Alno-Insolvenz: Die Letzten beißen die Hunde


Alno: Trotz schöner Küchen in die Insolvenz

Alno: Trotz schöner Küchen in die Insolvenz

Was ist los mit Alno? Der insolvente Küchenhersteller wird sein Geschäft als neues Unternehmen fortführen. Was für Beschäftigte und Gläubiger eine gute Nachricht ist, sollte Aktionäre eigentlich kalt lassen. Schließlich sind diese Eigentümer der alten Alno AG. Die alte Aktiengesellschaft jedoch hat ausgedient – der Küchenbauer hat sein Geschäft an den britischen Investor Riverrock verkauft. Alno-Aktionäre besitzen – Stand heute – fast nichts mehr. Trotzdem vollführt die Aktie regelmäßig Freudensprünge. Bereits nach Meldung der Übernahme der Geschäftstätigkeit sprang die Alno-Aktie um mehr als 50 Prozent nach oben. Nur um danach wieder in sich zusammenzufallen, wie ein stehengebliebenes Soufflé. Wie kommt das?

Bekannte Namen locken Insolvenz-Zocker an

Obwohl so genannte Asset-Deals aus der Insolvenzmasse in der Regel immer zu Ungunsten der Aktionäre ausgehen, stürzen sich immer wieder Zocker auf Aktien wie Alno. Ausgebuffte Trader spielen Reise nach Jerusalem: Wer schnell, erfahren und ausgebufft ist, sucht beim ersten Anzeichen von Schwäche den Ausstieg. Wer zu langsam ist oder wirklich an die Rettung bei der vom Markt hochgejazzten Aktie glaubt, schaut in die Röhre.

Die Erfahrung mit Insolvenz-Unternehmen hat gezeigt, dass die Ausschläge nach oben mit zunehmender Bekanntheit der Gesellschaft größer werden. Große Namen locken immer auch unbedarfte Anleger an, die daran glauben, mit Insolvenz-Zocks nachhaltige Gewinne einstreichen zu können. Doch nach und nach nimmt die Volatilität selbst bei Aktien wie Alno ab. Irgendwann verlieren selbst die hartgesottensten Trader das Interesse am insolventen Börsenmänteln. Spätestens dann verstehen auch die gutgläubigen Anleger, dass es mit dem Comeback ihrer Aktie nichts wird.

Alno-Insolvenz: Besser auf die Fakten verlassen

Auch bei Alno werden am Ende einige Privatanleger frustriert zurückbleiben. Wer auf diese Weise Lehrgeld bezahlt, sollte die Situation abhaken und versuchen, ähnliche Fehler nicht zu wiederholen. Das Prinzip Hoffnung hat an der Börse bislang nur in den seltensten Fällen funktioniert. Wer sich davon verabschiedet und stattdessen auf die Fakten blickt, fährt langfristig besser.


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