Heuschrecken aus Russland”:
Europäische Telekom-Titel sind begehrt
Russland zählt zu den größten Ländern der Erde, doch wirtschaftlich tat sich der “schlafende Riese” bisher noch schwer. Innerhalb der vergangenen Jahre jedoch mauserte sich die russische Wirtschaft: Die Aktienkurse des von Öl- und Gasproduzenten dominierten russischen Aktienindex RTX stiegen nicht zuletzt wegen der hohen Rohstoffpreise rasant an. Doch nicht nur Altkanzler Schröders Engagement beim russischen Energieriesen Gazprom und der Einstieg des Konzerns in das Sportsponsoring sorgen hierzulande für Aufsehen: Russische Unternehmen gehen anscheinend gezielt in Mittel- und Westeuropa auf Einkaufstour. So soll der russische Mischkonzern Sistema derzeit versuchen, bei der Deutschen Telekom einzusteigen. (weiterlesen…)
Die Gruppe der gierigen Käufer wird geringer:
Dax vor der Korrektur?
Allerorten wird in diesen Tagen auf eine Korrektur des deutschen Leitindex gewartet. Marktteilnehmer sprechen von einer “kurzfristigen Überhitzung” der Aktienmärkte - eine Korrektur sei sehr wahrscheinlich. Getrübte Konjunkturaussichten in den USA führten in dieser Woche bereits zu leichten Rückschlägen: Gestern fiel der Dax zwar auf 6223 Punkte ab, steigt heute jedoch schon wieder stark an. Es macht den Eindruck, als warteten noch immer gierige Käufer unter der Marke von 6250 Punkten auf einen Einstieg. Bereits Ende der vergangenen Woche gab der Index zwischenzeitlich deutlich nach, um anschließend wieder in die Nähe der 6300 Punkte klettern zu können. Über eines jedoch sollten sich Anleger an der Außenlinie im Klaren sein: Mit jedem sofort wieder wettgemachten kleinen Rückschlag des Index wird die Gruppe der gierigen Käufer geringer. Schafft es der Dax zudem nicht über die Marke von 6300 Punkten, könnte die nächste negativ interpretierbare Meldung zur konjunkturellen Lage bereits die “richtige” Korrektur bedeuten. Skeptische Marktteilnehmer erwarten bei einem Kursrutsch unter die Marke von 6200 Punkten eine Korrektur in Regionen um 6100 Punkte.
Rezension:
“Der große Rohstoff Guide” von v. Aufschnaiter, Stanzl, Strehk
Wussten Sie, dass es fünf Jahre dauert, bis man Kaffeepflanzen erstmals ernten kann? Kennen Sie die möglichen Auswirkungen eines Hurrikans auf das weltweite Angebot an Orangensaft? Diese und zahlreiche andere Fragen beantwortet “Der große Rohstoff Guide“. Das Buch ist eine Sammlung aller bis Anfang des Jahres 2006 erschienenen Artikel des Rohstoff-Reports. Die äußerst informativen Artikel führen den Leser ohne Umschweife in die Welt der Rohstoffe ein. Dabei behandeln die Autoren regenerative Rohstoffe wie beispielsweise Baumwolle, Fleisch, Kaffee, Kakao, Mais, Orangensaft, Soja, Weizen und Zucker ebenso wie auch Industrie- und Edelmetalle wie Aluminium, Blei, Nickel, Zink, Zinn, Eisenerz, Kupfer, Platin, Gold und Silber als auch Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle. Dabei wird jedem Rohstoff eine Einleitung inklusive Besonderheiten der Produktion und der Bedeutung des Stoffs gewidmet und kurz auf die Situation auf der Angebots- und Nachfrageseite eingegangen. (weiterlesen…)
Was ist denn da los?
Namibia macht Forsys Metals Sorgen
Heute morgen erreicht Aktionäre eine verwirrende Unternehmensmeldung von Uran-Explorer Forsys Metals: Das Unternehmen gibt bekannt, dass das “Ministerium für Handel und Industrie” in Namibia das Unternehmen Tsumeb Exploration Company Limited (TECO), welches eingetragener Eigentümer der Uranlagerstätte “Valencia” ist, aus dem Unternehmensregister ausgetragen hat. Die Gesellschaft gibt zudem bekannt, dass sie bereits alle Schritte eingeleitet hat, um dies rückgängig zu machen und weiterhin davon überzeugt ist, dass sie während des erneuten Registrierungsprozesses als Eigentümer eingetragen bleibt. Diese Nachricht könnte Aktionäre dennoch zu Recht beunruhigen: Kritische Beobachter könnten im Vorgehen der namibischen Regierung den ersten Schritt einer Enteignung sehen. Angesichts der aktuell steigenden Uranpreise einerseits nachvollziehbar, im Spiegel einer für Aktionäre bedeutsamen Rechtssicherheit allerdings unerklärlich.
Update:
Aktionäre verweisen auf die vermeintliche Rechtsstaatlichkeit Namibias und führen an, dass eine Löschung aus dem Handelsregister bei gewissen formalen Mängeln üblich sei. Zudem hätten Unternehmensvertreter versichert, dass Regierungsvertreter die Wiederregistrierung von TECO unterstützen würden. Eines ist jedoch offensichtlich: Klarheit fehlt - Ungewissheit bleibt.
Unglaublich!
Dax kontert die Pessimisten aus
Mit einem Kursplus von 1,36 Prozent konnte sich der deutsche Aktienindex zum Wochenbeginn eindrucksvoll über die 6300-Punkte-Marke hieven: Kaum negative Nachrichten von deutschen Unternehmen und positive Impulse aus den USA stimmten die Mehrheit der Anleger zuversichtlich. Noch Ende der vergangenen Woche spekulierten zahlreiche Marktbeobachter auf eine Korrektur und waren im Falle eines weiteren “Dahindümpelns” des Index skeptisch (Aktien-Blog berichtete). Wieder einmal hat der Markt die Masse eines Besseren belehrt - der Dax stürmte zum Handelsschluss auf 6330 Punkte. Vor allem die Versicherungsbranche konnte überzeugen. Die Münchener Rückversicherung präsentiert ihr Quartalsergebnis zwar erst morgen, dennoch zeigten sich Anleger voller Vorfreude: Die Aktie steht mit einem Kursplus von rund 3,5 Prozent an der Spitze des Dax. (weiterlesen…)
Deutschland - Rohstoffland?
Banken ziehen mit neuen Produkten nach
Vor einigen Tagen bestätigten führende Wirtschaftszeitungen, was die Mehrheit der Börsianer in Deutschland und den USA bereits wusste: Nirgendwo auf der Welt wird so viel Geld in Rohstoffe und Rohstoff-Unternehmen investiert wie in Deutschland. Nicht umsonst sind deutsche Anleger begehrt: Kanadische Goldsucher präsentieren sich in deutscher Sprache auf der Frankfurter Rohstoff-Messe und Unternehmensmeldungen werden schon lange zweisprachig veröffentlicht. Nach und nach merken auch die Banken, dass Rohstoffe als Anlageklasse gefragt sind und legen entsprechende Produkte auf. Neben Fonds und Zertifikaten auf einzelne Rohstoffe, setzt ABN Amro mit dem “Junior Goldminers Zertifikat” nun voll auf die großen Chancen derer Unternehmen, die bereits entdeckte Rohstoffvorkommen entwickeln und diese Liegenschaften zur Produktion führen. (weiterlesen…)
“Man spricht Deutsch”:
Uranerz Energy ist erster Uran-Explorer an der Amex
Als mir gemeinsam mit tausenden anderen Anlegern zum ersten Mal die Aktie von Uranerz Energy per eMail nahegelegt wurde, war ich erstaunt: Ein deutsches Uran-Unternehmen? Sitzen wir in Deutschland etwa auf Unmengen des potentiellen Energieträgers? Genaueres Lesen beantwortete meine Fragen. Uranerz Energy ist eine Gesellschaft mit Sitz in Vancouver, Kanada. Doch wieso firmiert dieses Unternehmen unter dem (halb-)deutschen Namen Uranerz Energy? Es ist einzig und allein vorstellbar, dass das Management diesen Namen gewählt hat, um auf dem attraktiven deutschen Markt wahrgenommen zu werden. Offensichtlich mit Erfolg: Seit einiger Zeit wird für Uranerz Energy die Werbetrommel gerührt. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, aussichtsreiche Liegenschaften zu erwerben und zur Produktion zu führen. Dabei will die Gesellschaft preiswerte Explorationsmethoden anwenden und so für die Aktionäre größtmögliche Werte schaffen. Selbstverständlich verfügt auch Uranerz Energy über erfahrene Mitarbeiter und ein ebenso qualifiziertes Management. Dies sind keine großen Neuigkeiten - jede Selbstdarstellung eines Unternehmens aus dem Rohstoff-Sektor liest sich ähnlich. (weiterlesen…)
Dax behauptet sich:
Wie lange geht dies noch gut?
Der Deutsche Aktienindex hält sich bisher wacker über der Marke von 6300 Punkten. Langsam aber sicher zeigt das Börsenbarometer jedoch erste Anzeichen von Schwäche. Adidas-Salomon und die Deutsche Telekom verlieren auf Grund von Herabstufungen durch Analystenhäuser rund drei beziehungsweise zwei Prozent. Zudem schlagen schwache Vorgaben aus den USA und ein steigender Ölpreis auf das Gemüt der Anleger. Angesichts des scheinbar unbremsbaren Vorwärtsdrangs des Dax in den vergangenen Wochen erwarten immer mehr Anleger eine Korrektur. Da mittlerweile auch an der Wall Street nicht mehr ausschließlich die Optimisten das Sagen haben, liegt dieses Szenario sehr nahe. Einige Börsenbriefe haben sich bereits auf der Short-Seite postiert. Am Freitag gab der Index zwar zeitweise bis unter 6315 Punkte nach, konnte sich jedoch schnell wieder erholen und notiert nun nur noch leicht im Minus. Noch immer werden kleinste Rückschläge zum Einstieg genutzt. Die oft beschworene Rallye hält nun schon Monate an: Ein kleiner Tritt auf die Euphoriebremse würde nicht schaden.
