Archiv der Kategorie: Glossen

Humor und Ironie finden sich in dieser Kategorie.

Macht was…aber doch nicht irgendetwas! Verfehlt das zweite Konjunkturpaket seine Wirkung?


Kritikfähig und konsensfreudig: Kanzlerin Angela MerkelAls sich die Bundesregierung noch vor Monaten vehement gegen das zweite Konjunkturpaket stemmte, reagierten Wirtschaftswissenschaftler und Kommentatoren empört: „Tut endlich was!“ riefen sie den Regierenden entgegen. Die Bundesregierung handelte. Nachdem heute Details des 50 Milliarden schweren Konjunkturpakets II bekannt geworden sind, möchte man rufen: „Aber doch nicht irgendetwas!“ Was ist geschehen? Weiterlesen


Januar 13, 2009

Wettlauf um die Bundesliga-Rechte ab Ende Februar: Geplantes Vermarktungs-Konzept setzt Platzhirsch Premiere unter Druck

Kaum hatte sich US-Medienmogul Rupert Murdoch im Januar 14,6 Prozent der Anteile des Bezahlsenders Premiere zu je 17,50 Euro gesichert, häuften sich Spekulationen über eine mögliche Übernahme des angeschlagenen Senders durch ausländische Investoren. Die Euphorie ist nach Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 dem Realismus gewichen: Zwar konnte Premiere den Nettoverlust auf 51,6 Millionen Euro von zuvor 161,65 Millionen Euro begrenzen, doch sank der Umsatz um 6,7 Prozent. Nun kommt Premiere durch ein neues Vermarktungskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) zusätzlich unter Druck. Weiterlesen

Februar 14, 2008

Big in Japan: Spekulanten sind üble Zeitgenossen

Vor einiger Zeit war ich auf einer Party und wie es so ist, fragte man mich auch nach meinem Beruf. An einem Tisch mit gut einem Dutzend Leuten erzählte ich, dass ich mein Geld durch Spekulationen an den Börsen verdiene. Das kam bei meinen Zuhörern gar nicht gut an und von einer Sekunde auf die nächste hatte ich sie alle gegen mich. Ich konnte es zunächst gar nicht verstehen, aber wie sich im Nachhinein heraus stellte, war ich auf ein Rudel „Neuer Markt-“ und „Telekom-Geschädigter“ gestoßen. Sie erzürnten sich heftig: Leute wie ich seien schuld an allem: Dem hohen Ölpreis, dem wachsenden Einfluss der Hedge Fonds, der Abzocke der Kleinanleger und an noch einigen anderern üblen Umständen. Geduldig wie ich bin, aber nun wurde ich sauer, sehr sauer: Die Stubser meiner Frau gegen mein Schienbein hielten mich nicht davon ab, der Meute von meinem (zweifelsohne nicht vorhandenen) Investment in japanische Walfangboote zu berichten. Weiterlesen

März 3, 2007

Gibt es Gründe für eine 7000-Punkte-Party? Banken und Medien entdecken den Dax

Gestern konnte der deutsche Leitindex Dax erstmals seit Jahren wieder die 7000-Punkte-Marke erklimmen. Zunächst dachte ich mir nicht viel dabei, freute mich kurz und konzentrierte mich wieder auf mein Tagesgeschäft. Nach einigen Minuten merkte ich, dass dieser kurze Moment über 7000 Punkten doch etwas Besonderes gewesen sein muss: Das Radio interviewte kurz nachdem die Nachrichten dieses „große“ Ereignis vermeldet hatten einen Experten aus der Wirtschaftsredaktion. Auf die Frage, ob sich nach den, mit den Zeiten der New Economy vergleichbaren Höchstkursen nun bald ein ähnlicher Crash einstelle, verneinte der Wirtschaftsredakteur barsch: „Diesmal geht es nicht um Luftschlösser“, „die Kursgewinne sind fundamental begründet“, „es gibt Rekordgewinne“ und so weiter fort. Das kurze Zucken über die 7000-Punkte-Marke hat also zumindest bei den Medien bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch hat dies auch Einfluss auf den klassischen deutschen Bankkunden und Fondssparer? Heute morgen begleitete ich meine Schwiegermutter zur Bank, um ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Weiterlesen

Februar 22, 2007

Wasser ist Leben! Was geht ab bei Bloomberg TV?

Bloomberg, die Mutter aller deutschen Wirtschaftssender, macht mir ernsthaft Sorgen. Was ist da geschehen? Es ist nicht das neue Layout des Laufbandes oder der Ticker, was mir zu denken gibt. Offenbar wird nun kräftig auf die Kostenbremse getreten. Keine Live-Schaltung mehr von der Galerie mit dem Dax-Chart im Hintergrund, sondern aus dem Garderobenbereich ganz tief unten. Zuerst dachte ich, es würde an Umbauarbeiten liegen und das würde schon wieder, aber dem ist anscheinend nicht so. Herr Schupp und seine Kollegen kommentieren das aktuelle Marktgeschehen nun während sich im Hintergrund die Händler ihre Mäntel holen um zu Tisch zu gehen. Ein weiteres Beispiel ist die Sendung „Schlussglocke“, in welcher Herr Wille teilweise ohne teure Live Schaltung an die New Yorker Börse die Zeit mit einem Gast überbrücken muss. Wo doch die Live-Berichte von Herrn Wille, wenn er sie selbst macht, so mitreißend sind wie kaum eine Sportveranstaltung. Weiterlesen

Februar 18, 2007