Marihuana-ETF: So kann man investieren


Cannabis-Pflanzen machen Anlegern Hoffnung. Jetzt gibt es sogar einen Marihuana-ETF (Foto: West Midlands Police, CC-Lizenz)

Cannabis-Pflanzen machen Anlegern Hoffnung. Jetzt gibt es sogar einen Marihuana-ETF (Foto: West Midlands Police, CC-Lizenz)

Seit Januar 2018 ist Marihuana auch im US-Bundesstaat Kalifornien frei verkäuflich. Nach Colorado, Washington, Alaska und Oregon hat sich ein weiterer Bundestaat zu einem liberalen Umgang mit der Nutzpflanze entschlossen. Auch in Europa gibt es zunehmend einen Trend hin zur Legalisierung von Marihuana: Während das Kraut in den Niederlanden seit Jahren geduldet wird, hat ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland zumindest dafür gesorgt, dass so genanntes medizinisches Hanf Schmerzpatienten unter gewissen Umständen zur Verfügung stehen muss. Diese Entwicklung ruft auch immer mehr Investoren auf den Plan. Marihuana gilt als kommender Milliarden-Markt. Sogar einen Marihuana-ETF gibt es mit dem HORIZONS MARIJUANA LIFE SCIENCES INDEX ETF (WKN: A2DTQB) bereits.

Cannabis mit Marktpotenzial bis 45 Milliarden Dollar

Aufgrund der fortschreitenden Liberalisierung, rechnen Anleger damit, dass der Rubel rund um Cannabis schon bald rollt. Bereits heute gibt es vor allem in Nordamerika einige Unternehmen, die sich mit Anbau, Vertrieb und der Herstellung von Konsumzubehör auseinandersetzen. Hauptargument der Befürworter einer Cannabis-Liberalisierung ist die positive Wirkung auf Kranke: Cannabis gilt als schmerzstillend, beruhigend, appetitanregend und wirkt dem Tremor, also dem unkontrollierten Zittern, beispielsweise bei Parkinson, entgegen. Dabei sollen die Nebenwirkungen gering ausfallen und vor allem weitgehend ungefährlich sein.

Im Zuge der Legalisierung von Cannabis zur medizinischen Nutzung gibt es, wie zuletzt in Kalifornien geschehen, die Nutzung als Genussmittel. Zwar streitet sich die Wissenschaft über die Gefahr, die von einem regelmäßigen Gebrauch von Marihuana ausgeht, doch gilt Cannabis im Vergleich mit beispielsweise Alkohol oder harten illegalen Drogen, als weniger gefährlich. Wie der Deutsche Hanfverband schätzt, könnten während eines Kalenderjahres bis zu 3,9 Millionen Menschen allein in Deutschland Cannabis konsumieren. Im Falle einer Legalisierung oder Liberalisierung des Marktes, könnte ein riesiges Potenzial entstehen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schätzt, könnte der legale Cannabis-Markt leicht 35 bis 45 Milliarden Dollar umfassen.

Marihuana-ETF profitiert auch von deutscher Liberalisierung

Es sind solche Zahlen, die Unternehmen wie Medbox, ein Hersteller von Verkaufsautomaten für Medikamente oder Tranzbyte, ein Marihuana-Händler, an der Börse beflügeln und teilweise bereits für Kursgewinne von mehreren hundert Prozent gesorgt haben. Doch der Markt ist unübersichtlich. Während es eine Reihe seriöser Unternehmen rund um die Cannabis-Pflanze gibt, tummeln sich wie auf jedem Wachstums-Markt auch Schwarze Schafe. Manche Unternehmen ändern ihren Namen und werden schlagartig deutlich höher bewertet. Auch angesichts solcher Entwicklungen raten Profis dazu, bei Cannabis-Aktien auf bewährte Titel zu setzen.

Hochwertige Marihuana-Aktien finden sich seit kurzem im HORIZONS MARIJUANA LIFE SCIENCES INDEX ETF (WKN: A2DTQB). Der Marihuana-ETF lässt sich in Deutschland über Tradegate sowie einige Regionalbörsen handeln und bündelt derzeit 21 Unternehmen. Beispiele sind Aurora Cannabis, Aphria, GW Pharmaceuticals, Insys Therapeutics, Scotts Miracle-Gro, 22nd Century Group oder auch Zynerba Pharmaceuticals. Mit einem Anteil von 12,49 Prozent ist mit Canopy Growth auch ein Unternehmen vertreten, welches das medizinische Hanf Bedrocan nach Deutschland liefert. Der Cannabis-ETF ist aktuell bereits mehrere hundert Millionen Dollar schwer und legte in den letzten drei Monaten um rund 138 Prozent zu.

Marihuana-ETF besser als Einzelaktien

Die Cannabis-Branche ist damit zu einem an der Börse beliebten Wachstumsfeld geworden. Angesichts der bereits erfolgten Kursgewinne sind Rückschläge durchaus möglich. Falls der bestehende Liberalisierungstrend nicht anhält, könnte es für Gras-Investoren schnell ungemütlich werden. Dennoch bietet der ETF viele Vorteile: Anleger investieren weitgehend diversifiziert und können darüber hinaus sicher sein, dass die im ETF enthaltenen Marihuana-Unternehmen auch wirklich in der Branche tätig sind. Statt auf windige Cannabis-Aktien aus Newslettern hereinzufallen, kann der Marihuana-ETF für Anleger eine gute Alternative sein.

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