Ein unmoralisches Angebot:
Aktien-Blog widersteht dem Pusher-Kartell
Gerade im Bereich der Nebenwerte ist immer wieder die Rede von zweifelhaften Empfehlungen durch gekaufte “Journalisten” und scheinbar uneigennützige Newsletterbetreiber. Gestern habe ich selbst erfahren, wie der Hase läuft: Im Gespräch mit einem vermeintlichen Werbekunden aus dem Ausland offenbarte mir dieser, dass die Promotion von Aktien doch deutlich lukrativer sei als das Schalten von herkömmlichen Anzeigen. Sofort skeptisch, ließ ich mir nichts anmerken und versuchte, weitere Details zu erfahren. Zwar blieb mir der Name des Unternehmens, das mich bezahlen sollte, verwehrt, doch konnte ich Einblicke in den Aufgabenbereich eines bezahlten Pushers erhalten. Neben der Einblendung eines Banners sollte ich bestimmte Unternehmen redaktionell begleiten. Dabei sprach mein Gesprächspartner explizit vom “Pushen von Aktien”. Ziel sei es, die Bekanntheit von Unternehmen aus dem Rohstoffsektor zu erhöhen und die Börsenumsätze zu steigern. Für meinen Dienst wurde mir eine monatliche Zahlung zwischen 2000 und 3000 Euro in Aussicht gestellt. (weiterlesen…)
Zwei Machbarkeitsstudien in 2007:
Blue Pearl Mining goes Wall Street
Gestern hat Blue Pearl Mining den Finanzbericht des vergangenen Jahres veröffentlicht und einen Cash-Flow von rund 75 Millionen US-Dollar vermeldet, der innerhalb von wenigen Wochen erwirtschaftet wurde. Ein Beweis dafür, dass das Unternehmen produziert und bereits Geld verdient. Die heutige Analystenkonferenz brachte weitere Neuigkeiten zu Tage. Die Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie für das Davidson-Projekt wurde auf das zweite Quartal dieses Jahres terminiert und es wurde angekündigt, dass man auch für die Endaco-Liegenschaft eine Machbarkeitsstudie in Planung hat. Diese soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Neben Updates zu den Liegenschaften gab Blue Pearl Mining bekannt, dass man den Namen des Unternehmens in Thompson Creek Metals ändern wird. Das Management ließ verlauten, dass dieser Name bei Kunden geläufiger sei und insbesondere in den USA besser aufgenommen werden würde. Während der Hauptversammlung sind die Aktionäre gefragt, dem Antrag zur Namensänderung zuzustimmen. (weiterlesen…)
Dax geht in Deckung:
Banker sehen Kriegsgefahr zwischen USA und Iran
Nach der weltweiten Erholung an den Börsen steigt nun wieder die Nervosität: Neben der prekären Situation am US-Immobilienmarkt drückt nun zunehmend auch der Ölpreis auf die Stimmung der Anleger. Grund sind angebliche Pläne des US-Verteidigungsministeriums, Iran mit einem spontanen Militärschlag angreifen zu wollen. Eine Studie der ING-Bank kommt zum Ergebnis, dass ein derart spontaner Krieg auch die Finanzmärkte überraschen und in der Folge zu starken Kurseinbrüchen an den Börsen führen könnte. Der letzte Irak-Krieg war im Vorfeld lange erwartet worden, daher stiegen die Aktienmärkte bei Ausbruch des Krieges bereits wieder, so die Analysten. Diese Überlegungen sind allein schon deswegen nachvollziehbar, weil nach den erschütternden Erfahrungen im Nachkriegs-Irak kaum ein Beobachter der Szenerie mehr an einen unkomplizierten, von technischer Überlegenheit geprägten Präventionskrieg glaubt. Vielmehr haben die Erfahrungen im Irak gezeigt, dass die Präsenz der US-Militärs Terroristen aus der gesamten Region dazu motiviert, eine Art Terror-Tourismus zu betreiben und die US-Armee in einen Guerilla-Krieg zu verwickeln. (weiterlesen…)
Produktion Anfang 2009:
Adanac Molybdenum ist noch für Überraschungen gut
Nicht zuletzt die Auflage einer Beteiligungsgesellschaft für Molybdän-Explorer durch Investment-Legende Eric Sprott hat dem silbernen Rohstoff zu neuer Popularität verholfen. Kleinere Explorer aus dem Molybdän-Geschäft haben auch in Deutschland immer mehr Aktionäre. Adanac Molybdenum ist neben der ebenfalls bereits bekannten Moly Mines eine Gesellschaft, die sich ganz auf die Produktion von Molybdän fokussiert hat. Mit dem Ruby-Creek-Projekt möchte Adanac bereits im ersten Quartal 2009 in Produktion gehen. Neben Ruby Creek verfügt Adanac über drei weitere Molybdän-Liegenschaften in den USA, die allerdings noch weniger entwickelt sind. Für Ruby Creek wurde im Februar 2006 eine Machbarkeitsstudie (”bankable feasibility study”) vorgelegt und die Ressourcen vor wenigen Tagen um zehn Millionen Pfund auf 295 Millionen Pfund Molybdän erweitert. Adanac-CEO Michael MacLeod möchte sein Unternehmen mit Ruby Creek zu einem weltweit anerkannten Produzenten von Molybdän formen und das seit Jahren erste Molybdän-Projekt im Tagebau entwickeln. (weiterlesen…)
Hoch oder runter?
Noch wartet der Dax ab
Ein turbulenter Monat geht zu Ende: Tiefstständen um 6450 Punkte stehen die aktuellen Dax-Notierungen um 6900 Punkte entgegen. Dies war definitiv die lang erwartete Korrektur. Doch obwohl zahlreiche Anleger bereits wieder von Kursen jenseits der 7000-Punkte-Marke träumen, zeigt sich der Dax seit Tagen störrisch und scheitert immer wieder an den 6900 Punkten. Im Laufe des Tages werden aus den USA weitere Konjunkturmeldungen erwartet, die wohl letztendlich den Ausschlag geben dürften. Dreht das Börsenbarometer erneut in die Verlustzone, rechnen pessimistische Anleger mit einem neuerlichen Einbruch des deutschen Leitindex. Ebenso dürfte ein deutliches Überschreiten der 6900 Punkte Marke und positive Vorgaben aus den USA den Weg in Richtung der 7000-Punkte-Marke ebnen. Der Dax steht wieder einmal am Scheideweg. In den vergangenen Wochen fielen die Konjunkturaussichten in den USA wieder deutlich besser aus. Ebenso heizen heute Übernahmephantasien um deutsche Banktitel die Gerüchteküche an. Der Nachmittag wird zeigen, ob die Bullen endgültig die Oberhand gewinnen können. Nur wenn sich der Dax wieder in ruhigerem Fahrwasser bewegt, kann endgültig von einem Ende der Korrektur gesprochen werden.
Über die erfolgreichste Anlagestrategie der Welt:
Value Investing mit Mario Wolff
Mario Wolff ist Valueanleger und Betreiber des deutschsprachigen Content-Portals Valueinvesting.de. Dieses konzentriert sich auf die langfristige und konservative Kapitalanlage in Aktien. Seine Anlagestrategie ist das sogenannte Value Investing mit einer grahamschen Sicherheitsmarge, dies meint den Kauf von Aktien für weniger als ihren kalkulierten Wert. Dabei liegt sein Schwerpunkt auf Unternehmen, die hohe Renditen auf das von ihnen eingesetzte Kapital erwirtschaften.
Aktien-Blog: Herr Wolff, Sie betreiben mit Valueinvesting.de ein Informationsportal zum Thema “Value Investing”. Wann haben Sie begonnen, sich auf diesen Ansatz zu konzentrieren, oder waren Sie schon immer Value-Investor? (weiterlesen…)