Archiv der Kategorie: Finanzen

Die internationale Finanzwelt hat sich innerhalb der vergangenen Jahre gewandelt: Täglich werden Unsummen um den Globus bewegt. Geld ist flexibel geworden und sucht sich weltweit die besten Investitionschancen. Je komplexer die weltweiten Finanzwege allerdings werden, umso anfälliger ist auch das gesamte System: Die Immobilienkrise in den USA im Jahr 2007 und einige Schieflagen von Hedge Fonds haben gezeigt, dass eine Krise schnell das gesamte System in Mitleidenschaft ziehen kann.

Chartanalyse: Droht bei Volkswagen der Abverkauf?


Umkehrsignal: Die Volkswagen-Aktie hat sich auf ihrem Höhenflug den Kopf gestoßenDas Analyseportal Handelstag24 rechnet damit, dass die Aktie von Volkswagen in den kommenden Tagen konsolidiert. Erstes Signal einer solchen Konsolidierung sei der Abverkauf während des gestrigen Handelstages. Zunächst stieg die Volkswagen-Aktie deutlich an und notierte klar im Plus, konnte ihre Gewinne dann aber nicht halten und rutschte nur Stunden nach dem Anstieg ins Minus. Im Kerzenchart ergibt ein solcher Handelstag eine Verlust-Kerze mit langem Docht oberhalb des Kerzenkörpers – für Chartanalysten ein Umkehrsignal. Weiterlesen


November 1, 2012

MTFs – CFD-Handel über mehrere Handelsplätze

Reger Handel: Anleger freuen sich über vielfältige MöglichkeitenHistorisch gesehen nehmen Aktienumsätze und –bestände weltweit kontinuierlich zu. Da erstaunt es nicht weiter, dass neben dem klassischen Börsenhandel immer mehr börsenähnliche Handelsplätze und Netzwerke wie Pilze aus dem Boden schießen. Diese sogenanten MTFs (kurz für Multilateral Trading Facilities) haben exotische Namen wie Chi-X, BATS und Turquoise, um nur einige zu nennen, stehen mit etablierten Handelsplätzen wie beispielsweise der Deutschen Börse AG oder dem London Stock Exchange in reger Konkurrenz. Dank schneller und günstiger Transaktionsabwicklung werden die erfolgreichsten unter ihnen mehr und mehr Handelsumsätze übernehmen, die bisher den klassischen Primärbörsen überlassen waren. Weiterlesen

Oktober 18, 2012

Forderungsfinanzierung als Weg aus der Krise

Gute Aussichten: Continental überzeugt den KapitalmarktDie Absatzkrise der Automobilzulieferer weltweit macht auch vor den großen, börsennotierten Unternehmen im Gewerbe nicht Halt. Während die Aktienmärkte noch immer mit der Schuldenkrise im Euroraum und der unsicheren Zukunft der Gemeinschaftswährung aus Europa zu kämpfen haben, beginnt sich die Krise, in so gut wie allen Branchen bemerkbar zu machen. Das Wachstum in den meisten Konzernen hat sich in den vergangenen Monaten deutlich schwächer gezeigt als im Jahr zuvor. Weiterlesen

Oktober 9, 2012

Nur das Wachstum zählt: Xing droht ein weiterer Kursrutsch

Karriere-Portal mit Wachstumshemmnis: Xing (Foto: Xing AG)Trotz einer vergleichsweise niedrigen Bewertung im Vergleich zu anderen Social-Media-Titeln fällt die im TecDax notierte Xing-Aktie weiter ab. Zuletzt dämpften Analysten der Deutschen Bank die Erwartungen für 2012. Zudem sehen Charttechniker Xing vor einem weiteren Abverkauf. Obwohl das Unternehmen an der Börse im Vergleich zur Konkurrenz moderat bewertet ist, zählt für Anleger offenbar nur das Wachstum. Gerade hier offenbart das Karriereportal Schwächen. Weiterlesen

August 23, 2012

Punktsieg für die Deutsche Bank: Verliert die Commerzbank-Aktie ihr Zocker-Image?

Commerzbank-Turm in Frankfurt (Foto: Markus Goetzke, Commerzbank AG)Glaubt man dem britischen Daily Telegraph, so hat die europäische Zentralbank inzwischen die Zustimmung der deutschen Bundesregierung zu Anleihekäufen eingeholt. Einer weiteren geldpolitischen Lockerung stünde demnach nichts mehr im Wege. Freudig reagieren auf diese Berichte heute Finanztitel. Vor allem Titel aus Krisenstaaten wie UniCredit oder Intesa Sanpaolo steigen. Doch auch deutsche Banken sehen heute an der Börse gut aus. An der Spitze des Dax finden sich die Deutsche Bank und auch die Commerzbank. Vor allem bei der gebeutelten Commerzbank springen immer wieder kurzfristig orientierte Anleger auf, sobald die Aktie Stärke zeigt. Jetzt droht die Aktie ihr Image als chancenreiches Papier zu verlieren – ausgerechnet an einen alten Rivalen. Weiterlesen

August 21, 2012

WSJ spekuliert über QE 3.0: Öffnet die Fed ab August die Schleusen?

An den Börsen hoffen Anleger auf die FedSchwache Konjunkturdaten aus den USA rufen offenbar die US-Notenbank auf den Plan. Wie das Wall Street Journal berichtet, gaben die Währungshüter zuletzt einen noch düsteren Wirtschaftsausblick ab, als noch Ende Mai. Fed-Chef Ben Bernanke wiederholte seine Aussage, wonach er handeln müsse, sollte sich der Arbeitsmarkt in den USA nicht erholen. In einer aktuellen Einschätzung fürchtet Bernanke, dass die US-Wirtschaft bevorstehende Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen Ende des Jahres ohne konjunkturelle Impulse nicht verkraften könne. Das Wall Street Journal geht gar davon aus, dass die US-Notenbank reagieren wird und eine dritte Version von Quantitative Easing während ihres zweitätigen Treffens ab 1. August beschließt. Weiterlesen

Juli 19, 2012

Kein Trend in Sicht: Sind wir „volatilitätsmüde“?

Mauer Handel - am Markt fehlen die Impulse„Entscheidung über Euro-Rettung“, „Wachstum sinkt auf Krisen-Niveau“, „Dax auf Zwei-Jahres-Tief“ – wer sich die Schlagzeilen im Wirtschaftsteil der großen deutschen Tageszeitungen anschaut, bekommt schnell das Gefühl, dass an den Börsen der Welt jeden Tag aufs Neue über das Schicksal der Menschheit entschieden wird. Insbesondere seit das Bekanntwerden von Griechenlands gewaltigem Haushaltsloch im Sommer 2010 mit Pauken und Trompeten die Euro-Krise einläutete, häufen sich die dramatischen Prophezeiungen; immer apokalyptischer werden Wortwahl und Ausblick. Weiterlesen

Juli 18, 2012

Trotz schwankender Kurse: Warum es keine Alternativen zu Aktien gibt

Fassade der Börse in Frankfurt: Anleger sollten sich vom Auf und Ab bei Aktien nicht verunsichern lassenWas momentan an den Märkten passiert, entbehrt teilweise jeglicher Vernunft. Es ist mir schon klar, dass Märke und Marktteilnehmer nicht immer rational auf Nachrichten reagieren, sondern von Angst und Gier gesteuert ihre Entscheidungen treffen. Ansonsten gäbe es wohl solche Verwerfungen, wie sie jetzt an den Märkten herrschen, nicht. Weiterlesen

Mai 9, 2012

IPO: Facebook-Börsengang wird zum Machtspiel

Schert sich nicht so sehr um die Wall Street: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Foto: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0)Wer hätte denn schon erwartet, dass der Börsengang von Facebook vollkommen nach herkömmlichem Muster vonstatten gehen würde? Während sonst die Analysten der Investmentbanken wie Goldman Sachs bei einem IPO die Fäden in den Händen halten, dreht der Facebook-Chef, Mark Zuckerberg, den Spieß nun um und bestimmt selbst die Gebühren. Und er kann es sich leisten, die Wall-Street-Bosse wie Marionetten tanzen zu lassen. Bei dem Börsengang von Facebook geht es um Prestige – sehr viel Prestige.

Die Rede ist von 1,1 Prozent, die die am Börsengang involvierten Banken als Kommission erhalten sollen. Das ist deutlich weniger als die Hälfte dessen, was sonst an der Wall Street an Gebühren fällig ist. Abhängig vom Umfang ist eine Kommission zwischen drei und sieben Prozent üblich. Doch es geht um sehr viel Prestige, so dass sich viele Banken am Börsengang beteiligen. Insgesamt 31 Konsortialbanken sollen die Aktien des weltweit größten Sozialen Netzwerkes unter die Anleger bringen, darunter namhafte Banken wie die Deutsche Bank, die Bank of America, Morgan Stanley, JP Morgan oder Goldman Sachs. Aber auch kleinere Institute wie zum Beispiel Oppenheimer & Co oder Pacific Crest Securities, sind am Börsengang von Facebook beteiligt.

Der Grund hierfür ist denkbar einfach, wie Dan Niles vom Hedgefonds AlphaOne Capital Partners erklärt: „Je mehr Banken das IPO begleiten, desto mehr Analysten beschäftigten sich auch hinterher mit den Aktien.“ Zudem ist die Beteiligung kleinerer Institute durchaus sinnvoll, da sie die Verbreitung der Facebook-Aktien sehr gut vorantreiben können. „Kleinere Firmen erreichen oft Privatkunden, die sonst keinen Zugang zu Facebook-Aktien hätten“, erklärt Niles diese Maßnahme des Internetgiganten. Und nicht zu vergessen: Auch wenn die Kommission deutlich unter dem üblichen Prozentsatz liegt, es geht um sehr viel Geld und natürlich wollen sich nahezu alle Banken an diesem prestigeträchtigen Deal beteiligen, wie Finanzexperten wie Juerg Zeltner von der UBS AG betonen.

Zuckerberg schwänzt Investorentreffen

Es geht um Geld, sehr viel Geld. Die mit dem Börsengang erwarteten Einnahmen liegen wohl bei mindestens fünf Milliarden Dollar. Damit ist Facebook aller Voraussicht nach die größte Internetfirma weltweit. Kein Wunder, dass sich die Banken mit dem geringen Anteil am Kuchen begnügen, denn auch so ist es ein lohnendes Geschäft für die Institute. Der Wert von Facebook wird zusammen mit den Anteilen der Alteigentümer um Gründer Mark Zuckerberg auf gut 100 Milliarden geschätzt. Das bringt Zuckerberg natürlich in eine sehr vorteilhafte Situation gegenüber den Instituten. Und so schwänzte er gleich einmal das dreistündige Analystentreffen.

Finanzchef David Ebersmann soll Zuckerberg mit der Begründung entschuldigt haben, dass dieser sich doch lieber um die Produktentwicklung anstatt um derartige Gespräche kümmern wolle. In dem Treffen mit den Analysten der Wall Street ging es unter anderem darum, wie die steigenden Nutzerzahlen zu monetarisieren – also zu Geld zu machen – sind. Über das genaue Vorgehen vereinbarten die Teilnehmer bislang stillschweigen, da man sich noch in einer zu frühen Phase befände.

April 4, 2012

Sichere Häfen für Ihr Geld: Mit Anleihe-Fonds von starken Währungen profitieren

Schwellenländer wie die Türkei bieten Investoren vielfältige Chancen (Foto: Danbury and edited by Dsmurat)Obwohl die Staatsschulden in den großen Industriestaaten weiter steigen, bleiben die Renditen bei Anleihen aus den USA, Europa oder auch Japan niedrig. Die scheinbar unerschütterliche Nachfrage nach Staatsanleihen aus Industriestaaten sorgt bei defensiven Anlageklassen für niedrige Renditen und lässt Investoren nach Alternativen suchen. Als eine dieser möglichen Alternativen werden immer wieder Edelmetalle genannt. Zwar können sich die Kursgewinne der vergangenen Jahre wahrlich sehen lassen, doch sind Edelmetalle wegen ihrer starken Anfälligkeit für Kursschwankungen keine Alternative zu Geldmarktpapieren. Doch wo können Anleger ihr Geld trotz Staatsschuldenkrise und der Sorge vor Geldentwertung noch sicher parken? Weiterlesen

Dezember 14, 2011