Archiv der Kategorie: Psychologie

Rationale Entscheider gibt es nicht: Der Endowment-Effekt


Der Endowment-Effekt zeigt: Der Mensch kann seine Emotionen nicht ausschaltenUnter dem Endowment-Effekt versteht man das menschliche Verhalten beim Handel, für einen Gegenstand oder eine Sache einen höheren Wert zu verlangen, sobald dieser im eigenen Besitz ist. Im Gegensatz dazu sind die gebotenen Preise von Menschen, die den Gegenstand erwerben möchten, geringer. Somit besteht also eine subjektive Einschätzung über den Wert einer Sache, die höher ist, wenn man einen Gegenstand schon besitzt. Diesen Sachverhalt bezeichnete Richard Thaler im Jahre 1980 sehr treffend als den Besitztumseffekt oder im englischen Endowment-Effekt. Weiterlesen


Juli 14, 2009

Phänomene der Verhaltenspsychologie: Wie Mental Accounting unser wirtschaftliches Handeln bestimmt

Menschen haben bei jeder wirtschaftlichen Entscheidung geistige Konten im HinterkopfIm Umgang mit Geld scheinen wir nach der Vorstellung zu handeln, der Wert für Produkte sei für alle Menschen gleich, doch messen einzelne Personen den gleichen Waren einen unterschiedlichen Wert bei. Güter kosten auf dem Markt mal mehr und mal weniger. Angebot und Nachfrage lassen Preise steigen oder fallen, doch für jeden Käufer ist der objektive Preis einer Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt gleich. Aber umgekehrt gesehen stellt sich die Frage, ob die Käufer denn den Preis auch gleich wahrnehmen? Dies ist eine Frage der mentalen Buchführung. Dieses Phänomen beschreibt die Art und Weise, wie Menschen Güter auf geistigen Konten verbuchen und ist Forschungsgegenstand der Verhaltenspsychologie. Weiterlesen

Mai 25, 2009

Irrationalem Handeln auf der Spur: So arbeitet die Behavioral Finance

Die Verhaltensökonomie geht menschlichem Handeln auf den GrundIn der Wirtschaftswelt dominiert die Vorstellung des „homo oeconomicus“, eines rein rational handelnden Menschen. Doch diese Ansicht gerät immer mehr ins Wanken. Der Idealtypus des „homo economicus“ ist Bestandteil der neoklassischen Wirtschaftstheorie, an der sich die gesamte Wirtschaftswelt orientiert. In dieser Theorie steht ein imaginäres Subjekt im Blickfeld, das über sämtliche Informationen verfügt und rein rational denkt. Zudem geht die neoklassische Theorie von einem vollkommenen Markt aus, der die Preise durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage effizient reguliert. Die Wirtschaft orientierte sich allerdings nicht immer an der neoklassischen Theorie, die erst in den 1970er Jahren einen Aufschwung erfuhr. Zuvor entstand durch die von Adam Smith begründete klassische Schule der Nationalökonomie eine erste ökonomische Wissenschaftsdisziplin. Schon hier nahmen menschliche Verhaltensweisen einen bedeutenden Platz ein – eine Ausrichtung, welche die Behavioral Finance seit den 1970er Jahren ins Zentrum ihrer Forschung stellt. Weiterlesen

April 29, 2009

Rezension: „Besser mit Behavioral Finance“ von Raimund Schriek

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Bücher über Behavioral Finance oder Verhaltensökonomik sind mittlerweile ein fester Bestandteil in der Liste der Neuerscheinungen großer Verlage für Wirtschaftsthemen. „Besser mit Behavioral Finance“ von Raimund Schriek ist in der „Simplified“-Reihe des Finanzbuchverlags erschienen und versucht, dem interessierten Anleger Finanzpsychologie in Theorie und Praxis auf rund 180 Seiten zu vermitteln. Zunächst grenzt Schriek Fundamentalanalyse, Technische Analyse und Behavioral Economics voneinander ab und zeigt anhand psychologischer Versuche, wieso der Idealtypus des „homo oeconomicus“ nicht mehr als eine theoretische Kategorie ist, die für die Analyse menschlicher Entscheidungen deutlich erweitert werden muss. Weiterlesen

Januar 31, 2009

„Jetzt nichts kaputtreden“: Ode an das Vertrauen

Hafenarbeiter in Hamburg: Vertrauen in den Markt zahlt sich für alle ausDramatisch stürzende Kurse, Depots, die minütlich weiter einschmelzen, Indizes weltweit auf Talfahrt – das Vertrauen in die Grundpfeiler unseres kapitalistischen Systems ist in der vergangenen Woche stark beeinträchtigt worden. Und genau das ist viel dramatischer, als die Krise an sich. Der Markt wäre sicher in der Lage, sich selbst zu heilen, gäbe es nicht den menschlichen Faktor des Vertrauens. Wer kann die Spirale nach unten stoppen? Wer bringt Vertrauen zurück? Der Ruf nach staatlichen Eingriffen für den Wiederaufbau des Glaubens in den Markt schallt immer lauter. Weiterlesen

Oktober 15, 2008

„Die einzige Konstante ist die Veränderung“: Die Krise und ihre Symptome

'Progress of America' von Domenico Tojetti: Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Doch wie sollen wir ihn gestalten?Die Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten werden sich bald auf sehr viele Lebensbereiche auswirken. Gerade in solchen Zeiten werden unzählige Fragen wach, auf welche ich hier schon vorab Antworten zu geben versuche. Viele Sorgen sind absolut berechtigt, hingegen wird man als Berater dieser Tage auch mit Fragen konfrontiert, die ihren Ursprung lediglich in den allgegenwärtigen Panik-Schlagzeilen haben. In Zeiten wie diesen ist es notwendig, die Aufmerksamkeit auf die wirklich wesentlichen Faktoren zu lenken und sich nicht von der Emotionsmache der Medien anstecken zu lassen. Weiterlesen

Oktober 14, 2008

Zwanzig goldene Regeln: „Glaube nicht, dass Trading Spaß macht“

Daytrading.de hat zwanzig Dinge die man tun kann aufgelistet, um beim Trading kein Geld mehr zu verlieren. Von „Vertraue keinem Market Guru“ über „Handle nicht die auffälligen Chartmuster“ bis zu „Glaube nicht, dass Trading Spass macht“ spricht die Liste viele bekannte Trading-Probleme an. Lesenswert!

August 16, 2008

Trader-Wissen zum Sonderpreis: Börsenbrief-Dreierpack und Trading-Seminar

Nachdem Luis Lorenzo, Herausgeber des Börsenbriefs „DAXsignal“, bereits vor einem Jahr im Rahmen einer Sommer-Aktion das Jahresabonnement seines Swing-Trading-Börsenbriefs für 25 Euro angeboten hatte, folgen nun weitere Offerten. Mittlerweile gibt Lorenzo zusätzlich zu „DAXsignal“ auch den Day-Trading-Brief „Daily Strategie“, sowie den Börsenbrief „W.I.R.E.“ für Währungen, Indizes, Rohstoffe und Einzelwerte heraus. Alle drei Börsenbriefe können nun für die Dauer von vier Monaten zum Preis von 99 Euro bestellt werden. Weiterhin räumt das Angebot den Interessenten eine Geld-zurück-Garantie innerhalb der ersten 30 Tage ein und endet automatisch nach Ablauf der Laufzeit von vier Monaten. Anschließend sollen alle Abonnenten ein Sonderangebot für den weiteren Bezug der drei Börsenbriefe erhalten. Weiterlesen

Juli 21, 2008

Kein Aprilscherz! Dax klettert trotz neuer Hiobsbotschaften auf über 6700 Punkte

Kann sich der Index jenseits von 6700 Punkten stabilisieren?Der deutsche Aktienindex Dax schloss heute so hoch, wie im gesamten März nicht. Trotz weiterer Abschreibungen von UBS und Deutscher Bank sowie negativen Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Konjunktur dies- und jenseits des Atlantiks, feierte der Markt die vollendeten Tatsachen – der Dax legte um 185 Punkte oder 2,84 Prozent zu. Während an den vergangenen Tagen noch immer zahlreiche Pessimisten neue Tiefststände an den Börsen erwartet hatten, setzte sich wie so oft die Meinung der Minderheit durch. Kann sich der Index in den nächsten Tagen jenseits der Marke von 6700 Punkten halten, dürfte das nächste Dax-Kursziel der Optimisten bei glatten 7000 Punkten liegen. In Zeiten, in denen die Kurse sogar auf Abschreibungen positiv reagieren, ist etwas Optimismus sicher angebracht.

April 1, 2008

Rezension: „Das Lemmingprinzip“ von Gary Belsky/ Thomas Gilovich

Das Lemmingprinzip
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Ich liebe es, menschliches Verhalten zu beobachten – besonders im Umgang mit Geld. So entdeckte ich das Buch „Das Lemmingprinzip„. Ein ungewöhnlich ausgedehnter Start – rund 16 Seiten Einleitung – ließ meine Spannung steigen. Und ich wurde nicht enttäuscht. In sieben Kapiteln analysiert der Autor, wie Menschen finanzielle Entscheidungen treffen: Sie gehen dabei nicht unbedingt rational vor. Es lauern emotionale Fallen. Mithilfe des Behavioural-Economics-Ansatzes werden problematische Situationen aus dem Alltag beleuchtet und Vorschläge zur Vermeidung von Fehlern angeboten. Weiterlesen

Februar 28, 2008