Dr. Gisela Blecher-Stratmann empfiehlt:
Adori, Artstor, Agiv, Popnet - Spam vom Feinsten
Aktien-Spam kennen die meisten Börsianer nur in englischer Sprache und zu Unternehmen aus dem amerikanischen Pennystock-Sektor Pink Sheets. Seit einigen Wochen machen jedoch auch deutsche Spammer auf sich aufmerksam: Unter Namen wie “Deutscher Anlage Report” oder “Gesellschaft für Aktienanalyse” empfehlen wohlklingende Pseudonyme wie Dr. Walter Sander oder Dr. Gisela Blecher-Stratmann deutsche Pennystocks wie Adori, Artstor, Agiv Real Estate oder Popnet mit Floskeln wie “Potential weit nach oben vorhanden”. Frau Blecher-Stratmann schmückt sich zusätzlich mit dem Titel “Chartexpertin”. Meist bewerben diese Spam-eMails einen Börsenmantel, in den angeblich eine Geschäftstätigkeit eingebracht werden soll. Auch wenn die eMails samt Namen der vermeintlichen Absender für die meisten Anleger nicht mehr als Unterhaltungswert haben sollten, gibt es doch Investoren, die auf diese Spam-Mails hereinfallen.
So konnte sich die Aktie von Artstor in der Spitze fast verzehnfachen und das innerhalb nur weniger Tage. Ebenso die Papiere von Adori. Den Spammern, denen unterstellt werden muss, die Aktien vor ihren illegalen Werbewellen gekauft zu haben, winken hier schnelle Gewinne. Erstaunlich ist allerdings, dass es scheinbar immer wieder Menschen gibt, die auf unaufgeforderte und kostenlose Empfehlungen in unseriöser Form hereinfallen, denn nach der rapiden Vervielfachung folgt der Absturz. Aussagen wie “Schlau Geld investieren durch erste Informationen” oder “Laut unserer Chartanalyse hat die Aktie enormes Potential” reichen aber scheinbar doch aus, um in manch einem Anleger die Gier zu wecken - das böse Erwachen folgt meist schnell.

In Amiland gehen sie jetzt schon richtig gegen Spam vor und schließen Unternehmen vom handel aus. die frage ist: was können die unternehmen dafür?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/86477
timo
Kommentar von Timo — 9. März 2007 @ 15:19
Hallo Timo!
Die Unternehmen können meist nichts dafür. Durch eine Handelsaussetzung werden aber die potentiellen Anleger vor den Machensschaften der Spammer geschützt. Ein ausgesetztes Unternehmen kann nicht gekauft werden und somit fallen weniger gutgläubige Spam-Opfer auf diese Börsen-Spams rein.
Kommentar von Nico Popp — 9. März 2007 @ 15:53
Was ist von der Gratis-Analyse von DEUTSCHER INVESTMENT REPORT zu halten, der regelmäßig über den kostenlosen Newsletter von hotstock-trading.de verteilt wird? Sind das auch solche Spammer, ohne etwas dahinter?
Kommentar von Richard — 9. März 2007 @ 18:05
Ich kenne einige der erwähnten Analysen. Diese Empfehlungen werden soweit ich weiß nicht unaufgefordert verteilt, sind also kein Spam. Vielmehr treffen die Urheber wohl mit Newslettern Vereinbarungen über die Verteilung der Empfehlungen.
Grundsätzlich finde ich bei solchen Geschichten immer folgende Fragen interessant:
Warum wollen mich wildfremde Menschen scheinbar kostenlos und aus freien Stücken zu meinem Investment-Glück zwingen? Oder steckt etwa etwas anderes dahinter?
Grundsätzlich ist es nicht unüblich, dass Unternehmen “Analysten” dafür bezahlen, damit diese “Analysen” verfassen. Ich persönlich bin bei kostenlosen Empfehlungen daher vorsichtig.
Kommentar von Nico Popp — 9. März 2007 @ 18:13
[...] Also aufgepasst und ruhig bleiben. Wer in solche Aktien investiert, dem ist nicht mehr zu helfen. Wenn also demnächst wieder Mails zu Adori, Artstor, Agiv oder Popnet in eure Postfächer einschlagen, ab in den Filter damit, denn das ist Spam vom Feinsten. Und hoffentlich reagiert man hierzulande auch bald so wie bei den Amis, denn die US-Börsenaufsicht setzt mit Spam beworbene Firmen vom Handel aus! [...]
Pingback von PopNet explodiert - S-O-S SEO Blog — 10. März 2007 @ 16:39
Hallo
Mich würde Interessieren wie ich die Aktien-Spam-Mails von Gisela Blecher-Stratmann “deutscher-anlage-report” erhalten kann ? VIELEN DANK FÜR EURE HILFE!!!
Kommentar von SASCHA — 25. März 2007 @ 01:17
[...] doch vertrauen viele, vor allem unerfahrene Aktionäre auf ihre Gurus und Experten die ihnen Kursverdoppler, Depotraketen und andere Rohdiamanten versprechen. Es klingt so einfach. Ich investiere mein Geld in die empfohlenen Papiere und [...]
Pingback von focusonmarkets.com - financial and economic weblog » Archive » There Ain’t No Such Thing As A Free Lunch — 12. April 2007 @ 11:06
Adori wurde bei 8 Cent empfohlen. Wer da zu 20 Cent gekauft hat ist selbst schuld. Der Spammer hat ja nicht gesagt, dass man bei 20 Cent kaufen soll.
Kommentar von Wolfgang Beil — 6. Mai 2007 @ 17:42
Ich bin mal wieder völlig im Kursraketenfieber! Die Postfächer sind voll von dem Dreck und niemanden scheint es zu kümmern! Ich kann den Scheiss echt nicht mehr sehen! Kann man diese Typen nicht einfach abschiessen?
Kommentar von Raik — 10. Mai 2007 @ 01:01