“Erster Schritt in den Keller”:
Dax unterschreitet 6370-Punkte-Marke
Der steigende Wechselkurs des Euro und die anhaltende Schwäche der US-Aktienmärkte haben den deutschen Leitindex Dax heute vorsichtig in den Handel starten lassen. Einem kurzen Ausflug über die 6400-Punkte-Marke folgte gegen Mittag der Einbruch unter die Unterstützungszone um 6370 Punkte: Hier war der Index innerhalb der letzten 9 Tage drei Mal intraday wieder nach oben abgeprallt. Heute nun wurden die 6370 Punkte im Handelsverlauf deutlich unterschritten. Marktbeobachter halten dies für ein erstes Anzeichen für eine bevorstehende Korrektur. Neben der Angst vor einem starken Euro, der sich laut der Meinung von Währungsexperten auf dem Weg zu seinem Allzeithoch bei 1,36 US-Dollar befinden könnte, ist der deutsche Leitindex also auch technisch angeschlagen. Ein starker Euro belastet vor allem exportierende Unternehmen aus der Eurozone. Finden sich im weiteren Handelsverlauf nicht wie in den vergangenen Wochen wieder mutige Käufer, die den Index wieder in den Bereich zwischen 6370 und 6400 Punkte hieven, verspricht die noch junge Woche weitere Kursverluste.

Ich würde mal nicht so negativ sein. Dass eine Korrektur überfällig war, ist klar. Aber dass jetzt die große Trendwende kommt, glaube ich nicht. Die Fundamentaldaten sind weiterhin gut, die Bewertungen moderat und die Zinsen auf niedrigem Niveau. Wenn in nächster Zeit Gefahr droht, dann von vielleicht wieder steigenden Leitzinsen in den Usa. Aber da ist noch etwas Zeit.
Kommentar von Finanzexperte — 27. November 2006 @ 22:27
An die große Trendwende glaube ich auch nicht, so wurde das ja auch nicht dargestellt. Dass wir unter 6300 Punkten schließen, habe ich beim Verfassen des Artikels auch nicht gedacht. Wohl aber rechne ich in der laufenden Woche mit einem niedrigeren Dax. Auf diesem niedrigen Niveau wird dann bestimmt aber auch wieder beherzt zugegriffen werden.
Die Zinsen in den USA sind ja schon recht hoch, ich bin dort jedoch auf die weitere Entwicklung gespannt. Gerade in Bezug auf den starken Euro könnte eine Zinserhöhung zur rechten Zeit für deutsche Aktien positiv sein. Letztendlich kommt es ja wieder darauf an, wie die Meldungen interpretiert und vom Markt aufgenommen werden.
Kommentar von Nico Popp — 28. November 2006 @ 00:25
Sicherlich muss der markt jetzt erstmal den enormen anstieg verkraften, also festschnallen und auf niveaus kurz über der 6000 warten. Hoffe einfach, dass ein paar jungs nervös werden und gewinne sichern wollen, damit ich nochmal billiger reinkommen kann.
Kommentar von Fried, Matthias — 28. November 2006 @ 09:02
Ich freue mich auf niedrige Kurse.
Ich bin mal gespannt wie weit es runter geht. Bei 6200 sehe ich beim Dax eine Unterstützung. Mal sehen, ob wir nicht schon dort halt machen. Die Käufer waren in den letzten Wochen ja auch immer gierig und haben nicht einmal einen kleinen Rutsch von 50 Punkten zugelassen…
Kommentar von Nico Popp — 28. November 2006 @ 09:24
[...] Der Dax ist wohlauf. Nach der Korrektur der letzten Woche hat sich der Index nun wieder erholt und notiert bereits über der Marke von 6400 Punkten. Die Geschehnisse der letzten Handelstage nutzt “Spiegel-Online” für ein Plädoyer für die “Buy-and-Hold-Strategie”. Grundtenor: Wer immer den besten Kursen für den Ein- beziehungsweise Ausstieg in den Aktienmarkt hinterherlaufe, hat im schlimmsten Fall aussichtsreiche Aktien zu niedrigen Kursen verkauft und kann nicht mehr von den Chancen am Aktienmarkt profitieren, da die Kurse für einen erneuten Einstieg bereits wieder zu hoch sind. “Spiegel-Online” hat teilweise Recht: Im schlimmsten Fall haben die Verkäufer der letzten Woche tatsächlich Verluste verbucht und stehen heute ohne Aktien da. Dennoch wird hier ein unrealistisches Szenario konstruiert. Bereits unter 6379 Punkten sahen Experten erste Anzeichen für eine Korrektur (Aktien-Blog berichtete). [...]
Pingback von Aktien-Blog » Diskussionen nach der Dax-Korrektur: Aussitzen oder dabei bleiben? — 8. Dezember 2006 @ 20:09