18. Februar 2007

Wasser ist Leben!
Was geht ab bei Bloomberg TV?

Bloomberg, die Mutter aller deutschen Wirtschaftssender, macht mir ernsthaft Sorgen. Was ist da geschehen? Es ist nicht das neue Layout des Laufbandes oder der Ticker, was mir zu denken gibt. Offenbar wird nun kräftig auf die Kostenbremse getreten. Keine Live-Schaltung mehr von der Galerie mit dem Dax-Chart im Hintergrund, sondern aus dem Garderobenbereich ganz tief unten. Zuerst dachte ich, es würde an Umbauarbeiten liegen und das würde schon wieder, aber dem ist anscheinend nicht so. Herr Schupp und seine Kollegen kommentieren das aktuelle Marktgeschehen nun während sich im Hintergrund die Händler ihre Mäntel holen um zu Tisch zu gehen. Ein weiteres Beispiel ist die Sendung “Schlussglocke”, in welcher Herr Wille teilweise ohne teure Live Schaltung an die New Yorker Börse die Zeit mit einem Gast überbrücken muss. Wo doch die Live-Berichte von Herrn Wille, wenn er sie selbst macht, so mitreißend sind wie kaum eine Sportveranstaltung.

Gespart wurde bei Bloomberg ja schon immer und zwar am Wasser. Legendär sind die Hüstel- und Krächzanfalle von Frau Schmidt, die teilweise besorgniserregend wirken. Wie oft dachte ich mir: “Reicht der Frau mal ein Glas Wasser!” Auch bei vielen Gästen sind ähnliche Symptome immer wieder zu beobachten. Ich habe in all den Jahren bei Boomberg nie ein Glas Wasser gesehen. Aber dann Werbung von World Vision: “Wasser ist Leben!” Ich würde gerne einmal die Gesichter von Frau Schmidt und den zahlreichen Gästen während dieser Werbespots sehen.

Doch aller Kritik zum Trotz: Bloomberg ist Börsenjournalismus vom Feinsten! Ich werde diesen Sender auch dann noch einschalten, wenn aus der Besenkammer kommentiert wird. Kein anderes Programm kann Bloomberg das Wasser reichen!

Über den Autor:

Andreas König beschäftigt sich seit rund zwanzig Jahren mit der Börse und hat sich auf Handelssysteme spezialisiert. Auf seiner Webseite Yellow Casa bietet Herr König Interessenten kostenlos Einblick in die Thematik. Innerhalb der vergangenen Jahre konnte das Handelssystem von Yellow Casa durch den Handel mit Derivaten eine beeindruckende Performance erzielen.

von Andreas König am 18. Februar 2007 um 13:00 Uhr, Anekdoten, Glossen, Kommentare

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