Anaconda Gold:
Nicht alle Empfehlungen steigen
Häufig schreibe ich auf Aktien-Blog von Rohstoff-Explorern, die von diversen Börsendiensten empfohlen wurden und sehr stark steigen. Der Rohstoff-Sektor hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Spielplatz für Börsenbriefe und Privatanleger entwickelt. Steigende Rohstoffpreise, der enorme Hebel und die meist geringe Marktkapitalisierung von Explorationsgesellschaften sind die Gründe dafür. Doch die Börse ist - wer hätte das gedacht - keine Einbahnstraße! Es kam auch schon häufig vor, dass vermeintliche “Kursraketen” kurz nach ihrer Empfehlung abstürzten. Eines dieser Beispiele ist Anaconda Gold. Diese Aktie wurde über 0,50 Euro von Markus Frick empfohlen und stürzte dann auf Kurse um 0,40 Euro. Hier sollte die Aktie “ihren Boden gefunden” haben, so der self-made-man aus Sinsheim, beziehungsweise Berlin. Doch machte der Markt Herrn Frick einen Strich durch die Rechnung: Heute notiert Anaconda bei 0,20 Euro. Natürlich ist jeder Anleger selbst für sein Geld verantwortlich und enge Stop-Loss-Limits sollten bei solchen Werten obligatorisch sein. Doch zeigt das Beispiel von Anaconda Gold wieder einmal, dass Anleger auch Empfehlungen kritisch gegenüberstehen sollten. Wer jedoch entschlossen handelt und seine Investments überwacht, kann mit Empfehlungen Geld verdienen. Der Fall Anaconda ist indes noch nicht abgeschlossen: In Anlegerforen wird darüber spekuliert, ob Markus Frick die Aktie von Anaconda am kommenden Montag in sein Trading-Depot aufnehmen will. Aktionäre, die bei 60 Cent eingestiegen sind, werden mit Anaconda wohl keinen Gewinn mehr erzielen, aber für einen kann die Aktie dennoch zur Erfolgs-Story werden: Markus Frick.









