Archiv der Kategorie: Rohstoffe

Ob Gold, Silber, Platin, Kupfer oder nachwachsende Rohstoffe: Dieser Bereich ist als Investment attraktiv.

Total-Absturz oder Erholung? Explorationsgesellschaften am Boden


Von einer Mine sind viele Explorer weit entfernt (Foto: Norton Gold Fields)Die Zeiten sind schlecht – zumindest für Rohstoff-Explorer. An der bekanntesten Börse für Explorationsgesellschaften, der TSX Venture Exchange in Toronto geht der Pleitegeier um. Der Markt für Kapitalerhöhungen – für Explorationsunternehmen, die eigentlich ständig Geld verbrennen extrem wichtig – ist ausgetrocknet. Immer mehr Unternehmen haben nur noch kleinere Beträge auf dem Konto. Schätzungen besagen, dass rund ein Viertel aller Unternehmen an der Wagniskapital-Börse in Toronto von der Insolvenz bedroht ist. Weiterlesen


März 19, 2013

Wachstum in China: Kupfer zwischen Hoffen und Bangen

Kupfer konnte sich zuletzt stabilisierenTrotz eines für dieses Jahr erwarteten Angebots-Überschusses zwischen 100.000 und 200.000 Tonnen konnten die Notierungen des roten Metalls sich zuletzt moderat erholen. Das Überangebot beruht primär auf einer elf-prozentigen Erhöhung der Minen-Produktion, während der weltweite Verbrauch lediglich um etwa drei Prozent zunehmen soll. Für China – einen der größten Kupfer-Verbraucher überhaupt – geht man von einem Nachfrage-Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent aus. Im Februar reduzierten sich jedoch die Einfuhren gegenüber dem Vormonat um 15 Prozent auf 298.100 Tonnen, was den niedrigsten Wert seit 20 Monaten darstellt. Hier spielte aber das chinesische Neujahrs-Fest eine entscheidende Rolle. Weiterlesen

März 18, 2013

Deutsche Industrie kommt mit Rohstoff-Allianz zu spät

Deutschland geht bald weltweit auf Rohstoffsuche (Foto: Morguefile)Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist vorgeprescht und hat während der vergangenen Wochen und Monate scheinbar eine Antwort auf das immer knappere Rohstoffangebot für deutsche Unternehmen entwickelt: Ein Konzeptpapier mit dem Arbeitstitel „Allianz zur Rohstoffsicherung“ handelt von einer global agierenden deutschen Rohstoffgesellschaft, die von der Bundesregierung finanziell unterstützt werden soll. Teilhaber dieser neuen Gesellschaft soll die deutsche Industrie sein. Zunächst stehen in erster Linie Seltene Erden, Wolfram und Kokskohle im Fokus der Aufmerksamkeit. Daimler und Evonik mischen bereits mit und haben dem Projekt erste Finanzspritzen zur Verfügung gestellt – wenn auch nur im niedrigen sechsstelligen Bereich. Weiterlesen

September 26, 2011

Gold vs. Minenbetreiber: Warum Goldminen gerade jetzt Chancen bieten

Der aktuelle Crash am deutschen Aktienmarkt macht den Börsianern schmerzhaft bewusst, dass die Finanzkrise, die ihren vorläufigen Höhepunkt Ende 2008/Anfang 2009 erreicht hatte, noch lange nicht ausgestanden ist. Die Krisenschauplätze sind nicht verschwunden, sie haben sich nur etwas verlagert. Über die Hintergründe (Stichwort: „Derivate als virtuelle Massenvernichtungswaffen“; „Mangelnde Haushaltsdisziplin vieler Staaten, allen voran in Japan, den USA und Südeuropa) könnte man ganze Bücher füllen. Ein faszinierendes und zugleich Angst machendes Thema. Noch interessanter ist für uns als Trend-Trader aber der große Gewinner dieser Entwicklung: Gold!

Fakt ist: Angesichts von Milliarden und Aber-Milliarden von Euros und Dollars, die vor der Krise in undurchsichtige Derivate flossen, und sich seither quasi in Luft aufgelöst haben, stehen Anleger wieder auf handfeste Anlagen. Rohstoffe und Edelmetalle klettern in der Gunst der Anleger immer weiter und aus makroökonomischen Überlegungen ist das noch nicht einmal falsch. Im Zuge der Globalisierung steigt die Nachfrage nach Rohstoffen in den Emerging Markets in gigantischem Maße. Auch Silber lässt sich auf Grund seiner zunehmenden industriellen Nutzung in diese Kategorie packen. Allerdings spielen sich die Veränderungen letztlich vor allem im Kopf der Anleger ab. 2009 floss erstmals mehr Gold in die Finanzmärkte als zur Herstellung im Schmuck- und anderen Bereichen verbraucht worden ist.

2008 setzte die Liquiditätskrise Gold unter Druck – 2011 bleiben Edelmetalle stabil

Der Gold ETF GLD hat den Minenindex HUI während der letzten Monate abgehängt...In den vergangenen Ausgaben des Trend-Trader und verschiedenen Specials haben wir die Hintergründe der Goldhausse detailliert erklärt. Auffällig ist, dass bisher der Goldminen-Sektor deutlich hinter dem Anstieg des Goldpreises zurückgeblieben ist. Der HUI-Goldbugs-Index (HUI), der stellvertretend für die Entwicklung der Goldminen steht, hat sich deutlich schlechter entwickelt als der Gold-ETF (GLD). Die Diskrepanz hat dabei seit Mai dieses Jahres deutlich zugenommen.

Das könnte man so interpretieren, dass der jüngste Anstieg des Goldpreises von Panik getrieben ist und in einer solchen Situation das „fast money“ in den liquiden Gold-ETF fließt. Das mag zum Teil stimmen, aber dennoch sind die aktuellen Korrelationen zwischen Gold und dem Aktienmarkt komplett anders als bei der ersten Finanzkrise 2008/2009. Damals hatten wir es mit einer akuten Liquiditätskrise zu tun, was letztlich dazu führte, dass auch der Goldpreis massiv unter Druck kam. Schauen Sie sich den Verlauf des Goldpreises 2008 rechts neben diesem Absatz an.



Im Zuge des schwachen Aktienmarktes verlor auch Gold von über 1000 US-Dollar je Unze in der Spitze bis auf 680 US-Dollar im Tief. Obwohl der DAX nun auch 2011 wieder rund 30 Prozent von den Hochs abgegeben hat, läuft der Goldpreis dieses Jahr unbeeindruckt nach oben und beschleunigt seinen Anstieg sogar noch. Siehe den Charts rechts.

Woran liegt das? Meiner Ansicht nach daran, dass die aktuelle Krise aufgrund der massiven Staatsverschuldungen wesentlich schwieriger zu lösen und langwieriger sein wird als die „Finanzkrise Teil 1“, die im wesentlich eine Liquiditätskrise war und durch entsprechende Maßnahmen der Notenbanken (Quantitative Easing) gut und schnell in den Griff zu bekommen war. Der Markt scheint dies langsam zu realisieren. Entsprechend bleibt auch der Goldpreis oben. Das Krisenszenario weiter zu spinnen, bringt beängstigende Ergebnisse. Nachfolgend der Link zu einem solchen „Titanic Szenario“, welches das Handelsblatt in Zusammenarbeit mit dem Harvard-Volkswirtschafts-Professor Clemens Fuest erstellt hat.

Goldminen bieten Chance von fünfzig Prozent

Auch Ende der siebziger Jahre waren Goldminen Nachzügler...Was heißt das nun für Goldminen? Interessant ist der Vergleich mit der letzten extremen Goldhausse Ende der 70er-Jahre. Nebenstehend der Vergleich der Entwicklung zwischen Gold (grün) und Goldminen-Index (schwarz). Es ist deutlich erkennbar, dass zunächst der Goldpreis nach oben geschossen ist und die Goldminen erst dann folgten als der Goldpreis sich längere Zeit auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten hat (wenn auch unter starken Schwankungen). Der Anstieg erfolgte dann aber umso stärker. Der komplette Performance-Rückstand wurde innerhalb weniger Monate aufgeholt. Ähnliches könnte in den kommenden Monaten wieder passieren, mit dem Unterschied, dass der Anstieg sogar noch nachhaltiger sein könnte als damals. Denn: Der Spuk war Anfang der 1980er-Jahre schnell beendet als der neue US-Notenpräsident Paul Volcker die Inflation mit der WIN-Kampagne („Whip inflation now“) besiegt hatte. Damals hatten die Anleger Gold vor allem als Schutz gegen die Inflation gekauft (Inflationsrate damals bei 12 Prozent).

Heute ist die Ursache der allgemeine Vertrauensverlust der Anleger in Papierwährungen. Hier dürfte ein Heilmittel deutlich schwerer zu finden sein. Je länger der Goldpreis steigt bzw. sich zumindest auf aktuellem Niveau hält, umso kräftiger sprudeln die Cash-Flows der Goldproduzenten. Derzeit sind die meisten Minen so gepreist als ob der Goldpreis bei 1.200 US-Dollar je Unze stünde, tatsächlich sind wir aber bei knapp 1.900 US-Dollar. Das Kurspotenzial des HUI Goldminen-Index liegt also derzeit bei über 50 Prozent. Der Einstiegszeitpunkt scheint perfekt: Denn erst in der vergangenen Woche ist der HUI auf ein neues 52-Wochen-Hoch ausgebrochen.

September 9, 2011

Gold, Platin, Palladium: Glänzende Marktlage bei Edelmetallen

Steter Glanz: Für Edelmetalle gibt es derzeit viele Argumente (Foto: pro aurum)Die anhaltende Diskussion um die Anhebung der US-Schuldengrenze ist nicht der einzige Preistreiber für Edelmetalle: Auch in Europa ist die Schuldenkrise nicht gelöst. Erst vor wenigen Tagen kündigte die Ratingagentur Moody’s an, ihre Bonitätsnote für Spanien überdenken zu wollen. Das zeigt: Obwohl das Rettungspaket für Griechenland und die sich zuspitzende Situation in den USA die europäische Krise vorerst von den Titelseiten verdrängt haben, bleiben die Probleme in Europa bestehen. Damit einher geht der Vertrauensverlust der Schuldenwährungen – sowohl Euro als auch Dollar schwächeln. Im Vergleich zum Euro erreichte der Schweizer Franken erst vor wenigen Tagen ein neues Rekordhoch. Doch kann der Franken nicht zum sicheren Hafen für Anleger aus dem Rest Europas oder gar der Vereinigten Staaten werden. Bereits heute ächzen Schweizer Exportunternehmen unter den hohen Notierungen des Franken. Auch das Britische Pfund hat während der vergangenen Jahre einen Großteil seines Ansehens eingebüßt. Als mögliche Alternativen bleiben Edelmetalle. Weiterlesen

Juli 30, 2011

Wie geht das zusammen? Steigender Goldpreis – stagnierende Gold-Aktien

Gold steigt über 1500 US-Dollar (Bild: Deutsche Bank AG)Der Goldpreis hat einen weiteren Hunderter geschafft und notiert über der 1.500-USD-Marke. Viele hervorragende Goldaktien dagegen haben in den letzten Tagen den Rückwärtsgang eingelegt. Wir fragen uns: Wie lässt sich diese Divergenz, also ein steigender Goldpreis bei fallenden Goldaktien erklären? Und vor allem: Wie wird sie sich auflösen? Ist der Ausbruch des Goldpreises etwa nur ein Strohfeuer? Signalisieren uns die schwachen Goldtitel, dass der Preis nicht nachhaltig auf diesem Niveau bleiben wird? Weiterlesen

April 20, 2011

Warum die Libyen-Krise den Aufschwung nicht abwürgt

Nach einem Ende der Libyen-Krise dürften sich bei Öl die Wogen glättenDer Ölpreis hat sich während der vergangenen Monate offenbar von einem für Anleger eher langweiligen Rohstoff zum Zünglein an der Waage der Weltwirtschaft entwickelt. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die im hohen Ölpreis eine Gefahr für den Aufschwung sehen. Dabei macht es keinen Unterschied mehr, ob das Öl Brent heißt und aus der Nordsee kommt oder ob es sich um Rohöl der US-Sorte WTI handelt: Beide Ölpreise nehmen mittlerweile die Preis-Rekorde von 2008 ins Visier. Unter einigen Volkswirten sorgt das bereits für Alarmstimmung: So warnt Thilo Heidrich von der Postbank ebenso vor steigenden Teuerungsraten als Folge der hohen Energiepreise wie auch Lorenzo Bini-Smaghi, Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank. Weiterlesen

Februar 28, 2011

Greift Rio Tinto zu? Western Potash und Stonegate Agricom sind heiße Übernahmekandidaten

Pottasche-Explorer wie Western Potash oder Stonegate Agricom profitieren von hohen GetreidepreisenStonegate Agricom und Western Potash waren vor zwei Wochen unsere „Charts der Woche. Beide Aktien konnten seitdem deutlich zulegen. Western Potash legte in den letzten 14 Tagen von 1,38 CAD auf 1,64 CAD zu (18,8%), Stonegate von 1,44 CAD auf 1,88 CAD (30,5%). In der spitze notierten beide Aktien noch etwas höher. Beide Aktien bleiben nach einer nun möglichen 5-10% Konsolidierung weiter kaufenswert. Der Grund. Der Düngemittelsektor bleibt auch 2011 heiß – Rio Tinto sucht nach Zukäufen! Nach der Übernahme unseres Depotwertes Potash One durch K+S und der gescheiterten Mega-Übernahme von Weltmarktführer Potash Corp durch BHP rumort es weiter hinter den Kulissen. Weiterlesen

Februar 20, 2011

Bares in der Kasse & Leichen im Keller: Die guten und die dubiosen Geschäfte von Shell

Shell bei Wikileaks - Energieriese in Erklärungsnot (Foto: blackrebel-80 bei pixelio.de)Die Geschäfte des weltgrößten Energieunternehmens Royal Dutch Shell liefen im bisherigen Jahresverlauf wie geschmiert: Dank einer stabilen Nachfragesituation bei steigenden Öl- und Gaspreisen konnte der Konzern im dritten Quartal 2010 einen Gewinn nach Abschreibungen und Wertberichtigungen von satten 3,46 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Zusätzlich füllt der Konzern zurzeit seine Kriegskasse durch die Veräußerung diverser Aktiva. Mit den finanziellen Mitteln will Shell in Zukunft einen Teil seiner aufwendigen Investitionsvorhaben finanzieren. Weiterlesen

Dezember 15, 2010

Zuckerhut & Peitsche: Brasiliens Rohstoffkonzern Vale wird mächtiger

Im boomenden Rio sitzt auch die Vale-Konzernzentrale (Foto: Wutzofant / Wikipedia.de)Das brasilianische Unternehmen Vale profitiert deutlich von der Erholung der Weltkonjunktur und sichert sich weltweit lukrative Geschäfte. Das anhaltende Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft und der entsprechende Rohstoffhunger der Asiaten sowie auch die Auftragslage in Europa und Amerika sorgen beim südamerikanischen Rohstoffkonzern für hervorragende Geschäftsergebnisse. Weiterlesen

Dezember 3, 2010