5. August 2006

Strohmänner, Schweiger und Manipulatoren:
Der Krimi um De Beira Goldfields

De Beira: Aktien als De Beira: Aktien als
De Beira: Aktien als

De Beira Goldfields und kein Ende: Die Geschichte um den Explorer, der schnell zum vemeintlichen Produzenten wurde, binnen kürzester Zeit eine Marktkapitalisierung von über 500 Millionen Dollar erreichte und heute kaum mehr als ein Zehntel wert ist, entwickelt sich zum Krimi. Armin Brack vom kostenlosen Börsendienst “Geldanlage Report” hat Fakten und Hintergründe recherchiert und einen interessanten und ebenso denkwürdigen Artikel verfasst. So soll De Beira Goldfields von einem kanadischen Arbeiter namens Mike gegründet worden sein, der wenige hundert Dollar investierte, um sich auf seinem Grundstück von einem Geologen “Rohstoffe” bestätigen zu lassen und dieses Grundstück in De Beira einzubringen - so schnell wird aus einem Garten eine Liegenschaft. Eine großzügige Kanzlei soll daraufhin die Bücher geprüft haben und schon war De Beira Goldfields börsennotiert. Laut Brack hatte Mike jedoch anscheinend genug von seinem anstrengenden Job als CEO und übergab das Ruder an Eckhof-Kumpan Reg Gillard. Dieser sorgte dafür, dass De Beira Goldfields in Frankfurt gelistet wurde und zündete gemeinsam mit bezahlten Helfern ein Promotion-Feuerwerk. Brack weist in seinem Artikel auf Ungenauigkeiten und Übertreibungen in Pressemitteilungen des Unternehmens hin. Für Kleinaktionäre, die zu Höchstkursen eingestiegen sind, kommen diese Informationen zu spät. Jedoch hat Brack bereits bei acht Euro vor De Beira gewarnt. Viele Anleger wären über diese Warnung dankbar gewesen, für Zocker kam sie allerdings zu früh - schließlich war bis zu den Höchstkursen noch eine satte Rendite möglich.

von Nico Popp am 5. August 2006 um 17:49 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe, Hot-Stocks, Rohstoffe

4 Kommentare »

  1. Ich möchte mal wissen ob “Der Eckhof” wirklich die Qualifikation hat, die ihm immer zugeschrieben wird.

    Hoffentlich wird am Beispiel “DeBeira” mal so manche Personalie und Vorgehensweise der Briefe öffentlich gemacht.
    Es scheint da eine Menge Anleger zu geben, die sich bei den Verantwortlichen “Schreibern” und “Handelnden” gerne mal “persönlich bedanken” (zwinker, zwinker) möchten. Ja, ja. Der Mob ist doch ungerecht und undankbar.

    Kommentar von King Kamehameha — 6. August 2006 @ 02:08

  2. Klar hat der Herr Eckhof die Qualifikation!

    Erste Erfolge hat er mit Spinifex eingefahren:

    http://www.goldseiten.de/content/minen/berichte/mine_meldungen.php?mid=246

    Dann ist da ja noch Moto Goldmines - im Kongo hat er eines der größten Goldvorkommen der Erde, welche in den letzten 20 Jahren gefunden wurden, nachgewiesen: http://www.motogoldmines.de

    Offensichtlich hat aber der Brack aber andere Werte empfohlen, und diese an DeBeiras Performance gemessen (”wird einen ähnlichen Verlauf wie DeBeira nehmen”). Das sagt wohl alles zur Qualifikation des Herrn Brack. Er hat zudem mal als Praktikant bei “Der Aktionär” gearbeitet und versucht wohl nun auf Kosten Anderer Kapital aus DeBeira zu schlagen. Das ist das eigentlich kriminelle an der Sache!

    Kommentar von Langschlaefer — 6. August 2006 @ 14:41

  3. Spinifex kann ein “Glückstreffer” gewesen sein. Bei Moto und dem anderen “Schlunz” bin ich mir nicht so sicher wieweit da überhaupt bezahlte Lizenzen vertraglich erworben wurden.

    Absichtserklärungen (”Letter of Intent”, lot) sind schnell gemacht und haben keinen echten Wert.

    Kommentar von King Kamehameha — 7. August 2006 @ 15:24

  4. [...] Nachdem sich Armin Brack vom “Geldanlage Report” kritisch über den Werdegang der Aktie von De Beira Goldfields geäußert hatte (Aktien-Blog berichtete), schlägt nun Helmut Pollinger, Herausgeber des mehrmals täglich erscheinenden “Börseninformationsdienstes” Bullvestor, in einer offenen eMail mit dem Titel “Fauliges Brackwasser!” zurück: “Haben Sie ein Kind, dass eine Lernschwäche hat? Haben Sie Angst über den weiteren beruflichen Werdegang! Keine Angst, denn mit diesen schlechten Voraussetzungen kann man in Deutschland jederzeit einen Börsenbrief herausgeben!” [...]

    Pingback von Aktien-Blog » Öffentliche Schlammschlacht: Kasperletheater um Empfehlung von Börsenbriefen — 8. August 2006 @ 23:27

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