Kollektive Asset Allocation nach Risikoklassen: Weniger risikobereite Anleger setzen weiter auf Zinspapiere


Intelligent Recommendations wertet kollektive Anlageentscheidungen aus und erstellt Analysen. Machen Sie kostenlos mit!Das interaktive Anlegerportal Intelligent Recommendations befragt seine Nutzer monatlich nach deren Anlageverhalten und berechnet daraus für Anleger interessante Statistiken. Bis November wurden von den Nutzern mehr als eintausend Empfehlungen für verschiedene Anlageklassen abgegeben. Da die Teilnehmer selbst entscheiden können, wie risikobewusst sie investieren, lohnt sich ein Blick in die Statistik: Welche Anlageklassen bevorzugen die weniger risikobereiten Investoren und bei welchen Assets greifen die Risikobereiten zu? Intelligent Recommendations hat gemeinsam mit Aktien-Blog die Anlageklassen Aktien, Geldmarkt, Rohstoffe, Immobilien, Anleihen sowie sonstige Anlageklassen wie Hedge-Fonds, Mischfonds oder Zertifikate genauer untersucht und analysiert, welche Assetklassen von den jeweiligen Anleger-Typen favorisiert werden.

Betrachtet man die Anlageklasse Aktien, so fallen keine Überraschungen auf: Während die risikobereiten Anleger mit einem Anteil von 80 Prozent am stärksten auf Aktien setzen, nimmt die Vorliebe für Wertpapiere mit abnehmender Risikobereitschaft der Anleger ab und liegt bei den weniger risikobereiten Investoren bei knapp über dreißig Prozent. Unspektakulär sind die Ergebnisse auch bei den Assetklassen Sonstiges und Währungen: Eine geringe Depotgewichtung sowie nur marginale Unterschiede zwischen den Risikoklassen lassen hier kaum eine Interpretation zu.

Wie verhalten sich die Risikogruppen in den nächsten Monaten?

Wie wird sich die kollektive Asset Allocation in den kommenden Monaten entwickeln? (Quelle: Intelligent Recommendations GmbH)Spannend sind jedoch die Anlageklassen Geldmarkt, Immobilien und Anleihen. Trotz der Verwerfungen des Finanzsystems in Folge der Kreditkrise und weltweit verbreiteter Inflationsangst setzen weniger risikobewusste Anleger mit Investitionen am Geldmarkt und in Anleihen am stärksten auf Zinsanlagen. Der ein oder andere offene Immobilienfonds dürfte dazu beigetragen haben, dass die weniger Risikobereiten auch bei den Immobilien dominieren. Es macht den Anschein, als habe sich die Gruppe der risikoaversen Marktteilnehmer noch nicht entschieden, wie sie auf die Finanzkrise reagieren soll – von Anlagen in Rohstoffe, die zumindest einen Schutz vor Inflation versprechen, ist diese Gruppe noch weit entfernt. Doch bleiben auch die anderen Risikogruppen mit ihrem kollektiven Depotanteil bei Rohstoffen unter zehn Prozent.

Es wird interessant sein zu sehen, wie die unterschiedlichen Risikogruppen in den kommenden Monaten auf anziehende Inflationsraten reagieren. Derzeit liegen die Teuerungsraten in den größten Währungsräumen noch immer unter der Marke von einem Prozent. Während die Risikogruppen der Risikobereiten, der tendenziell Risikobereiten und der ausgeglichen Risikobereiten durch ihre verhältnismäßig hohe Aktienquote zwischen 60 und 80 Prozent am Gesamtdepot gegen Preissteigerungen abgesichert sein dürften, drohen den vorsichtigen Anlegern durch ihre hohen Anteile an Zinspapieren im Falle stark steigender Inflationsraten Verluste. Wir werden die Entwicklung der kollektiven Asset Allocation dieser Gruppen weiter verfolgen und dazu künftig jeden Monat Einblick in die Daten geben.

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Dezember 3, 2009

2 Gedanken zu „Kollektive Asset Allocation nach Risikoklassen: Weniger risikobereite Anleger setzen weiter auf Zinspapiere

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