Anlagealternative Immobilien: Zwischen Einzelimmobilie und Reit


Reits investieren im großen Stil in Immobilien (Foto: Gagfah)

Auch zwei Jahre nach der Krise sind Anleger verunsichert, welche Anlageform die richtige für sie ist. Zu viel Risiko ist genauso wenig gewünscht wie mangelhafte Flexibilität. Das fordert eine Alternative, die es schafft, beide Eigenschaften miteinander zu verbinden. Eine gern ins Auge gefasste Investmentform sind hier nach wie vor Immobilien. In kleinerem Maßstab können der Kauf und die Vermietung und Verwaltung eines Objekts über längere Zeit eine wirklich nennenswerte Wertsteigerung des Objektes mit sich bringen.

Momentan lohnen sich Ankäufe von Objekten und Baugrund insbesondere im Berliner Umland, wo beispielsweise für stadt- und flughafennahe Orte wie Kleinmachnow eine Annäherung der Preise an die des direkten Berliner Umlands, des sogenannten „Speckgürtels“, in den nächsten zehn Jahren prognostiziert wird. Auch um Hamburg ist die Spitze der Preise noch nicht erreicht, auch wenn hier der Markt schon eng ist. Solche Direktinvestitionen erfordern natürlich einige Fachkenntnis und durch die eigenverantwortliche Vermietung und Verwaltung auch einigen Aufwand. Flexibilität ist kaum gegeben und das Risiko trägt man ebenfalls recht allein. Dagegen kann man mit Immobilienbeteiligungen sein Geld für sich arbeiten lassen, ohne selbst den Aufwand zu haben. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Investition mit individuellen Vor- und Nachteilen.

Reits bieten mehr Flexibilität als Immobilienfonds

Geschlossene Immobilienfonds sind momentan nicht gerade zu empfehlen, denn von den insgesamt 21 getesteten Immo-Fonds der Ratingagentur Scope fielen mehr als die Hälfte durch. Häufig zu unflexibel und von Verlusten und Auflösungen bedroht, lautet das Urteil. Hier kann nur gewinnen, wer bei den großen Anbietern mit weit verzweigtem Filialnetz untergekommen ist. Dabei gehörten die Fonds einst zu einer der beliebtesten Anlageformen der Deutschen, besonders da die steuerlichen Rahmenbedingungen äußerst günstig waren.

Besser aufgestellt sind allerdings derzeit Immobilienaktien. Hier kann man über die Börse in interessante Immobilien investieren, allerdings nur indirekt. Dafür kann man schon mit geringen Summen einsteigen und hat eine fungible Kapitalanlage. Wer sein Geld als Privatanleger flexibel und sinnvoll anlegen will, der hat seit 2007 die Möglichkeit in sogenannte REITS zu investieren. In den Vereinigten Staaten sind sie schon in den 60er Jahren etabliert worden und nun seit zwei Jahren auch als Anlageform in Deutschland zugelassen. REITS steht als Abkürzung für das englische „Real Estate Investment Trust“ und ist in etwa mit Gesellschaft für Investment in Immobilien und Grundbesitz zu übersetzen. Die gesetzlichen Bestimmungen richten sich nach denen einer AG und dem Zweck, Immobilien zu verwalten und zu besitzen. Vorteil ist eine regelmäßige Gewinnausschüttung und hohe Flexibilität.


Mai 27, 2011

2 Gedanken zu „Anlagealternative Immobilien: Zwischen Einzelimmobilie und Reit

  1. Graulich

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    es ist schon verwunderlich, dass die Immobilienpreise in flughafennahen orten gute Prognosen aufweisen, obwohl der BBI Schönefeld der Grund für Massendemonstrationen und Wegzüge aus diesen Orten ist. Wenn Sie zudem schreiben, dass Kleinmachnow nun auch wie der Speckgürtel um Berlin gewertet wird, vermute ich mal, das Sie keine Landkarte haben. Sonst wäre Ihnen nicht entgangen, dass Kleinmachnow schon länger im Speckgürtel liegt, nämlich gleich hinter Berlin-Zehlendorf und das schon immer. Nur ist es dort nicht mehr so nett in diesem Ort, da die grüne Idylle vom Beton der Zuzügler überwuchert wird. Sie sollten also Ihre Grundstücke schnell verkaufen, denn bevorzugt siedeln viele Berliner seit einiger Zeit nun ein paar Kilometer weiter in Stahnsdorf, wegen der Idylle – die es da noch gibt.
    MfG
    Graulich

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  2. Pingback: Aktien-Blog » Anleihen oder Immobilien? Vergleich der wichtigsten Anlageklassen

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