Make Money:
Frickscher Telefon-Terror im Börsenformat
Seit zwei Wochen ist der Börsenzirkus um eine Attraktion reicher: Markus Frick unterhält jeden Donnerstag um 12.30 Uhr auf N-24 die Börsenprofis und die, die es werden wollen (Aktien-Blog berichtete). Grundlagen wie Stop-Loss, Erteilung von Aufträgen und zahlreiche Fragen zu Einzelwerten werden von Frick in gewohnter Manier erläutert. Dabei fallen einige altbekannte Phrasen aus Fricks Büchern und Seminaren, Aktionäre von Amazon, Lycos oder Infineon werden entrüstet angeschrien und während einer “Turbo-Call-In-Runde” brüllt Frick seine Einschätzungen unter dynamischer Musik noch motivierter ins Mikrofon. Die Sendung lebt eindeutig von den Anrufern, die ihrem “Börsen-Altmeister” Fragen zu bekannten Aktien wie Deutsche Telekom, VEM Aktienbank, Kloeckner & Co. oder Salzgitter stellen und im Gegenzug vage Einschätzungen und bekannte Fakten geliefert bekommen. Es liegt nahe, anzunehmen, dass sich ein Teil der Anrufer bei “Make Money” aus Fricks Fangemeinde rekrutiert. Im Vorfeld der Sendung hatte Frick in einem kostenlosen Newsletter für die Sendung geworben und die Leser ermuntert, Fragen zu stellen. Klarere Einschätzungen und Tipps unabhängig von den Anrufern würden der selbsternannten “Börsenshow” jedoch eindeutig ein seriöseres Image verleihen. So bietet “Make Money” keinen Mehrwert - Aktien die bereits Anrufer einer Telefonhotline kennen, sind meist schon sehr teuer und stark gestiegen. Wer sich dennoch ein eigenes Bild von Fricks Sendung “Make Money” machen möchte, kann dies online tun.

[...] Führende Finanzexperten und Analysten von Banken sehen die deutschen Aktienmärkte vor einem erfolgreichen vierten Quartal 2006. Nach den vereitelten Terroranschlägen von London und der befriedigenden Berichtssaison von Aktiengesellschaften, sind Anleger wieder kauflustig. Dass zudem in den USA keine weiteren Zinserhöhungen geplant sind, sorgt ebenfalls für Zuversicht. Technische Analysten sehen den deutschen Leitindex DAX jenseits der 5800 Punkte in relativer Sicherheit - schließlich hatte der Index innerhalb der Range zwischen 5700 und 5800 Punkten in der Vergangenheit mehrmals wieder Punkte abgegeben. Die größten Hürden auf dem Weg über die 6000-Punkte-Marke scheint also genommen. Die neue Zuversicht erreicht derweil auch Privatanleger. “Aktien-Gurus” wie Markus Frick treten mittlerweile schon im Fernsehen auf und verbreiten ihre Empfehlungen auf unkonventionelle Weise.Gestern noch zu Tode betrübt, heute bereits euphorisch: Die launigen Börsen vergessen schnell. [...]
Pingback von Finanz News » Aktienmarkt Vorhersage für das vierte Quartal 2006 — 19. August 2006 @ 13:22
Hallo, hier gibt es weitere Infos zu Börsenbriefen: http://www.aktienboerse.blog.de
Kommentar von Daniel — 7. Juni 2007 @ 17:53