Archiv der Kategorie: Technologie

Ob Internet, Biometrie oder sonstige Errungenschaften: Die technologische Entwicklung schreitet stetig voran. Ob neueste Geräte aus der Unterhaltungsindustrie wie das iPhone oder bahnbrechende Entwicklungen aus der Medizin-Technik – die neueste Technik kann Kurse bewegen. Technologie-Aktien und Hintergrundwissen wird in dieser Rubrik behandelt.

Photovoltaikindustrie: Centrotherm demonstriert Zuversicht für 2011


Deutsche Solartechnik: In China besonders begehrt (© RainerSturm/PIXELIO)In Blaubeuren ist die Stimmung zurzeit hervorragend: In der baden-württembergischen Kleinstadt befindet sich die Firmenzentrale von Centrotherm. Und der weltweit führenden Technologie- und Equipmentanbieter der Photovoltaikbranche verkündete Ende Januar ausgesprochen positive Auftragszahlen: Laut einer aktuellen Pressemeldung des Unternehmens stieg der Auftragseingang im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um satte 192 Prozent auf 342 Millionen Euro. Weiterlesen


Januar 31, 2011

Tablet- und Smartphone-Gewinner: Zagg mit innovativem Apple-Zubehör

Kult-Gadgets von Apple lassen auch den Markt für Zubehör wachen - Zagg profitiert (Foto: Courtesy of Apple)Nach dem gigantischen Erfolg im Smartphone-Sektor (iPhone) schickt sich Apple an, nun auch bei Tablet-PCs zum „Dosenöffner“ für den Markt zu werden. Bei der größten US-Elektronikmesse Consumer Electronics Show in Las Vegas, die am Sonntag zu Ende gegangen ist, waren Tablets der große Renner. Apple marschiert dabei mit dem iPad vorne weg. Einer der Nutznießer des Trends ist die US-Firma ZAGG, die Zubehör für das Gerät herstellt. Weiterlesen

Januar 11, 2011

Akquisition auf Pump: Pfeiffer Vacuum kauft Technologie von Alcatel Lucent

Sucht Wachstum in Asien: Pfeiffer Vacuum (Quelle: Pfeifer Vacuum AG)Der deutsche Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum hat im November 2010 hervorragende Geschäftszahlen für das dritte Quartal präsentiert und die Anleger zugleich mit einer erhöhten Prognose für das Gesamtjahr erfreut. Mit einem Umsatz von 59,1 Millionen, einem Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von 14,4 Millionen Euro und einem Überschuss von 11,26 Millionen beendete das im TecDAX gelistete Unternehmen im September das bisher beste Quartal seiner Firmengeschichte. Für das Gesamtjahr rechnet Pfeiffer-Vorstandschef Manfred Bender nun sogar mit einem Rekordumsatz von 210 Millionen Euro.

Im kommenden Geschäftsjahr will das hessische Unternehmen seine internationale Marktpräsenz ausbauen und beabsichtigt hierfür die Vakuumtechnologie Adixen von Alcatel-Lucent für 200 Millionen Euro zu kaufen. Die Verhandlungen über den Kauf der entsprechenden Gesellschaften, Patente und Lizenzen wurden bereits weitgehend abgeschlossen. Bis Jahresende soll die Akquisition wirksam werden.

Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens erwartet Pfeiffer Vacuum durch die Akquisition einen verbesserten Zugang zu den asiatischen Wachstumsmärkten und sieht sich somit „auf dem Weg zum weltweit führenden Vakuum-Anbieter“.

Akquisition zu 100 Prozent von Banken finanziert

Das Unternehmen Pfeiffer Vacuum agierte bisher komplett schuldenfrei. Während die US-Regierung also erneut 600 Milliarden US-Dollar in ihre Very Old Economy pumpt, machen bodenständige deutsche Unternehmen hervorragende Geschäfte – zum Beispiel mit Vakuum-, Vor- und Turbopumpen. Doch die schuldenfreie Zeit ist nun auch bei Pfeiffer Vacuum beendet: Denn der Zukauf der Technologie von Alcatel Lucent wird zu 100 Prozent von zwei bisher nicht genannten Banken finanziert. Mittelfristig plant Pfeiffer Vacuum allerdings einen Teil der Finanzierungssumme durch den Verkauf eigener Aktien sowie durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von rund 10 Prozent des Grundkapitals zurückzuführen.

Jean-Yves Guegan, Präsident von Adixen, kommentierte die geplante Akquisition derweil ausgesprochen wohlwollend: „Durch den Zusammenschluss von Adixen und Pfeiffer Vacuum, beide Marktführer in Pumpen-Lösungen und Lecksuch-Systemen, wird eine neue Größe in der Industrie entstehen“. Der Geschäftsbereich Vakuumtechnologie der Alcatel-Lucent-Gruppe war im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise allerdings in Bedrängnis geraten und musste zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 einen Umsatz von nur 134 Millionen Euro und ein negatives EBITDA von 3 Millionen Euro präsentieren. Die Geschäfte im Jahr 2010 liefen jedoch auch bei den Franzosen wieder besser: Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2010 wies einen Umsatz von 116 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 14 Millionen Euro aus. Für das gesamte Geschäftsjahr 2010 wird ein Umsatz von rund 270 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 40 Millionen Euro erwartet.

Quartalszahlen und Zukunftsaussichten erfreuen auch die Börsianer

Das Pfeiffer-Management blickt zuversichtlich in die Zukunft und will „auf Basis der aktuellen positiven Geschäftsentwicklung“ im Jahr 2011 Umsatzerlöse von über 500 Millionen Euro erwirtschaften. An der Börse wurde diese Zuversicht umgehend eingepreist: Der Kurs der Pfeiffer Vacuum-Aktie stieg in der ersten Novemberwoche um rund 12 Prozent und notierte gegen Ende der Woche bei 81,00 Euro. Und auch die Analysten namhafter Bankhäuser zögerten nicht lange mit der Veröffentlichung neuer Kursziele: Die Privatbank Hauck & Aufhäuser erhöhte das Kursziel der Aktie von Pfeiffer Vacuum prompt von 78,00 auf 88,00 Euro, und auch die Analysten von Goldman Sachs sehen das Kursziel der Aktie nunmehr bei 105,40 Euro, stuften die Aktie unmittelbar nach Bekantgabe der beabsichtigten Akquisition von „neutral“ auf „buy“ hoch und erwarten für 2011 ein Ergebnis je Aktie von 6,78 Euro.

November 8, 2010

Weiterhin vielversprechend: Aixtron dank guter Zahlen auf neuem Hoch

Führender Anbieter zukunftsweisender Technologie: Aixtron (Foto: Aixtron)Bei der Aktie von Aixtron wurden am gestrigen Mittwoch wohl wieder einige auf dem falschen Fuß erwischt. Die gestern vorgelegten Zahlen sind aber nach meiner Einschätzung auch wirklich gut. Vieles hat der Kursverlauf zwar schon vorweggenommen, aber der Ausblick ist sehr positiv: So liegt die Umsatzplanung für 2010 zwischen 600 – 650 Millionen Euro. Die Ebitmarge soll bei mindestens 25 Prozent liegen! Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter von Depositions-Anlagen für die Halbleiter-Industrie und zur Zeit auf den Bau von zukunftsweisenden LED-Anlagen spezialisiert. Weiterlesen

März 11, 2010

Scheitert der Trendsetter an hohen Erwartungen? Apple auf der Shortliste

Kann das IPad den Ebook-Markt erorbern? (Foto: Courtesy of Apple)Ganz kurz noch eine Nachricht vorweg, die ein wenig in dem allgemeinen Marktgetümmel untergegangen zu sein scheint: Das Verbot ungedeckte Leerverkäufe zu tätigen, das die Aktien von elf Finanzunternehmen betroffen hat, wurde von der Bafin mit gestriger Wirkung wieder aufgehoben. Diese Meldung hat zwar nichts mit unserer Trading-Idee zu tun, Sie sollten diese Neuigkeit aber dennoch zur Kenntnis nehmen. Im Gegensatz zu Neuigkeiten der Bafin, werden Meldungen aus dem Hause Apple von sämtlichen Medien beachtet. Trotz des Hypes um das neue IPad würde ich die Aktie von Apple auf die Shortwatch nehmen.

Ganz kurz vorweg: Ich stehe dem Unternehmen nicht kritisch gegenüber, ganz im Gegenteil, ich finde die Apple-Produkte vom Design her sehr schön und auch innovativ. Sicherlich mag es technisch ausgereiftere Produkte für weniger Geld geben, aber das steht ja zum Glück nicht zur Debatte… Zuletzt stellte Apple sein IPad mit großem Presseaufruhr und viel Getöse vor. Anscheinend versucht Steve Paul Jobs, seines Zeichens Mitgründer und CEO von Apple, mit einer ausgefeilten Strategie das neue Produkt ebenfalls zum Erfolg zu führen.

Apple sieht angespannt aus – wir gehen short!

Der bisherige „Platzhirsch“ im Bereich der Ebooks, Amazon, hat scheinbar bereits auf die Vorstellung des IPad und dessen digitalen Buchladen reagiert und die Preise geändert. Bislang machte Amazon den Verlagen Preisvorgaben, hat diese nachdem Apple bei Ebooks auf Preisvorgaben verzichtet allerdings ebenfalls zurück genommen. Amazon scheint die Marktführerschaft bei Ebooks nicht kampflos abgeben zu wollen.

Passend dazu sieht die Aktie von Apple recht „angespannt“ aus. Es könnte sein, dass Apple die hohen Erwartungen der Analysten dieses Mal nicht erfüllen kann. Ich würde die Aktie daher unter der Marke von 190,10 USD mit einem Kursziel bei 171,60 USD shorten. Den anfänglichen Stopp würde ich bei 202,70 USD platzieren. Derivativ wäre diese Tradingidee nach meiner Einschätzung mit einem KO-Put-Zertifikat (BN32T0, 230,44) nachbildbar. Bitte beachten Sie, dass bei gegenteiliger Entwicklung des Underlyings ein Totalverlust entstehen kann.

Februar 2, 2010

Dialog Semiconductor, Drillisch und Manz: Analyse der drei Tec-Dax-Neulinge

Neu im Technologie-Index TecDax: Dialog Semiconductor, Manz Automation und DrillischGleich drei Neulinge gibt es seit Beginn der Woche im TecDAX: Dialog Semiconductor, Drillisch und Manz Automation. Ob es sich dabei für den Index um eine Bereicherung handelt, muss die Zukunft zeigen. Aus bewertungstechnischer Sicht befürchten wir aber, dass bei zwei der Neuen erst einmal eine Korrektur ansteht. Weiterlesen

September 24, 2009

Q-Cells, Conergy, Solon und Solarworld: Deutsche Solarzellenhersteller stecken in der Krise

Geringe Nachfrage und hoher Preisdruck belastet deutsche Solarzellenhersteller (Foto: Solarworld AG, Bonn)Aktie der Woche ist ohne Frage das Papier des Solarzellenherstellers Conergy: Annähernd 100 Prozent konnten Anleger mit dem Pennystock binnen weniger Tage verdienen. Grund für die Kursexplosion war einerseits die Zulassung einer Klage gegen einen Zulieferer sowie ein neuer Auftrag. Inzwischen hat sich die Conergy-Aktie allerdings bereits deutlich von ihren Höchstkursen um 1,20 Euro verabschiedet und pendelt um 0,85 Euro – noch immer rund 20 Cent über den Kursen zu Beginn der Woche. Doch sollen die Kursgewinne des angeschlagenen Solarzellenherstellers nicht über die Probleme der gesamten Branche hinwegtäuschen. Weiterlesen

August 28, 2009

Nächste IT-Übernahme nach IDS Scheer, Secunet und Integralis? PSI profitiert von erneuerbaren Energien und plant Gewinnwachstum

Software für Stromnetze: PSI profitiert von erhöhtem Wartungsbedarf der VersorgerDer Verkauf von PSI aus dem Musterdepot war ein Fehler. Das liegt zum einen an der Wachstumsstory des Unternehmens, die tadellos fortgeschrieben wird und daher weiteres Kurspotenzial bietet. Zum anderen liegt es aber daran, dass eine erneute Übernahme im Software-Sektor zeigt, wie begehrt und günstig deutsche Software-Aktien sind. Wir spielen auf die Meldung von Montagmorgen an, wonach die SAF AG für einen Preis von 11,50 Euro von SAP übernommen werden soll. Nach IDS Scheer, Secunet und Integralis ist das nun bereits die vierte Übernahme einer deutschen Softwareschmiede innerhalb kürzester Zeit. Weiterlesen

Juli 22, 2009

Solon, Q-Cells und Solarworld im Plus: Welches Unternehmen der Solarbranche ist am besten aufgestellt?

Gemischte Einschätzung der Solarbranche: Analysten bewerten Q-Cells mit 'hold'Nach enttäuschenden Wochen sind die Aktien der größten deutschen Solarmodulhersteller heute ein wahrer Lichtblick. Der Anteilsschein von Solon kletterte nach einem Auftrag für ein Pilotprojekt in Kalifornien trotz geringen Auftragsvolumens zweistellig. Analystin Katharina Cholewa von der WestLB sieht in dem Geschäft, das nur ein Prozent des Jahresumsatzes Solons ausmacht, dennoch mehr: „Obwohl der Auftrag recht klein ist, ist die Nachricht für Solon sehr ermutigend“, so die Analystin. Da Solon in den vergangenen Monaten meist als „Pleitekandidat“ dargestellt wurde, interpretieren einige Beobachter den jüngsten Auftrag als Beweis für die Leistungsfähigkeit des Solarmodulherstellers. Neben Solon, das den Technologieindex TecDax derzeit mit einem Plus von rund 12,5 Prozent auf 9,20 Euro anführt, rangieren auch Titel wie Solarworld oder Q-Cells ganz vorne im Index. Weiterlesen

Juli 9, 2009

Viele Pläne, geringe Transparenz: Suchmaschinen-Anbieter Grossbay will hoch hinaus – Anleger bleiben skeptisch (Update)

Grossbay-LogoDerzeit sorgt Microsofts neue Suchmaschine Bing in den Medien und unter Internet-Nutzern für Furore. Doch wagen sich immer wieder auch Technologieunternehmen aus der zweiten Reihe an die Herausforderung, Branchen-Primus Google den Rang abzulaufen. Eines dieser Unternehmen ist Grossbay. Die Schweizer Gesellschaft mit Sitz in Kreuzlingen verweist auf ihre mehr als 25 Jahre währende Erfahrung in Forschung und Entwicklung und hat mit Hulbee eine Suchmaschine entwickelt, die den Nutzern weitergehende und genauere Suchbegriffe in Form einer Begriffs-Wolke darstellt und die Suchenden so tatkräftig unterstützt. Der Schweizer Unternehmenssitz sowie Empfehlungen in zwielichtigen Börsennewslettern haben Anleger in den vergangenen Wochen allerdings an der Seriosität Grossbays zweifeln lassen. Tatsächlich ist über das Unternehmen nur wenig bekannt – Finanzberichte finden sich auf der Grossbay-Webseite bislang nicht. Weiterlesen

Juni 3, 2009