9. Juni 2006

De Beira:
Erfolgsgeschichte der Börsenbriefe

Börsenbriefe stehen in der öffentlichen Diskussion häufig in einem schlechten Licht. Sandra Maischberger stellt Markus Frick als “Heilsbringer oder Scharlatan?” vor und in Anlegerforen werden Abonnenten von kostenpflichtigen Börsendiensten nicht selten als “Lemminge” bezeichnet. Doch schadet eine differenzierte Betrachtung der Situation nicht, schließlich wurde seinerzeit auch Börsen-Altmeister André Kostolany als “Scharlatan” bezeichnet. Immer wieder graben Börsenbriefe Aktien aus, die sich unglaublich entwickeln. Ein Beispiel ist De Beira Goldfields. Ende Mai bei knapp über 2 Euro empfohlen, kletterte das Unternehmen von Star-Geologe Eckhof auf aktuell über acht Euro! Die Börsendienste “Rohstoffraketen“, “Bullvestor” und “BlueSkyLevel” hatten De Beira auf niedrigem Kursniveau empfohlen und die Empfehlungen bei Kursen um drei Euro auch öffentlich gemacht. Zuerst hatte Eckhofs privates Investment in De Beira in Höhe von zwei Millionen US-Dollar für Begeisterung auf dem Parkett gesorgt und als der Geologe dann auch noch den Chefposten bei De Beira übernommen hatte, kannte die Aktie kein Halten mehr. Short-Spekulanten versuchten, die bereits stark gestiegene Aktie um vier Euro im Kurs zu drücken, doch das Unternehmen handelte geschickt: Ein Aktiensplit wurde bekannt gegeben - so müssen diese “Shorties” ihre Bestände bis zum Termin des Splits glatt stellen: Unter diesem Zeitdruck legte die Aktie weiter zu. In diesen Tagen wird der Split vollzogen. Doch schon wieder befinden sich News in der Pipeline. Es wird darüber spekuliert, ob sich De Beira nicht bald ein weiteres attraktives Abbaugebiet sichern könnte. De Beira kann mit Recht als Erfolgsgeschichte der Börsenbriefe bezeichnet werden, eine konstante Kursentwicklung seit fast drei Wochen und weiterhin positive Aussichten freuen jeden Kleinanleger. Doch eine Binsenweisheit sollte niemand vergessen: Gewinnmitnahmen haben noch niemanden arm gemacht!

von Nico Popp am 9. Juni 2006 um 11:40 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Rohstoffe

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