Unterlagen verschlampt?
Anaconda Gold seit Wochen vom Handel ausgesetzt
Die Aktie von Anaconda Gold befindet sich bereits seit Monaten auf den Beobachtungslisten spekulativer Anleger. Bereits im ersten Quartal diesen Jahres hatte Markus Frick der Aktie und Anlegern der ersten Stunde eine rosige Zukunft versprochen. Diesen Vorschusslorbeeren konnte das Papier jedoch nicht gerecht werden: Von Kursen um 0,45 Euro raste die Aktie in der ersten Jahreshälfte unter die Marke von fünfzehn Cent. Bis Ende September die Erholung auf rund 0,40 Euro. Während der heißen Monate hatten zahlreiche Börsenbriefe erneut auf Anaconda Gold aufmerksam gemacht und diese Erholung so begünstigt. Tatsächlich wartete Anaconda Gold mit einer spektakulären Unternehmensmeldung auf: Mit Colorado Minerals konnte ein anderer Rohstoff-Explorer übernommen werden. Darauf hatten die Anleger spekuliert - eine positive Unternehmensmeldung, die dem Kurs kurzfristig Schub geben kann. Jedoch hatten die Anleger nicht mit der kanadischen Börsenaufsicht gerechnet: Wegen fehlender Unterlagen zur Übernahme wurde die Aktie von Anaconda Gold vom Handel ausgesetzt. Mittlerweile sitzen gutgläubige Anleger seit fast einem Monat auf ihren Anaconda-Aktien und werden zunehmend ungeduldig. Zwar sind Handelsaussetzungen in diesem Sektor nichts Ungewöhnliches, sie dauern allerdings selten länger als einen Handelstag. Die Luft wird dünner für Aktionäre von Anaconda Gold. Wenn die nötigen Unterlagen auch bald eingereicht werden, wirft dieser Vorfall doch ein schlechtes Licht auf das Management des Unternehmens und die gesamte Rohstoff-Branche.

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Kommentar von Pochka — 5. Oktober 2008 @ 09:47