Autobauer verschmähen Magna: Geht Continental gestärkt aus der Autokrise hervor?


Gute Aussichten: Conti-Aktie feiert die ZukunftDie Hängepartie zwischen Continental und Schaeffler war eines der bestimmenden Themen der Finanzkrise. Auch die drohende Opel-Pleite und das Engagement des österreichisch-kanadischen Automobilzulieferers Magna beim Autobauer aus Rüsselsheim bestimmte die Krisenberichterstattung. Nach jüngsten Berichten fürchten führende deutsche Autobauer um ihre Betriebsgeheimnisse und haben Magna bereits Aufträge entzogen. Neben dem insolventen Zulieferer Karmann, der wohl statt Magna einen Auftrag von Volkswagen erhalten wird, kann sich auch Continental Hoffnung auf neue Kunden machen.

Während Analysten wie Gaeten Toulemonde von der Deutschen Bank noch steigende Margen in der Reifensparte als Argument für Kurse um 35 Euro betonen, arbeitet man bei Continental weiter an Restrukturierungen für künftige Gewinne. So wurde kürzlich bekannt, dass mit Peter Gutzmer ein Motorenexperte von Schaeffler verpflichtet wurde, um mechanische Probleme bei Benzinpumpen in den Griff zu bekommen. Sollte die Neuausrichtung einiger kriselnder Sparten gelingen, könnte Continental wie auch Schaeffler von der Skepsis deutscher Autobauer gegenüber Magna profitieren.

Ausbruch über 45 Euro wäre Trendwende für Conti-Aktie

Licht am Ende des Tunnels: Schafft es die Conti-Aktie nachhaltig aus dem Tal?Für eine optimistische Haltung gegenüber Conti spricht auch, dass das Unternehmen seine Rolle bei alternativen Antrieben und Umwelttechnologie stärken möchte. Im Oktober soll Wolfgang Reitzle, CEO des unter anderem auf Umwelttechnik spezialisierten Anlagenbauers Linde, Aufsichtsratschef bei Conti werden. Auch werde man künftig einen Antrieb für Elektroautos liefern, so Conti-CEO Elmar Degenhart. Wenn auf der geplanten Aufsichtsratssitzung am 19.10.09 zudem ein neuer Finanzvorstand für das hoch verschuldete Unternehmen gefunden ist, könnte die künftige Ausrichtung klar sein und neue Investoren anlocken.

Die Conti-Aktie nimmt die Restrukturierungen sowie die sich aufhellende konjunkturelle Lage trotz geplanter Kapitalerhöhung bereits seit Monaten zum Anlass, weiter zu klettern: Seit März hat sich das Papier mehr als verdreifacht! Die Neuausrichtung mit einem Fokus auf Zukunftsbranchen könnte neben der Unabhängigkeit Contis im Vergleich zum unter die Autobauer gegangenen Konkurrenten Magna ein Trumpf für den klassischen Zulieferer aus Hannover sein. Ein Ausbruch über die langfristigen Widerstände um 45 Euro wäre für die Aktie auch aus charttechnischer Sicht ein Signal zur Trendumkehr. Nach oben wäre in diesem Fall noch eine Menge Luft: Vor der Krise notierte die Contie-Aktie jenseits von 100 Euro.


Aktien-Info

LINDE AG
WKN: 648300
ISIN: DE0006483001
Herkunft: Deutschland
Branche: Chemie
Nachrichten:  LINDE AG
MAGNA INTERNATIONAL INC
WKN: 868610
ISIN: CA5592224011
Herkunft: Kanada
Branche: Fahrzeuge
Nachrichten:  MAGNA INTERNATIONAL INC
CONTINENTAL AG
WKN: 543900
ISIN: DE0005439004
Herkunft: Deutschland
Branche: Fahrzeuge
Nachrichten:  CONTINENTAL AG
VOLKSWAGEN AG
WKN: 766400
ISIN: DE0007664005
Herkunft: Deutschland
Branche: Fahrzeuge
Nachrichten:  VOLKSWAGEN AG

Die Aktien-Informationen und Marktdaten stammen von finanznachrichten.de.
Oktober 1, 2009

Ein Gedanke zu „Autobauer verschmähen Magna: Geht Continental gestärkt aus der Autokrise hervor?

  1. Timfred

    Für mich haben alle Autohersteller den Zukunftstrend Elektroautos verpennt! ich glaube nicht, dass da impulse für den Kurs herkommen können. Wenn die KE zu einem guten Kurs klappt ist schonmal viel für COntinental gewonnen.

    Antworten

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