Drohen weitere schwache Quartale? Fallende Kurse trotz „Flutwellen-Ökonomie“


Trotz grünem Licht vom US-Kongress: Anleger zweifeln am US-KonjunkturpaketIndustriestaaten verspielen ihr Kapital“ oder „Absturz der Industrieproduktion schockiert Experten“ – die Sorge um die Lage der Weltwirschaft drückt sich heute nicht nur in Form markiger Überschriften aus. Auch der Aktienmarkt zollt der von der Europäischen Zentralbank (EZB) geäußerten Sorge vor weiteren schlechten Quartalen Tribut: Der Dax-Index verlor am Donnerstag 2,7 Prozent auf 4407 Punkte.

Auf Seiten der Gewinner weisen heute lediglich drei Titel geringe Zuwächse aus: Fresenius Medical Care und BMW gewinnen zwischen 0,1 und 0,4 Prozent, die Aktie der Deutschen Bank legte um 0,7 Prozent zu. Größter Verlierer ist die Aktie von Volkswagen – das Papier gab rund sieben Prozent ab. Gefolgt wird die Aktie des Wolfsburger Autobauers von Infineon und der Commerzbank. Beide Aktien verlieren rund 4,5 Prozent. Die Nebenwerte hielten sich im Vergleich zum Dax stabil: Der MDax verliert 1,2 Prozent und der SDax 2 Prozent. Auch der Technologieindex TecDax gibt rund 1,6 Prozent ab.

Auch an der Wall Street setzen sich die Kursverluste fort: Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss in Frankfurt bei 7820 Punkten. Dies entspricht einem Minus von rund 1,5 Prozent. Beobachter machen Zweifel am gestern vom US-Kongress genehmigten 789 Milliarden US-Dollar (USD) schweren Konjunkturpaket verantwortlich. Obwohl nun nahezu alle Details des Pakets öffentlich sind, sorgt allein die Größe für Verunsicherung: „Vergessen Sie die Trickle-Down-Ökonomie, dies ist die Flutwellen-Ökonomie“, bringt ein Hedge-Fonds-Manager die Gedanken der Marktteilnehmer zum jüngsten US-Konjunkturpaket auf den Punkt.


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