Archiv der Kategorie: Finanzen

Die internationale Finanzwelt hat sich innerhalb der vergangenen Jahre gewandelt: Täglich werden Unsummen um den Globus bewegt. Geld ist flexibel geworden und sucht sich weltweit die besten Investitionschancen. Je komplexer die weltweiten Finanzwege allerdings werden, umso anfälliger ist auch das gesamte System: Die Immobilienkrise in den USA im Jahr 2007 und einige Schieflagen von Hedge Fonds haben gezeigt, dass eine Krise schnell das gesamte System in Mitleidenschaft ziehen kann.

Erste Anzeichen einer Trendumkehr: K+S ist einen Trade wert


Schon früher als Übernahmeziel gehandelt: K+S (Foto: K+S)Der vergangenen Donnerstag und Mittwoch waren wegweisend für die Märkte. Es könnte sich bei der steigenden Kursbewegung um eine „vorläufige“ Trendumkehr handeln. Eventuell kommt es nochmals zu einer kleineren Konsolidierung nach dem starken Anstieg. Nach meiner Einschätzung kann man aber dann schon vorsichtig anfangen, Longpositionen aufzubauen. Es ist manchmal recht schwer, nach so einem Bärenmarkt den Schalter umzulegen und wieder bullish zu denken. Wenn aber die Signale da sind, dann sollte man es tun. Daher würde ich jetzt eine Longposition in Aktien der K+S AG bis zu Kursen von 40,00 Euro eingehen. Weiterlesen


Gold vs. Minenbetreiber: Warum Goldminen gerade jetzt Chancen bieten

Der aktuelle Crash am deutschen Aktienmarkt macht den Börsianern schmerzhaft bewusst, dass die Finanzkrise, die ihren vorläufigen Höhepunkt Ende 2008/Anfang 2009 erreicht hatte, noch lange nicht ausgestanden ist. Die Krisenschauplätze sind nicht verschwunden, sie haben sich nur etwas verlagert. Über die Hintergründe (Stichwort: „Derivate als virtuelle Massenvernichtungswaffen“; „Mangelnde Haushaltsdisziplin vieler Staaten, allen voran in Japan, den USA und Südeuropa) könnte man ganze Bücher füllen. Ein faszinierendes und zugleich Angst machendes Thema. Noch interessanter ist für uns als Trend-Trader aber der große Gewinner dieser Entwicklung: Gold!

Fakt ist: Angesichts von Milliarden und Aber-Milliarden von Euros und Dollars, die vor der Krise in undurchsichtige Derivate flossen, und sich seither quasi in Luft aufgelöst haben, stehen Anleger wieder auf handfeste Anlagen. Rohstoffe und Edelmetalle klettern in der Gunst der Anleger immer weiter und aus makroökonomischen Überlegungen ist das noch nicht einmal falsch. Im Zuge der Globalisierung steigt die Nachfrage nach Rohstoffen in den Emerging Markets in gigantischem Maße. Auch Silber lässt sich auf Grund seiner zunehmenden industriellen Nutzung in diese Kategorie packen. Allerdings spielen sich die Veränderungen letztlich vor allem im Kopf der Anleger ab. 2009 floss erstmals mehr Gold in die Finanzmärkte als zur Herstellung im Schmuck- und anderen Bereichen verbraucht worden ist.

2008 setzte die Liquiditätskrise Gold unter Druck – 2011 bleiben Edelmetalle stabil

Der Gold ETF GLD hat den Minenindex HUI während der letzten Monate abgehängt...In den vergangenen Ausgaben des Trend-Trader und verschiedenen Specials haben wir die Hintergründe der Goldhausse detailliert erklärt. Auffällig ist, dass bisher der Goldminen-Sektor deutlich hinter dem Anstieg des Goldpreises zurückgeblieben ist. Der HUI-Goldbugs-Index (HUI), der stellvertretend für die Entwicklung der Goldminen steht, hat sich deutlich schlechter entwickelt als der Gold-ETF (GLD). Die Diskrepanz hat dabei seit Mai dieses Jahres deutlich zugenommen.

Das könnte man so interpretieren, dass der jüngste Anstieg des Goldpreises von Panik getrieben ist und in einer solchen Situation das „fast money“ in den liquiden Gold-ETF fließt. Das mag zum Teil stimmen, aber dennoch sind die aktuellen Korrelationen zwischen Gold und dem Aktienmarkt komplett anders als bei der ersten Finanzkrise 2008/2009. Damals hatten wir es mit einer akuten Liquiditätskrise zu tun, was letztlich dazu führte, dass auch der Goldpreis massiv unter Druck kam. Schauen Sie sich den Verlauf des Goldpreises 2008 rechts neben diesem Absatz an.



Im Zuge des schwachen Aktienmarktes verlor auch Gold von über 1000 US-Dollar je Unze in der Spitze bis auf 680 US-Dollar im Tief. Obwohl der DAX nun auch 2011 wieder rund 30 Prozent von den Hochs abgegeben hat, läuft der Goldpreis dieses Jahr unbeeindruckt nach oben und beschleunigt seinen Anstieg sogar noch. Siehe den Charts rechts.

Woran liegt das? Meiner Ansicht nach daran, dass die aktuelle Krise aufgrund der massiven Staatsverschuldungen wesentlich schwieriger zu lösen und langwieriger sein wird als die „Finanzkrise Teil 1“, die im wesentlich eine Liquiditätskrise war und durch entsprechende Maßnahmen der Notenbanken (Quantitative Easing) gut und schnell in den Griff zu bekommen war. Der Markt scheint dies langsam zu realisieren. Entsprechend bleibt auch der Goldpreis oben. Das Krisenszenario weiter zu spinnen, bringt beängstigende Ergebnisse. Nachfolgend der Link zu einem solchen „Titanic Szenario“, welches das Handelsblatt in Zusammenarbeit mit dem Harvard-Volkswirtschafts-Professor Clemens Fuest erstellt hat.

Goldminen bieten Chance von fünfzig Prozent

Auch Ende der siebziger Jahre waren Goldminen Nachzügler...Was heißt das nun für Goldminen? Interessant ist der Vergleich mit der letzten extremen Goldhausse Ende der 70er-Jahre. Nebenstehend der Vergleich der Entwicklung zwischen Gold (grün) und Goldminen-Index (schwarz). Es ist deutlich erkennbar, dass zunächst der Goldpreis nach oben geschossen ist und die Goldminen erst dann folgten als der Goldpreis sich längere Zeit auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten hat (wenn auch unter starken Schwankungen). Der Anstieg erfolgte dann aber umso stärker. Der komplette Performance-Rückstand wurde innerhalb weniger Monate aufgeholt. Ähnliches könnte in den kommenden Monaten wieder passieren, mit dem Unterschied, dass der Anstieg sogar noch nachhaltiger sein könnte als damals. Denn: Der Spuk war Anfang der 1980er-Jahre schnell beendet als der neue US-Notenpräsident Paul Volcker die Inflation mit der WIN-Kampagne („Whip inflation now“) besiegt hatte. Damals hatten die Anleger Gold vor allem als Schutz gegen die Inflation gekauft (Inflationsrate damals bei 12 Prozent).

Heute ist die Ursache der allgemeine Vertrauensverlust der Anleger in Papierwährungen. Hier dürfte ein Heilmittel deutlich schwerer zu finden sein. Je länger der Goldpreis steigt bzw. sich zumindest auf aktuellem Niveau hält, umso kräftiger sprudeln die Cash-Flows der Goldproduzenten. Derzeit sind die meisten Minen so gepreist als ob der Goldpreis bei 1.200 US-Dollar je Unze stünde, tatsächlich sind wir aber bei knapp 1.900 US-Dollar. Das Kurspotenzial des HUI Goldminen-Index liegt also derzeit bei über 50 Prozent. Der Einstiegszeitpunkt scheint perfekt: Denn erst in der vergangenen Woche ist der HUI auf ein neues 52-Wochen-Hoch ausgebrochen.

Gold, Platin, Palladium: Glänzende Marktlage bei Edelmetallen

Steter Glanz: Für Edelmetalle gibt es derzeit viele Argumente (Foto: pro aurum)Die anhaltende Diskussion um die Anhebung der US-Schuldengrenze ist nicht der einzige Preistreiber für Edelmetalle: Auch in Europa ist die Schuldenkrise nicht gelöst. Erst vor wenigen Tagen kündigte die Ratingagentur Moody’s an, ihre Bonitätsnote für Spanien überdenken zu wollen. Das zeigt: Obwohl das Rettungspaket für Griechenland und die sich zuspitzende Situation in den USA die europäische Krise vorerst von den Titelseiten verdrängt haben, bleiben die Probleme in Europa bestehen. Damit einher geht der Vertrauensverlust der Schuldenwährungen – sowohl Euro als auch Dollar schwächeln. Im Vergleich zum Euro erreichte der Schweizer Franken erst vor wenigen Tagen ein neues Rekordhoch. Doch kann der Franken nicht zum sicheren Hafen für Anleger aus dem Rest Europas oder gar der Vereinigten Staaten werden. Bereits heute ächzen Schweizer Exportunternehmen unter den hohen Notierungen des Franken. Auch das Britische Pfund hat während der vergangenen Jahre einen Großteil seines Ansehens eingebüßt. Als mögliche Alternativen bleiben Edelmetalle. Weiterlesen

Hugo Boss, K+S, GEA: Cheuvreux nennt dreißig europäische Übernahmekandidaten

Cheuvreux: Düngemittelhersteller K+S ist ein Übernahmeziel (Foto: K+S)Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, erwarten die Analysten von Cheuvreux eine neue Übernahmewelle bei europäischen Unternehmen. Bis zu dreißig Gesellschaften gelten demnach als Übernahmeziel. „Der Markt ist für eine reif für eine Konsolidierung“, zitiert die Nachrichtenagentur die Experten. Als mögliche Ziele nennt Cheuvreux unter anderem die deutschen Unternehmen Beiersdorf, GEA, Hugo Boss, K+S, Lanxess, Stada und Wacker Chemie. Cheuvreux erwartet zu Anfang der neuen Übernahmewelle Barangebote an Aktionäre von Zielunternehmen. Später würden die Käufer dagegen dazu übergehen, bevorzugt eigene Aktien als Übernahmewährung einzusetzen. Weitere potentielle Übernahmekandidaten sind nach Ansicht der Analysten auch die europäischen Unternehmen Acerinox, Aegis, Alfa Laval, Arkema, BG Group, Cap Gemini, Cobham, DSM, Edenred, Ingenico, Legrand, L’Oreal, Maurel & Prom, Millicom, Prysmian, PSA, Remy Cointreau, Scor, Swedbank, Swedish Match, Temenos, Top Danmark sowie Wolters Kluver.

Griechenland-Rettung: Warum das Wiener Modell kein fauler Kompromiss ist

Rettung nach dem Wiener Modell? Merkel und Sarkozy geben Verantwortung an die EZB abBundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben heute in Berlin einen Meilenstein auf dem beschwerlichen Weg der Euro-Rettung erreicht. Die Streitfrage, ob private Gläubiger denn nun am Hilfspaket für Griechenland beteiligt werden sollen oder nicht, trennte die beiden bis heute Mittag. Während Deutschland Banken und Versicherungen in die Pflicht nehmen wollte und damit versuchte, der öffentlichen Meinung möglichst gerecht zu werden, sorgten sich die Franzosen um ihre Banken, die noch immer tief im griechischen Anleihe-Sumpf stecken. Nun haben beide Parteien scheinbar eine Lösung gefunden: Private Gläubiger Griechenlands werden an der Rettungsaktion beteiligt – sofern sie denn wollen. Weiterlesen

Roth & Rau, Q-Cells oder Solarworld: Im Solarsektor grassiert das Übernahmefieber

Die Finanzinvestoren kommen: Goldgräberstimmung im Solar-Sektor (Foto: Solarworld AG)In der deutschen Solarbranche bewegt sich was. Seit Monaten sorgt der Übernahmekampf um den deutschen Solarmaschinenbauer Roth & Rau für Schlagzeilen. Der Schweizer Konzern Meyer Burger plant die Übernahme von Roth & Rau und hat den Aktionären des Unternehmens aus der Nähe von Chemnitz bereits ein Übernahmeangebot zu 22 Euro je Aktie gemacht. Bislang stimmten allerdings nur etwas mehr als 32 Prozent der Aktionäre von Roth & Rau zu. Der Grund: Auch Solarunternehmer Jürgen Gutekunst sowie der Finanzinvestor KLK stockten ihre Beteiligungen an Roth & Rau zuletzt auf über fünfzehn sowie mehr als zehn Prozent auf. Während das Angebot von Meyer Burger bis zum 22. Juni verlängert wurde, denken Aktionäre von Roth & Rau scheinbar bereits an lukrativere Offerten – die Aktie notiert seit Wochen über dem Angebotspreis von 22 Euro. Weiterlesen

Anlagealternative Immobilien: Zwischen Einzelimmobilie und Reit

Reits investieren im großen Stil in Immobilien (Foto: Gagfah)

Auch zwei Jahre nach der Krise sind Anleger verunsichert, welche Anlageform die richtige für sie ist. Zu viel Risiko ist genauso wenig gewünscht wie mangelhafte Flexibilität. Das fordert eine Alternative, die es schafft, beide Eigenschaften miteinander zu verbinden. Eine gern ins Auge gefasste Investmentform sind hier nach wie vor Immobilien. In kleinerem Maßstab können der Kauf und die Vermietung und Verwaltung eines Objekts über längere Zeit eine wirklich nennenswerte Wertsteigerung des Objektes mit sich bringen. Weiterlesen

Warum die Libyen-Krise den Aufschwung nicht abwürgt

Nach einem Ende der Libyen-Krise dürften sich bei Öl die Wogen glättenDer Ölpreis hat sich während der vergangenen Monate offenbar von einem für Anleger eher langweiligen Rohstoff zum Zünglein an der Waage der Weltwirtschaft entwickelt. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die im hohen Ölpreis eine Gefahr für den Aufschwung sehen. Dabei macht es keinen Unterschied mehr, ob das Öl Brent heißt und aus der Nordsee kommt oder ob es sich um Rohöl der US-Sorte WTI handelt: Beide Ölpreise nehmen mittlerweile die Preis-Rekorde von 2008 ins Visier. Unter einigen Volkswirten sorgt das bereits für Alarmstimmung: So warnt Thilo Heidrich von der Postbank ebenso vor steigenden Teuerungsraten als Folge der hohen Energiepreise wie auch Lorenzo Bini-Smaghi, Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank. Weiterlesen

Europäische Großbanken im Aufwind: Banco Santander erwartet „exzellentes“ Geschäftsjahr

Banesto: Santanders zweite Marke auf dem schwachen Heimatmarkt (Foto: © Banesto)Die großen europäischen Universalbanken demonstrieren wieder Selbstbewusstsein: Während der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, für das Jahr 2011 ein Rekordergebnis von 10 Milliarden anpeilt und im Rahmen der Jahrespressekonferenz am 3. Februar erneut das (vielfach als „unanständig“ kritisierte) Ziel einer Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent bekräftigte, nannte der Präsident der spanischen Banco Santander, Emilio Botín, im Rahmen der letzten Bilanzvorlage gleich mehrere konkrete Gründe für ein „exzellentes“ Jahr 2011. Weiterlesen

USA vor QE 3.0? Gold – kein Grund zur Panik

Verliert Gold seinen Glanz? (Foto: Rike / pixelio.de)Die vergangenen Wochen verliefen für Goldanleger keinesfalls nach Plan: Allein 2011 gab das Edelmetall mehr als 3,6 Prozent ab. Anleger und Kommentatoren fragen sich jetzt, ob die Hausse beim Goldpreis schon vorbei ist oder ob sich das Ende des Höhenflugs bei Gold zumindest abzeichnet. Ein Argument der Gold-Pessimisten ist die Entspannung innerhalb der überschuldeten Eurozone: In der vergangenen Woche war es gleich mehreren Krisenstaaten wie Portugal, Spanien oder Griechenland gelungen, neues Geld aufzunehmen. Zwar stiegen die Zinsen im Vergleich zu vorhergegangenen Auktionen leicht an, doch hatten Volkswirte im Vorfeld sogar noch höhere Zinsen erwartet. Die Folge: Der Euro kletterte über die Marke von 1,30 US-Dollar – die Schuldenkrise schien vom Tisch. Zumindest in Europa. Jetzt zeigt sich, dass aus den USA bereits die nächste Welle der Schuldenkrise heranrollt. Die möglichen Folgen dieser Entwicklung: Ein schwacher Dollar und ein steigender Goldpreis. Weiterlesen