12. Oktober 2007
Anlagebetrug bei Emissionshaus?
Ermittlungen gegen Erneuerbare-Energien-Spezialist EECH
Nachdem gestern bereits Hausdurchsuchungen bei “Börsen-Guru” Markus Frick bekannt wurden, ist die Börsenlandschaft bereits heute um einen weiteren “Kriminalfall” reicher: Die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet von Ermittlungen gegen das auf erneuerbare Energien spezialisierte Emissionshaus EECH. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, nur einen Bruchteil des von Anlegern eingesammelten Geldes tatsächlich investiert zu haben. Im Fall einer Solaranleihe soll EECH von 46 Millionen Euro nur 3,3 Millionen Euro für Solar-Projekte ausgegeben haben. Anleger reagieren mit gemischten Gefühlen auf die Berichterstattung der SZ: Seit Tagen fährt die EECH-Aktie Achterbahn und pendelt zwischen vierzig und achtzig Cent.
am 12. Oktober 2007 um 10:05 Uhr,
Anekdoten, Fonds, Nachwachsende Rohstoffe, Nebenwerte, Solarenergie, Ökoinvest, Öl und Gas
Aktien-Info
| EECH GROUP AG | |
| WKN: | 685280 |
| ISIN: | DE0006852809 |
| Herkunft: | Deutschland |
| Branche: | sonstige |
| Aktienanzahl: | 11,50 Mio. |
| Marktkapitalisierung: | 0,23 Mio. € |
| Artikel-Übersicht: | EECH GROUP AG |
| Ariva-Aktienübersicht: | EECH GROUP AG |
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EECH fiel mir durch überaus aggressive Werbung wie Bannern vor ca. 2-3 Jahren auf.
Ich hatte interessehalber einmal dort angerufen. Die hatten tatsächlich irgendwelche
Studenten angeheuert, die von der Materie keine Ahnung hatten, aber darauf “geschult” waren,
ahnungslosen potentiellen Investoren “stupid german money” aus der Tasche zu ziehen.
Im angeforderten Infomaterial kann ich mich noch auf größere Ungereimheiten und
seltsame Verpflichtungen erinnern. Das Geschäftsmodell erinnert ein wenig an
“Prime Forestry”, die von Zürich aus Telefonterror veranstalteten, nachdem man sich
einmal informiert und seine Daten hinterlassen hatte.
P.S.: Prime Forestry ist seit Mai 2006 insolvent:
Prime Forestry pleite
Die Eidg. Bankenkommission hat mit Verfügung vom 4. Mai 2006 über die Prime Forestry Switzerland AG per 5. Mai 2006 den Konkurs eröffnet. Betroffen sind rund 3000 Anleger, die gemeinsam einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investiert hatten. Die Gläubiger und Baumpartner werden bis 26. Mai 2006 über den Hintergrund und den weiteren Verlauf des Konkursverfahrens mittels Zirkularschreiben informiert werden.
22.05.2006
Foto: Marion Book
Zürich (UD) - Der Verwaltungsrat, zu dem auch die frühere Schweizer WWF- Geschäftsführerin Carol Franklin Engler, ist geschlossen zurückgetreten. Als Konkursliquidatoren wurden Karl Wüthrich und Yves Meili von der Anwaltskanzlei Wenger Plattner in Küsnacht-Zürich eingesetzt. Ingesamt sind 60 Mitarbeiter in der Schweiz sowie weiter 860 auf den Plantagen in Panama betroffen. Der Forstbetrieb in Panama selbst ist von der Konkurseröffnung nicht direkt betroffen und bleibt bis auf Weiteres operativ.
Die Sprecherin der eidgenössischen Bankenkommission Eveline Oehrli erklärte gegenüber der Presse, dass Prime Forestry überschuldet sei und ohne Genehmigung finanzielle Transaktionen durchgeführt habe. Das Geschäftsmodell von Prime Forestry bestand darin, nachhaltigen Forsthandel zu betreiben. Die Schweizer versprachen, umwelt- und sozialverträglich tropischem Hartholz anzubauen und zu vermarkten.
Würde mich nicht wundern, wenn es EECH genauso ergeht. Die Brüder gehören alle in den Knast.
Kommentar von Marcus Janura — 12. Oktober 2007 @ 11:25
Das Insolvenzgericht beschloß, daß eine gesonderte Versammlung von Inhabern von Schuldverschreibungen (Käufern von Anleihen) nach dem Schuldver-schreibungsgesetz nicht stattfindet. Dies ist zu begrüßen, da bei Verfahren in der Vergangenheit die gesonderten Versammlungen jeweils hohen zeitlichen Aufwand und vermeidbare Kosten zu Lasten der Insolvenzmasse verursachten.
Kommentar von insolvenz — 4. Juni 2008 @ 17:34