Gold, Platin, Palladium: Glänzende Marktlage bei Edelmetallen


Steter Glanz: Für Edelmetalle gibt es derzeit viele Argumente (Foto: pro aurum)Die anhaltende Diskussion um die Anhebung der US-Schuldengrenze ist nicht der einzige Preistreiber für Edelmetalle: Auch in Europa ist die Schuldenkrise nicht gelöst. Erst vor wenigen Tagen kündigte die Ratingagentur Moody’s an, ihre Bonitätsnote für Spanien überdenken zu wollen. Das zeigt: Obwohl das Rettungspaket für Griechenland und die sich zuspitzende Situation in den USA die europäische Krise vorerst von den Titelseiten verdrängt haben, bleiben die Probleme in Europa bestehen. Damit einher geht der Vertrauensverlust der Schuldenwährungen – sowohl Euro als auch Dollar schwächeln. Im Vergleich zum Euro erreichte der Schweizer Franken erst vor wenigen Tagen ein neues Rekordhoch. Doch kann der Franken nicht zum sicheren Hafen für Anleger aus dem Rest Europas oder gar der Vereinigten Staaten werden. Bereits heute ächzen Schweizer Exportunternehmen unter den hohen Notierungen des Franken. Auch das Britische Pfund hat während der vergangenen Jahre einen Großteil seines Ansehens eingebüßt. Als mögliche Alternativen bleiben Edelmetalle.

Insbesondere Gold hat während der vergangenen Wochen die Titelblätter der Finanzpublikationen dominiert. Kürzlich setzte Chuck Jeannes, Vorstand des Goldförderers Goldcorp noch einen drauf: China werde Indien bis Ende des Jahres als größten Importeur von physischem Gold ablösen. Und das, obwohl China gleichzeitig bereits der sechstgrößte Gold-Förderer der Welt ist, während es Indien in der weltweiten Produzenten-Rangliste nicht einmal in die Top 20 schafft. Neben der schnell wachsenden Nachfrage aus China muss das weltweite Gold-Angebot derzeit einen Schock verkraften: Streiks von Minenarbeitern in Südafrika, dem größten Goldproduzenten der Erde, sorgen dafür, dass das Angebot auf dem Goldmarkt weiter schwindet. Auch in Australien und Chile leidet der Minensektor unter Streiks von Arbeitern.

Commerzbank: Streiks könnten sich auf Platin- und Palladium-Minen ausweiten

Bei Platin gibt es im Vergleich zu Gold Nachholpotential (Chart: Godmode-Trader.de)Für Goldanleger eigentlich ein optimales Marktumfeld. Selbst wenn die Vereinigten Staaten – wie von vielen Experten erwartet – in letzter Sekunde doch noch eine Einigung über die Anhebung der Schuldengrenze erzielen sollten, bleibt der eigentliche Kurstreiber für Gold bestehen: die Staatsschulden. Dennoch lohnt es sich, neben Gold auch andere Edelmetalle zu beobachten. Während Gold bereits ein neues Rekordhoch erzielt hat, notieren Silber, Platin und Palladium im Vergleich zu Gold immer noch tiefer. Während Silber nach der spektakulären Rally und dem darauf folgenden Kurseinbruch vor wenigen Monaten von einigen Investoren noch immer kritisch beäugt wird, greifen institutionelle Investoren bei Palladium wieder zu: Die Netto-Long-Positionen dieser Marktteilnehmer an der Terminbörse Comex stiegen erst kürzlich auf ein Mehr-Monats-Hoch. Eine Studie der BNP Paribas sagt dem Metall darüber hinaus in den kommenden Jahren ein schwindendes Angebot voraus.

Auch kurzfristig könnte sich das Angebot bei Palladium und auch bei Platin verknappen: Die Analysten der Commerzbank halten eine Ausweitung der Streiks in südafrikanischen Goldminen auf Produktionsstätten für Platin und Palladium für sehr wahrscheinlich. Aus charttechnischer Sicht bestehen nach Analyse der Experten von Godmode-Trader.de sowohl bei Platin als auch bei Palladium Chancen. Auch wenn Gold derzeit für viele Anleger das Thema Nummer eins ist: Ein Blick auf Edelmetalle aus der zweiten Reihe lohnt sich.


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Die Aktien-Informationen und Marktdaten stammen von finanznachrichten.de.
Juli 30, 2011

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