Archiv der Kategorie: Anekdoten

Gerade die Börse schreibt immer wieder Geschichten mit unfreiwilliger Komik. Ob hochgejubelte Unternehmen zweifelhafte Übernahmeangebote abgeben, angetrunkene Manager auf Messen lauthals den Erfolg des eigenen Unternehmens anpreisen oder wertlose Börsenmäntel von dubiosen Newsletter-Betreibern in ungeahnte Höhen „gepusht“ werden. Amüsante und bemerkenswerte Anekdoten rund um die Börse sollen hier gesammelt werden.

Gold to go: Edelmetallhändler plant 500 Goldautomaten


Der erste Goldautomat stand gestern in Frankfurt - weitere sollen folgenDie Nachfrage nach physischen Goldvorräten scheint nach wie vor ungebrochen zu sein: Innerhalb der vergangenen Monate starteten einige Edelmetallhändler Online-Shops, um der erhöhten Nachfrage im Zuge der Finanzkrise gerecht werden zu können. Nach dem Franchise-Prinzip kann nach einigen Formalitäten gar jeder Möchtegern-Edelmetallhändler seinen eigenen Shop eröffnen. Nun erfährt der Boom der Goldhändler eine weitere Steigerung. In Frankfurt konnten sich Interessierte gestern an einem Goldautomaten mit dem Krisenmetall eindecken – „stets günstiger als bei den lokalen Banken“, betont „Gold-Super-Markt.de“, der Initiator der gestrigen PR-Aktion in einer Pressemitteilung. Weiterlesen


Mai 20, 2009

Suizid eines Managers: Freddie-Mac-CFO Kellermann tötet sich selbst

Die Polizei geht von einer Selbsttötung aus: Freddie-Mac-CFO Kellermann wurde 41 Jahre altDie Serie von durch die Wirtschaftskrise motivierten Selbstmorden unter Managern scheint sich fortzusetzen: Wie US-Medien berichten, beging der Finanzvorstand des US-Immobilienfinanzierers Freddie Mac, David Kellermann, in der vergangenen Nacht Suizid. Der 41-jährige Kellermann wurde gegen fünf Uhr morgens leblos von seiner Ehefrau aufgefunden. Der Manager bekleidete erst seit September des vergangenen Jahres den Posten des Finanzvorstandes beim krisengeschüttelten Immobilienfinanzierer Freddie Mac und war seit 1992 für das Unternehmen tätig.

April 22, 2009

Fallstricke beim Forex-Handel: EUR/USD oder was…?

Forex-Handel: Nicht vorschnell auf den Zug aufspringenMiss EUR/USD ist derzeit wieder in aller Munde wenn es um Devisenhandel geht. Die Vorliebe für diese reizende Dame fordert jedoch regelmäßig Opfer. Es verhält sich dabei ein bisschen wie beim Mythos um Odysseus und Sirene. Eines möchte hier dennoch klar stellen: Devisen eignen sich wie kein anderes Instrument dazu, charttechnisch gehandelt zu werden. Beim Währungspaar EUR/USD muss man allerdings schon ein gutes Auge und ein wenig Erfahrung haben, wenn man dauerhaft ertragreich handeln möchte. Ich möchte vorweg schicken, dass ich wahrlich kein Freund der Rückwärtsanalyse bin, um zu berichten was hätte sein können oder sollen. Aber manchmal ist es ganz hilfreich, auch mal zurück zu schauen und zu begreifen, was vor sich geht und welche Erkenntnisse man für die Zukunft aus der Vergangenheit gewinnen kann. Weiterlesen

März 26, 2009

ProSiebenSat.1, Leoni oder Gagfah: Nebenwerte werden zum Spielball des turbulenten Marktes

Automobilzulieferer Leoni: Sind die Kursgewinne der Aktie nur ein Strohfeuer?Die positive Stimmung der vergangenen Tage setzt sich auch heute fort: Zum Mittag legte der Dax-Index rund 1,4 Prozent auf 3940 Punkte zu. Dies färbt auch auf einige gebeutelte Nebenwerte ab, die heute zum ersten Mal seit vielen Tagen im Plus notieren. So liegen die Anteilsscheine von ProSiebenSat1 Media nach neun schwachen Handelstagen erstmals wieder im Plus. Die Aktie stemmt sich gegen ein Dasein als Pennystock und klettert zur Stunde um 7,8 Prozent auf 0,97 Euro. Weiterlesen

März 11, 2009

Folgenreicher Tippfehler einer Großbank: Wie ein Mistrade Kleinaktionären günstige Einstiegskurse bescherte

Firmensitz der Royal Bank of Canada in TorontoZahlreichen Aktionären des Uran-Explorers Forsys Metals dürfte gestern vermutlich kurzzeitig das Herz stehen geblieben sein: Die Aktien der Gesellschaft, die bis Mitte März gegen ein Barangebot von sieben kanadischen Dollar (CAD) je Anteilsschein übernommen werden sollen, stürzten im kanadischen Handel zeitweise um dreißig Prozent und wurden anschließend vom Handel ausgesetzt. Zunächst dachten alle Beobachter an ein spätes Scheitern der Übernahme durch George Forrest International. Dann folgte jedoch die Entwarnung. Der Grund für den Kursrutsch war nach Angaben der Börse in Toronto ein so genannter Mistrade: Ein Händler der Royal Bank of Canada soll sich beim Verkauf von Forsys-Aktien vertippt und so statt 3200 Anteilen die hundertfache Anzahl unlimitiert auf den Markt geworfen haben. Weiterlesen

März 4, 2009

Nur auf den ersten Blick ein gutes Geschäft: Merkwürdiges Umtauschangebot für Aktionäre von Sabina Silver

Wer will tauschen? Die weitgehend unbekannte SPV verwaltet physische EdelmetallbeständeSämtliche deutschen Aktionäre des Gold- und Silber-Explorers Sabina Silver haben in den vergangenen Tagen ein Schreiben erhalten, in dem ihnen von der Beteiligungsgesellschaft Polaris ein Angebot zum Tausch ihrer Aktien gemacht wird. Für sieben Anteile von Sabina Silver sollen die Anteilseigner eine Aktie der SPV AG & Co. KGaA erhalten. Gemessen am Vermögen je SPV-Aktie ergibt sich so ein theoretisches Angebot von 0,56 Euro für einen Anteilsschein von Sabina Silver. SPV ist derzeit allerdings nicht an der Börse notiert und plant nach eigenen Angaben aufgrund des „negativen Börsenumfeldes“ auch kein Listing. Weiterlesen

März 2, 2009

Aktienmärkte drehen wieder ins Minus: Keine Anzeichen für eine Entspannung

'Ich springe wann ich will!' Der Dax ist nicht tot, aber launisch„Even a dead cat will bounce if it’s dropped from high enough!“ Mit dieser Börsenweisheit begründeten in den vergangenen beiden Tagen viele Anleger eine Spekulation auf eine zwischenzeitliche Erholung der Aktienmärkte. In der Realität müssen diese Versuche nun als gescheitert angesehen werden. Nachdem der Dow-Jones-Index gestern um mehr als drei Prozent zulegen konnte, zeigte sich der Dax am Morgen nur noch verhalten optimistisch. Weiterlesen

Februar 25, 2009

Verschleierungstaktik bei der Solar-Gesellschaft? Powerbags bleibt seinem Ruf treu

Eigenkapitalschwund bei Powerbags: Geht für den Solarzellenhersteller die Sonne unter?Es ist ruhig geworden um die zahlreichen Newsletter-Aktien, die noch vor zwei Jahren mit zweifelhafter Geschäftstätigkeit und getrieben von Phantasie in Börsenforen heiß diskutiert wurden. Eine dieser Aktien ist Powerbags. Der Hersteller von Solarzellen machte noch vor einigen Jahren durch eine Schadenersatzklage gegen den GSC-Research-Analysten Matthias Schrade auf sich aufmerksam, nachdem dieser die Geschäftstätigkeit des Unternehmens angezweifelt hatte. Die Klage über 3,5 Millionen Euro wurde inzwischen vollständig abgewiesen. Es scheint, als hätte Powerbags das Geld gut gebrauchen können, denn inzwischen berichtet Schrade in seinem Blog über einen deutlichen Eigenkapitalschwund bei Powerbags. Weiterlesen

Februar 24, 2009

US-Konjunkturdaten beflügeln: Industrietitel sorgen für Kursgewinne – Zweifel bleiben

Modernstes Stahlwalzwerk der Welt bei ThyssenKrupp in Duisburg: Hoffnung auf neue AufträgeGute Konjunkturdaten aus den USA haben am Mittwoch auch den Verlauf des deutschen Aktienindex positiv beeinflusst. Das Börsenbarometer legte um 2,7 Prozent auf 4492 Punkte zu. An der Spitze des Index notieren in erster Linie Unternehmen aus der Industrie: Die Aktien von ThyssenKrupp, MAN und Salzgitter kletterten heute zwischen acht und neun Prozent. Insbesondere der wider Erwarten gestiegene ISM-Index für den Dienstleistungssektor in den USA machte den Anlegern Hoffnung auf eine positive Wende der US-Konjunktur. Weiterlesen

Februar 4, 2009

Wie soll man die Banken retten? Anleger sehen wegen „Rettungs-Hickhack“ schwarz

„Bad Banks“ ja oder nein und falls ja nach welchem Modell? Verstaatlichung aller Banken oder gar die kontrollierte Pleite krisengeschüttelter Geldinstitute? Anleger quittieren die öffentliche Diskussion um den Königsweg aus der Finanzkrise mit fallenden Kursen: Nachdem der Dax-Index bereits um 1,5 Prozent auf 4271 Punkte gefallen war, verlor auch die Wall Street. Der Dow-Jones-Index gab um 0,8 Prozent auf 7936 Punkte nach. Auch jenseits des Atlaniks belastet der Hickhack um die Rettung der Banken die Kurse.

Februar 2, 2009