Seitwärts war einmal:
Dax nimmt Kurs auf 7000 Punkte
Die Phase der Seitwärtsbewegung deutscher Standardwerte scheint endgültig vorbei zu sein: Zwei Wochen mit verhältnismäßig konstanten Kursen zwischen 6650 und 6780 Punkten sind vorüber. Weiterhin positive Impulse aus den USA und gute Nachrichten aus deutschen Konzernzentralen geben dem Dax heute Schwung. E.on ist mittlerweile der einzige Bieter für den spanischen Stromkonzern Endesa - die Aktie führt den Dax mit 3,5 Prozent Tagesgewinn an. Kooperation und Konzentration treiben auch andere Dax-Aktien: Metro und die Deutsche Börse profitieren von Marktgerüchten. So soll die britische Handelskette Sainsburys zum Verkauf stehen und die Deutsche Börse mit den Kollegen in Tokio über eine Zusammenarbeit verhandeln. Im Laufe des Nachmittags werden aus den USA noch Konjunkturdaten erwartet. Neben den Arbeitslosenzahlen geben auch Zahlen über die Verbraucherstimmung Aufschluss über die US-Konjunktur. Sollten diese Zahlen ähnlich positiv ausfallen wie auch andere Indikatoren über die US-Wirtschaft in den vergangenen Tagen, ist die 7000-Punkte-Marke in den nächsten Tagen greifbar.
Ist die Rallye nah?
Wolfden Resources empfiehlt sich
In diesen Tagen stehen einige Aktien von Explorern vor dem charttechnischen Ausbruch. Wolfden Resources konnte sich in den vergangenen beiden Handelstagen am Börsenplatz Frankfurt in die Nähe der bisherigen Höchstkurse pirschen. Aktuell notiert Wolfden Resources bei 2,06 Euro - auf Schlusskursbasis wurde die Marke von 2,05 Euro bisher nie überwunden. Aufgrund dieses möglichen Ausbruchsszenarios und der positiven fundamentalen Ausgangslage bei Wolfden Resources (Aktien-Blog berichtete) sollte die Aktie beachtet werden. Zwar laufen Gold und Uran den Industriemetallen in der Anlegergunst derzeit den Rang ab, doch gibt es für Wolfden von Experten zahlreiche optimistische Einschätzungen.
Erfolg durch Onlinewerbung:
Wird 2007 das Jahr für Onvista und Wallstreet:Online?
Werbung im Internet ist allgegenwärtig. Schon seit Jahren wissen Experten, dass sich im weltweiten Datennetz viel effektiver und gezielter werben lässt als im Fernsehen. Konzerne kürzen weltweit ihr TV-Werbebudget zu Gunsten der Onlinewerbung. Eine Studie des Marktforschungsinstituts Outsell rechnet nun auch für das Jahr 2007 mit steigenden Umsätzen im Bereich des Online-Marketing. Ganze 18 Prozent sollen beispielsweise die Ausgaben für Werbung im Internet allein in den USA steigen - ein Markt an dem Anleger partizipieren können. Adlink ist bereits heute eine der größten Adressen im Bereich der Vermittlung von Onlinewerbung. Das Unternehmen, an dem United Internet mehrheitlich beteiligt ist, möchte in diesem Jahr neue, innovative Wege beschreiten: Anhand des Surfverhaltens von Internetnutzern soll gezielt Werbung eingeblendet werden.
Erinnerungen an LTCM:
Hedge-Fonds spielen mit dem Yen
Währungsgeschäfte werden zunehmend auch für Kleinanleger interessant: Neben Zertifikaten auf das Verhältnis zwischen Euro und Dollar haben Banken nun eine neue Anlageform für Privatanleger entdeckt: Carry-Trade-Zertifikate. Die Überlegungen hinter einem Carry-Trade sind denkbar einfach. Der Anleger leiht sich Geld in einem Währungsraum mit niedrigen Zinsen und legt dieses dort an, wo höhere Zinsen gezahlt werden. Das kürzlich emittierte UBS G10 Carry Trade Total Return Index-Zertifikat (WKN: UB0G10) setzt auf die zehn bedeutendsten Währungsräume und wendet die Carry-Trade-Strategie auf die drei schwächsten und die drei stärksten Währungen an. Mit Einführung dieses Zertifikats hat die Bank schnell auf aktuelle Marktgegebenheiten reagiert. Seit Monaten leihen sich Hedge-Fonds und institutionelle Spekulanten verstärkt japanische Yen zu Niedrigzinsen von 0,5 Prozent und legen dieses Geld in den USA oder in Neuseeland zu Zinsen über fünf Prozent an. Da die geliehenen Devisen in die Zielwährung umgetauscht werden müssen, stützt dieses Vorgehen den Kurs von Währungen mit hohen Leitzinsen und führt zu einer Abwertung der Währungen aus Gebieten mit einem niedrigen Leitzins. (weiterlesen…)
Jetzt gehts los:
Bundesliga gibt Premiere Schwung
Premiere ist endgültig der Befreiungsschlag gelungen. Durch eine Vereinbarung mit Konkurrent Arena ist es dem Bezahlsender nun doch möglich, die Fußball-Bundesliga in ganz Deutschland zu vermarkten. Auch im technischen Bereich möchten beide Unternehmen zukünftig enger zusammenarbeiten. Premiere sieht sich nach diesem Deal gestärkt: “Die Bundesliga ist zurück bei Premiere”, frohlockte das Unternehmen. Der Aktie verleiht diese Meldung Flügel: Rund zwanzig Prozent kann das Papier heute zulegen und ist somit bereits nach weniger als zwei Handelsstunden die Aktie des Tages. In der Vergangenheit war Premiere des Öfteren als Rebound-Kandidat gehandelt worden (Aktien-Blog berichtete). Vor allem Übernahmegerüchte rankten sich immer wieder um das Unternehmen aus Unterföhring. Die jetzige Kooperation schließt diese Gerüchte nicht aus. Zwar gewinnt Premiere mit der Bundesliga ein wichtiges Produkt zurück, die technische Zusammenarbeit zwischen Premiere und Arena könnte allerdings auch nur der Anfang sein. Ob im Bundesgebiet Platz für zwei Bezahlsender ist, war in der Vergangenheit häufig bezweifelt worden.
Sind wir nicht alle ein bißchen Web 2.0?
Wallstreet:Online profitiert vom neuen Internet-Boom
Der Web 2.0-Boom hat nun endgültig auch deutsche Nebenwerte erreicht. Nach dem Börsengang der Community-Plattform OpenBC im Dezember des vergangenen Jahres (Aktien-Blog berichtete) war es etwas still um Internet-Aktien geworden. Nun wird ausgerechnet ein alter Bekannter, der eigentlich eher “Web 1.5″ zugeordnet werden sollte, zur neuen Hoffnung für spekulative Anleger erkoren: Die Anteile von Wallstreet:Online werden in einem Marktkommentar als “Web 2.0-Aktie” bezeichnet. Tatsächlich konnte sich das Papier im Jahr 2007 bereits positiv entwickeln und profitiert zudem vom Boom der Internetwerbung (Aktien-Blog berichtete). Das Unternehmen veröffentlicht im März Geschäftszahlen. Anleger spekulieren derzeit darauf, dass Wallstreet:Online die Prognosen übertreffen kann. Die von Börsenbriefen geschürte Web 2.0-Phantasie kann der Aktie nur gut tun. (weiterlesen…)
Öl-Sensation in Thailand?
JSX Energy erobert Zockerherzen im Sturm
Rohöl hat gestern an den Weltmärkten nachgegeben, eine erst kürzlich in Frankfurt gelistete Öl-Aktie setzte dagegen zum Höhenflug an: JSX Energy konnte im gestrigen Handelsverlauf mehr als 35 Prozent zulegen. Die Aktie wurde bis zum Nachmittag innerhalb einer Spanne zwischen 0,57 und 0.65 Euro gehandelt und wurde kurz vor 16.00 Uhr von einem Börsenbrief empfohlen. Kurz darauf notierte JSX Energy bereits über 0,80 Euro - eine vormals unbekannte Aktie hatte die Herzen der Zocker im Sturm erobert. JSX Energy soll über ein aussichtsreiches Öl-Projekt in Thailand verfügen. Dort vermutet die Gesellschaft 50 Milliarden Barrel Öl, die man angeblich nur dank der hervorragenden Kontakte des Aufsichtsratsvorsitzenden John R. Lacey akquirieren konnte. Dabei soll sich JSX Energy sogar gegenüber großen Unternehmen aus der Öl-Branche durchgesetzt haben. (weiterlesen…)
Einfach verrückt:
JSX Energy schießt durch die Decke
Ein derart spektakulärer Kursverlauf schreit förmlich nach einem Nachtrag: Die Aktie von JSX Energy bestätigt ihren Ruf als Liebling der Zocker mit Nachdruck. Über vierzig Prozent konnte das Papier heute zulegen und notiert aktuell knapp über 1,20 Euro. Obwohl bisher nur wenige Fakten über das in Thailand tätige US-Unternehmen bekannt sind (Aktien-Blog berichtete), schrecken Anleger nicht vor JSX Energy zurück. Beteiligte Börsenbriefe kündigen derweil für kommenden Montag News an. Unterdessen steigt JSX unter hohen Umsätzen weiter - die Gefahr einer Korrektur erhöht sich jedoch mit jedem gewonnenen Prozentpunkt. Es ist daher ratsam, die Aktie am Montag genau zu beobachten und Gewinne gegebenenfalls abzusichern. Zwar lädt ein derart ins Rollen gekommener Zug förmlich zum Traden ein, doch ist bei Aktien wie JSX Energy gerade nach extremen Kurssteigerungen innerhalb kürzester Zeit Vorsicht angebracht.
Einfach verrückt:
Börsen- und Trading-Chat
Gemeinsam mit unserem Partner Charttec haben wir einen Börsen-Chat gestartet. Diskutieren Sie in Echtzeit über die aktuellen Geschehnisse am Markt und tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus. Der Chatroom verfügt über eine Kursabfrage, einen Währungsrechner und weitere kleine Gimmicks. Viel Spaß beim Chatten!
Neue Öko-Rallye?
Biogas kann Erdgas ersetzen - doch noch zögert die Politik
Klimawandel und Umweltschutz erlangen in diesen Tagen immer deutlicher öffentliches Interesse. Eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF rechnet bis zum Ende dieses Jahrhunderts mit einer deutlichen Steigerung der Zahl der Hitzetoten in Deutschland. Medien und auch die Politik sehen zunehmend Handlungsbedarf. Davon profitiert auch die Börse: Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien Renixx erreichte in diesen Tagen sein Allzeithoch. Eine Zukunftsbranche, der möglicherweise eine ähnliche Entwicklung bevorsteht wie der Solarenergie Ender der 1990er Jahre, ist Biogas. Dieses Gas kann aus Bioabfällen, Gülle oder auch nachwachsenden Rohstoffen, wie beispielsweise Mais, gewonnen werden. Während des Gärprozesses sorgen Mikroorganismen dafür, dass nahezu alle unerwünschten Stoffe abgebaut werden. Daher ist die Qualität des Endprodukts nach einer Aufbereitung teilweise sogar höher, als die von Erdgas. Dieses aufbereitete Biogas kann schließlich zum Heizen oder als Kraftstoff für Automobile genutzt werden. (weiterlesen…)