26. September 2009

Gold kämpft mit der 1000-Dollar-Marke:
BRIC-Staaten distanzieren sich vom Dollar - steigt der Goldpreis nachhaltig?

Gold statt Dollar: BRIC-Staaten setzen verstärkt auf das Edelmetall (Bild: Deutsche Bank AG)Gold statt Dollar: BRIC-Staaten setzen verstärkt auf das Edelmetall (Bild: Deutsche Bank AG)
Gold statt Dollar: BRIC-Staaten setzen verstärkt auf das Edelmetall (Bild: Deutsche Bank AG)

Es ist schon erstaunlich: Gold hält sich hartnäckig an der 1.000er USD-Marke und keiner traut dem Braten. Technisch und von den globalen Rahmenbedingungen müsste der Preis eigentlich zum Sprung in Richtung 1.200 US-Dollar (USD) ansetzen, um danach eventuell noch einmal auf 1.000 USD zu korrigieren. Eigentlich! Denn die ausgewiesene Shortposition in den Commitments of Traders zeigten zuletzt einen erneut um knapp 14.000 Kontrakte gestiegenen Shortüberhang beim Gold von nunmehr über 284.000 Kontrakten. Liegen die ansonsten gut positionierten Commercials (meist Goldproduzenten) dieses Mal falsch? Immerhin schaffte es der Goldpreis bislang ja trotz dieser massiven Shorts schon über die 1.000er-Marke.

Auffallend ist die global um sich greifende, negative Rhetorik bezüglich des US-Dollars. Die BRIC-Staaten China, Russland, Indien und Brasilien fielen zuletzt ebenso mit abfälligen Bemerkungen
zur Vormachtstellung der inzwischen inflationär gedruckten US-Valuta auf, wie Japan oder Frankreich unter den etablierten Industrienationen. Rohstoff– und Goldinvestor Eric Sprott vertritt die Meinung, dass die globale US-Dollar-Hegemonie, welche die US-Währung jahrzehntelang stützte, zu Ende sei.

China hat sich längst vom Dollar abgewandt

Das Vakuum bis zum Entstehen einer neuen Leitwährung dürfte massive Auswirkungen auf die globale Wirtschaftstätigkeit haben. Sprott verweist zudem auf die US-Bilanz: In den letzten zwölf Monaten hat man circa 2,2 Billionen USD aus allen Quellen eingenommen. Laut Finanzministerium belaufen sich die Schulden der USA per 31. August auf 11,8 Billionen USD. Dazu müsse man laut Sprott die gemachten finanziellen Versprechungen der Regierung Obama an seine Bürger addieren. Das National Center for Policy Analysis (NCPA) schätzt für die Sozialreformen alleine einen Aufwand von 17,5 Billionen USD, die Gesundheitsreform soll gar 89,3 Billionen USD (!) kosten.

Man brauche, so Eric Sprott sarkastisch, kaum einen Taschenrechner, um zu erkennen, dass die USA wohl kaum in der Lage sein dürften, auch nur die Zinsen für zusammen 118 Billionen USD zu zahlen. Sogar dann, wenn man die kompletten Steuereinnahmen eines Jahres zu 100 Prozent zur Zinszahlung nehmen würde! Die chinesische Regierung (als größter Gläubiger der USA) ist sich dieser Tatsache seit langem voll bewusst. Kein Wunder, dass man sogar das eigene Volk inzwischen auf Gold und Silber aufmerksam macht und verhindern will, dass der US-Dollar als „Sparwährung“ in naher Zukunft große Teile der chinesischen Bevölkerung verarmen lässt.

Dieses Vorgehen ist quasi eine 100-Prozent-Kehrtwende, da der Besitz und Erwerb von Gold noch vor Jahren verboten war. Es ist laut Eric Sprott nur eine Frage der Zeit, bis auch der Rest der Welt bemerkt, was die Amerikaner ihrer eigenen Währung angetan haben beziehungsweise gerade antun. Großinvestoren suchen bereits jetzt vermehrt nach einem Ausweg und wollen wenigstens zum Teil in Anlageklassen, die keine Regierung beliebig mit der Druckermaschine vermehren kann: Gold und Silber. Fazit: Während sich der US-Dollar über Jahrzehnte als „sicherer Hafen“ in unsicheren Zeiten erwies, scheint nun immer mehr die älteste Währung der Welt (Gold) diese Funktion zu übernehmen.

von Redaktion Rohstoffraketen am 26. September 2009 um 12:11 Uhr Finanzen, Gold
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9 Kommentare »

  1. Gold steigt bestimmt weiter, schon alleine dadurch, dass der $ faellt. Ob Gold auch in Euro steigt haengt davon ab, ob der Euro auch so entwertet, wollen wir es mal nicht hoffen, denn sonst Wo ist der reale Gewinn?

    Kommentar von paidmailer — 1. Oktober 2009 @ 18:35

  2. Ich denke nicht dass der EURO auch fallen wird.
    Es sind doch gegensätzliche Währungen mit dem Dollar.. oder liege ich falsch?

    Kommentar von Goldankauf — 16. Oktober 2009 @ 22:34

  3. also das Verhältnis zwischen Dollar und Euro ist wichtiger als die meisten Menschen glauben. Es wird wenig darüber gesprochen um keine Panik auszulösen aber bitte denkt alle mal nach wann der Dollar wichtig ist: vom ebay Kauf über die Fernreise, Rohstoffe wie öl bis hin zum Gold und Silberkurs. Wenn sich das Verhältnis EUR-USD entscheidend ändert können wir entweder richtig gewinnen oder richtig verlieren! GEBT ACHT!

    Kommentar von DollarSkeptiker — 4. Dezember 2009 @ 21:01

  4. Ich denke der Goldpreis wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Ich halte sogar eine verdopplung in den nächsten 10 Jahren möglich

    Kommentar von Altgold — 20. Dezember 2009 @ 15:56

  5. Wenn man Geld benötigt sollte man jetzt Gold verkaufen. Ich denke nicht, dass der Goldpreis noch deutlich zu übertreffen ist!

    Kommentar von Goldhelfer — 24. Mai 2010 @ 17:10

  6. Der Goldpreis wird weiter steigen. Allerdings sollte man bein verkauf sehr Vorsichtig sein. Vergleichen lohnt sich ! Immer bereitz zu Hause abwiegen
    Lg
    aus österreich

    Kommentar von Goldankauf — 30. Dezember 2010 @ 13:15

  7. Ach jede weitere Krise wird den Goldkurs wieder anheben. Und eins ist sicher und das sind die weltweiten Krisen.

    Kommentar von Goldankauf Muenchen — 12. Januar 2011 @ 08:54

  8. Wie man sieht befindet sich der Goldkurs nach wie vor auf steigendem Kurs. Ich denke das wird auch noch weiter nach oben gehen. Viele Grüße

    Kommentar von Lowboard — 22. Juli 2011 @ 08:21

  9. Der Goldkurs wird weiter steigen, da bin ich mir sicher - auch während der Eurokrise!

    Kommentar von Nagelstudio Hamburg — 8. Oktober 2011 @ 13:29

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