12. Juli 2006
Insider kaufen:
Wann geht es wieder nach oben?
Obwohl sich die europäischen Aktienmärkte noch immer unentschlossen zeigen, sind die Vorstände von weiteren positiven Wertentwicklungen überzeugt. Laut einem FAZ-Artikel kaufen Insider verstärkt wieder Aktien des eigenen Unternehmens. Auch mit dem Hintergrund niedriger Bewertungen europäischer Aktien erscheint ein Investment in Standardwerte momentan langfristig interessant. Das Stichwort “stock-picking” wird jedoch in vielen Interviews von Fondsmanagern genannt: Es wird damit gerechnet, dass der erfolgreiche Investor in den nächsten Monaten auf ausgewählte Erfolgs-Sparten setzen muss. Die hohe Volatilität an den Märkten erschwert es zudem, gute Einstiegspunkte zu finden.
am 12. Juli 2006 um 11:32 Uhr
Standardwerte
Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Autoren dieses Blogs Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht. Das Angebot stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar und dient lediglich der Information.

Ich kann mich nicht erinnern, wann die Fondsmanagern das “Stock-Picking” nicht als die gerade angesagte Strategie propagiert haben. Sie sagen ja immer “Stock-Picking”, um ihren Job natürlich zu rechtfertigen, denn die Privatinvestoren fühlen sich hier am stärksten auf professionellen Rat angewiesen. Ich erinnere so gut wie keine Situation, bei der die Manager gesagt haben: “Der Markt ist ein Kauf” oder “Man muss aus dem Markt raus”. Aber einerseits ist dies (für mich) die erste und entscheidende Bedingung für den Anlageerfolg und andererseits beweisen uns die Manager Quartal für Quartal und Jahr für Jahr, dass sie mit ihrem Stock-Picking auch nicht über dem Marktdurchschnitt performen können.
Kommentar von saviano — 13. Juli 2006 @ 11:15
Natürlich rechtfertigen Fondsmanager ihre Tätigkeit durch solche Aussagen. Ich denke jedoch, dass der Herbst für Anleger etwas schwerer werden wird als die ersten fünf Monate des Jahres. Um eine gute Performance zu erzielen werden Anleger nicht auf Indizes, sondern auf Einzeltitel setzen müssen. Im ersten Halbjahr war es fast einfacher, sich ein DAX-Zertifikat zu kaufen - sieht man einmal von Top-Performern wie ThyssenKrupp oder MAN ab. Im zweiten Halbjahr rechne ich damit, dass wenige Einzeltitel dafür sorgen, dass sich der DAX moderat in Richtung 6300 entwickelt. Könnte zudem gut sein, dass das rosa bzw. magenta Schwergewicht, das vor Monaten den Index gebremst hat, nun zum Zugpferd wird…
Deswegen der Passus mit dem “stock-Picking”, nicht weil es bekannte Phrasen von Fondsmanagern sind, sondern, weil ich für diesen Herbst fest an die Notwendigkeit von “stock-picking” glaube.
Kommentar von Nico Popp — 13. Juli 2006 @ 11:49