Größter Betrug der Geschichte: Hedge-Fonds-Manager soll Anleger um 50 Milliarden Dollar geprellt haben


Dieser Fall könnte schlimmere Konsequenzen als der Enron-Skandal haben: Der ehemalige Chef der Computerbörse Nasdaq, Bernard Madoff, soll Investoren seines Hedge-Fonds mittels eines Schneeballsystems um mindestens fünfzig Milliarden US-Dollar (USD) betrogen haben. Dabei sollen die nach Einschätzung eines Branchenkenners überdurchschnittlich hohen Gewinne mit dem Geld neuer Investoren bezahlt worden sein.

Obwohl Madoff seinen Fonds vor Mitarbeitern bereits als „große Lüge“ bezeichnet haben soll, blieb er gegen eine Kaution von 10 Millionen USD auf freiem Fuß. Bei Verurteilung drohen ihm 25 Jahre Haft sowie eine Geldstrafe. Marktbeobachter sorgen sich nun vor eine Verkaufswelle bei Investmentfonds, da einige Gesellschaften Gelder aus Absolute-Return-Fonds als Subinvestoren bei Madoff angelegt haben sollen.


6 Gedanken zu „Größter Betrug der Geschichte: Hedge-Fonds-Manager soll Anleger um 50 Milliarden Dollar geprellt haben

  1. hedgefonds interessent

    Tja einfach bei der Auswahl des Fonds, mal auf die Details gucken und bei zu guten Angeboten lieber die Finger lassen, oder man gehört halt zum großen „Schneeball“ dazu und schaut in die Röhre, wenn das Geld weg ist. Manchmal ist weniger mehr, also lieber ein paar Prozentpunkte weniger, dafür aber mehr Sicherheit, bringt am Ende manchmal mehr.

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  2. Nico Popp Beitragsautor

    @ hedgefonds interessent: Klar ist das eine goldene Regel des Investments aber so einfach ist es nun auch wieder nicht! Nicht jeder, der Geld verliert, weil er abgezockt wird, war gierig. Wir müssen einfach akzeptieren, dass im Sommer 2007 für die Finanzmärkte eine andere Zeitrechnung begonnen hat. Ich will niemandem, der mit einem Garantie-Zertifikat von Lehman einen Totalverlust erlitten hat, Gier vorwerfen. Ich würde es mir so zu einfach machen.

    Hinzu kommt, dass die (virtuelle) Wertentwicklung des Madoff-Fonds ja sehr solide war und der Fonds nur eine sehr geringe Volatilität aufgewiesen hat. Hätten sich die Anleger allerdings an Buffetts Leitidee orientiert, wonach man nur in Dinge investieren soll, die man auch versteht, wären wohl einige verschont geblieben. Ich glaube kaum, dass so viele Anleger Madoffs „Kragen-Strategie“ wirklich nachvollziehen konnten.

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