Charttechnisch interessant: Commerzbank eignet sich für einen kurzen „Longritt"


Die Commerzbank prägt das Bild der Weltfinanzzentren (Foto: Markus Goetzke, Commerzbank AG)Am heutigen Tag gehört für mich eine Commerzbank auf die Longwatch. Mit der Verschmelzung der Dresdner Bank und der Commerzbank im Mai 2009 ist eine recht große neue Bank entstanden, die aber nach wie vor beides bietet: Chancen und Risiken. Weltweit ist die Commerzbank an den wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren direkt vertreten. Charttechnisch finde ich die Aktie interessant, da sie sich in einem schönen aufwärtsgerichteten mehrwöchigen Trend befindet. Am gestrigen Tag konnte sie sich erneut unter erhöhtem Volumen behaupten. Ferner steht noch eine Bestätigung der starken Bewegung (Anfang Juli) aus.

Ich würde daher die Commerzbank-Aktie bis zu Kursen von 5,83 Euro long gehen und auf einen weiteren Anstieg bis 6,10 Euro setzen. Den anfänglichen Stopp würde ich bei 5,60 Euro setzen. Derivativ wäre diese Tradingidee nach meiner Ansicht mit einem KO-Call-Zertifikat (WKN BN3RR9, 4,35) umsetzbar. Bitte beachten Sie hierbei, dass ein Totalverlust bei gegenteiliger Entwicklung des Underlyings entstehen kann. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg am heutigen Handelstag!


Aktien-Info

WKN:
ISIN:

Die Aktien-Informationen und Marktdaten stammen von finanznachrichten.de.
August 4, 2009

Ein Gedanke zu „Charttechnisch interessant: Commerzbank eignet sich für einen kurzen „Longritt"

  1. D. I. Vergent

    Sehr geehrter Herr Schomber,

    der wirklich massive Anstieg steht jetzt erst bevor … Ihnen ganz persönlich möchte ich daher gerne mein Buch benennen, welches unter dem Titel „RePrivatisierung der Commerzbank nach der Finanzkrise“ (ISBN 978-3-8391-9852-0) erschienen ist. Es ging erst am 02.11.2010 in Druck und müsste inzwischen für 5,90 € überall im Buchhandel verfügbar sein.

    Ich behandle darin 1.) die Reprivatisierung der 25%igen Staatsbeteiligung an der Commerzbank über eine Stiftung (Vervierfachung des öffentlichen Nutzens) und 2.) die Rückzahlung eines Großteils der Stillen Einlage des SoFFin bereits zum 01.01.2011 mit Fremdkapital. Die Bankenlandschaft wird dadurch einige Impulse erhalten, etwa wie folgt:

    Mit einer ganz erheblichen Rückzahlung der Stillen Einlage des SoFFin in Höhe von 10 Mrd. Euro zum 01.01.2011 in Form von FREMDKAPITAL sinkt die Tier-1-Quote der CoBank zwar auf 7,7% ab (Stand der risikotragenden Aktiva per 30.09.2010), jedoch wird dadurch der Aktienkurs in ungeahnte Höhen steigen, da die Zinslasten drastisch sinken und die Dividendenfähigkeit unmittelbar wiederhergestellt wird. Zusammen mit dem Rückenwind aus guten Q1-Zahlen und fortschreitenden Synergien aus der Fusion lässt sich zum 01.05.2011 ganz wunderbar eine Kapitalerhöhung mittels Wandelobligation bzw. Optionsanleihe bekanntgeben, die zu den Ausübungsterminen 12,-, 14,-, 16,- bzw. 18,- Euro pro Aktie in die Eigenkapital-Kasse spült. Die Zeit gebietet Eile, denn sind erst Basel III und die FSB-Regularien in Kraft, ist ein derartiger Befreiungsschlag nicht mehr möglich. Außerdem hat die Commerzbank per 01.01.2011 erstmals überhaupt Interesse, die Stille Einlage zu tilgen, da die Zinslosigkeit in 2011 nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Das Interesse der CoBank kippt also von „so lange wie möglich zinslos“ in „so schnell wie möglich zurückzahlen“. Liquidität ist genug vorhanden. Die Zinsvermeidung für 2010 mittels Eurohypo-Abschreibung habe ich auf S. 10 bzw. 20 bereits als milliardenschweren Volltreffer gelandet …

    Wenn die Bundesregierung ebenfalls zum 01.01.2011 das 25%ige Aktienpaket an eine (noch zu gründende) gemeinnützige Stiftung übereignet (gegen 6,30 Euro pro Stück natürlich), und damit mit gleicher Valuta zusätzlich 1,861 Mrd. Euro erhält, hat auch das ein überraschend schnelles und glückliches Ende gefunden. Und die Gesellschaft erhält nicht nur 25% Abgeltungssteuer aus der Dividende dieser Aktien, sondern wegen der Steuerfreiheit der Stiftung und der gemeinnützigen Verwendung der Gelder sogar 100%. Und die Sperrminorität bleibt auf immer gesichert …

    Der Effekt aus beidem ist die Befreiung von EU-Auflagen, wie z. B. der Gehälterdeckelung, die für den Vorstand nach schmerzvoller Zeit endlich enden wird und für die 35 millionenverdienenden Top-Manager der zweiten Reihe gar nicht erst wirksam werden dürfte.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn das Buch Ihr Interesse finden würde. Gerne können Sie es weiterempfehlen. Zitate jederzeit, aber bitte mit Quellenangabe! Über ein kurzes Feedback Ihrerseits wäre ich ebenfalls sehr glücklich.
    Herzlichen Dank bereits im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen
    D. I. Vergent

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.