11. Oktober 2007

Verdacht der Kursmanipulation:
Hausdurchsuchungen bei Markus Frick

Bald auf der Anklagebank? Gegen Markus Frick wird ermittelt.Bald auf der Anklagebank? Gegen Markus Frick wird ermittelt.
Bald auf der Anklagebank? Gegen Markus Frick wird ermittelt.

Der “Fall Frick” zieht weiter seine Kreise: Nachdem die Aktien der selbsternannten Stimme des Geldes im Juni dieses Jahres nach einigen Fehlgriffen dramatisch gesunken waren und Frick seine TV-Show “Make Money” unter öffentlichem Druck aufgeben musste, wurde nun auch die Staatsanwaltschaft aktiv. Nach Medienberichten soll die Staatsanwaltschaft Berlin Anfang Oktober etwa zwölf Privat- und Geschäftsräume durchsucht haben.

Die Behörden gehen nach eigenen Angaben dem Verdacht nach, wonach Frick selbst Aktien verkauft haben soll, die er zuvor empfohlen hatte - ein Verdacht der Kursmanipulation. Ins Rollen geriet der Fall, nachdem einige Abonnenten, die sich durch Empfehlungen Fricks geschädigt sahen, Anzeige erstatteten. Bei den Aktien handelte es sich um die Papiere von StarGoldMines, StarEnergy und Russoil. Allesamt “Werte“, die im Sommer teilweise spektakulär verloren hatten und deren Geschäftstätigkeit von vielen Marktbeobachtern angezweifelt wird.

von Nico Popp am 11. Oktober 2007 um 11:12 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe

10 Kommentare »

  1. Tja, da ist er wohl einigen Leuten zu mächtig geworden.Ich war schon auf einem Seminar un dich fand es gut, denn er hat eigentlich nie gesagt, dass alles leicht ist,sondern ständig gewarnt vor den Verlusten.
    Bin gespannt wie das weitergeht.

    Kommentar von Markus Meister — 11. Oktober 2007 @ 12:12

  2. Das ganze Gerede von Stop-Loss beginnt aber dann absurd zu werden, wenn eine Aktie an einem Tag 80 Prozent verliert und die braven Lemminge dazu angehalten wurden, den Stop-Loss “im Kopf und auf Schlusskursbasis” zu setzen.

    Ich habe vor Jahren mal ein Seminar bei Frick gewonnen. Als Einstieg nicht schlecht, geht mit Büchern aber sicher preiswerter.

    Kommentar von Nico Popp — 11. Oktober 2007 @ 12:22

  3. Der gute Markus hat in erster Linie sich selbst blendend verkauft und viele seiner Abonennten in wertlose Börsenmäntel gejagt, falls es sich heruasstellen sollte, daß er dafür bezahlt worden ist, wird es eng für ihn. imo ist es fast unmöglich das nachzuweisen, wenn das über ausländische Konten abgewickelt wurde.

    Kommentar von kfe — 11. Oktober 2007 @ 13:46

  4. Ich finde gerade die Janusköpfigkeit bei Frick sehr gefährlich: Einerseits lehrt er einen wirklich gutes Börsenwissen, d. h. Stoppkurs, Websites mit RT-Kursen, etc. Andererseits treibt er die Leute in fatale Investmensts wie die o. g. Russenaktien. Speziell in seiner Fernsehsendung hat er durchaus annehmbares geboten. Alles in allem wird man den Verdacht nicht los, daß die seriöse Seite Fricks nur als Angelhaken diente, um Interessierte in seine (teuere) Hotline zu locken und dort möglicherweise mit betrügerischen Manipulationen auszunehmen. Immerhin, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
    Im Moment beginnt die neue Serie der Frickseminare. Es sind wohl Flugblattaktionen und dergleichen von enttäuschten Abonnenten geplant. Auf diese Weise werden die möglichen ‘Neulemminge’, die schon nasse Augen wg. ihrer zukünftigen Millionen haben, die Chance haben, alles gleich schon mal von einer anderen Seite zu sehen und sich zu überlegen, ob Frick für sie der richtige Ratgeber ist. Der Schatten des Zweifels schwebt über Frick und, egal wie die Ermittlungen ausgehen werden, den wird er nicht mehr los. Dafür sind wir möglicherweise bald die ‘Stimme des Geldes’ los. Es bleibt spannend…

    Kommentar von UrsW. — 11. Oktober 2007 @ 20:06

  5. Ich sehe das genauso wie UrsW - auf der einen Seite seriöse Texte auf der anderen Seite hochspekulative Russenaktien welche sich absolut überhaupt nicht für den Anfänger eignen.
    Kurios ist auch: Er nimmt den Preis vom Vortag und steigt nur dann ein, wenn am Folgetag die Aktie 5-10% höher steht. Es gibt mehrere Beispiel wo eine Aktie den Kaufpreis definitiv zu keinem Zeitpunkt am betreffenden Tag hatte.
    Außerdem wie kann es sein das er auf der einen Seite Diversivizierung predigt, auf der anderen Seite hochspekulative Explorer mit 100% Gewichtung über Monate hält…..
    Für seine (theoretische) Depotperformance ist Hern Frick scheinbar jedes Mittel recht.
    Bezüglich seiner Texte “mit Hand und Fuß” würde ich folgendes Vermuten:
    Er bekommt Sie von anderen Börsenbriefen Man beachte z.B. hierbei die Ähnlichkeiten zu den Rohstoffraketen: Bestimmte (Rohstoff)Aktien werden mit gleichen Konsens im gleichen Zeitraum wie bei den RSRlern behandelt. Er kommt aber nicht auf die Idee z.B. eine Russenaktie gegen eine Thompson Creek zu tauschen - oder eine seiner ausführlich vorgestellten DAX/MDAX - Werte ins Depot zu nehmen.

    Kommentar von Richthoven — 11. Oktober 2007 @ 20:57

  6. @ von Richthofen:
    Ich hatte an dieser Stelle schon die eine oder andere heftige Debatte über den Verdacht geführt, daß Frick sowie die diversen Raketen- und -Diamantenbriefe mehr oder weniger der gleiche Laden sind. Man schaue nur mal in die heutige kostenlose e-mail von M. Frick:
    “Ich werde oft gefragt, welchen Börsenbrief ich eigentlich privat lese? Eigentlich fast alle Börsenbriefe, die es in Deutschland gibt. Es gibt aber nur wenige Börsenbriefe und Magazine, die ich weiterempfehlen kann.

    Im Rohstoffbereich finde ich die Kollegen von Rohstoffraketen.de und Pennystockraketen.de sehr gut. Im Aufspüren von neuen Trends sind die Kollegen von Trendraketen unschlagbar. Ein Börsenbrief, der alles abdeckt, ist der Börsenbrief http://www.Kursdiamanten.de.

    Ich finde diesen Börsenbrief sehr gut, denn er erscheint am Wochenende und unter der Woche kommen immer regelmäßig Updates. Am besten Sie schauen sich mal eine Probeausgabe von http://www.Kursdiamanten.de an. Klicken Sie einfach auf den folgenden Link…”.
    Das war früher schon so, da gab es sogar gegenseitige ‘Sonderangebote’: abonnierst du mich, kriegst du den anderen soundsoviel billiger, etc…
    Das hörte dann nach dem Absturz der ‘Russenaktien’ abrupt auf, keiner wollte mehr mit Schmuddelkind Frick spielen, ich möchte wetten, daß es nicht mehr lange bis zum nächsten ‘Angebot’ dauert, Geschichte wiederholt sich anscheinend…
    Mein Verdacht: alles derselbe Laden. Meine Schlußfolgerung: Finger weg!

    Kommentar von UrsW. — 11. Oktober 2007 @ 22:28

  7. [...] gestern bereits Hausdurchsuchungen bei “Börsen-Guru” Markus Frick bekannt wurden, ist die Börsenlandschaft bereits heute [...]

    Pingback von Anlagebetrug bei Emissionshaus? Ermittlungen gegen Erneuerbare-Energien-Spezialist EECH » Aktien-Blog — 12. Oktober 2007 @ 10:06

  8. Es geht darum , ob

    es Kursmanipulationen gab, mehr wird nicht untersucht.

    Für Geschädigte :

    sammelklage1@yahoo.de

    Kommentar von Fuss — 22. Oktober 2007 @ 21:33

  9. Immerhin, die erwarteten Flugblattaktionen etc. zum ersten Seminar nach der Sommerpause sind anscheinend komplett ausgeblieben, weit und breit niemand zu sehen. Die Scham, sich als naiver Leichtgläubiger zu outen sowie die Trägheit, überhaupt selbst initiativ zu werden überwiegen doch den Drang, es dem Herren mal zu zeigen. Das hörte sich in den ersten Tagen nach dem Absturz der sogenannten Russenaktien doch ganz anders an, wenn man damals durch die einschlägigen Foren surfte. Dabei wäre es sicherlich kein schlechter Denkanstoß für den zukünftigen Jünger, bevor er sich das Frickprogramm einimpfen läßt, das Ganze mal von einer anderen Seite zu sehen; es würde schon der Pressebericht mit dem Titel “Wie konnten wir so blöd sein”( http://www.zeit.de/2007/32/Boersenguru-Frick ) als Flyer herumgereicht ausreichen, bei dem einen oder anderen die grauen Zellen in Bewegung zu setzen. Genau so etwas (und zum Glück auch alles Denkbare illegale) ist aber ausgeblieben und es würde mich auch nicht wundern, wenn bei den staatsanwaltlichen Ermittlungen nichts heraus kommt. Ich möchte einfach mal behaupten, daß sich die Geschichte wiederholen und alles beim Alten bleiben wird - alles wie gehabt…

    Kommentar von UrsW. — 23. Oktober 2007 @ 00:14

  10. So ist das wenn Baeckermeister Karriere als Finanzgenies machen. Das einzige Konto, das wirklich wuchs ist sein eigenes. Die Gier der Leute nach unverdientem Geld ist immer eine gute Basis fuer eigenes Wohlergehen. Herr, schmeiss Hirn vom Himmel: Keiner schenkt dir etwas, nicht die bank und schon gar nicht Betrueger wie Frick.

    Kommentar von Yuppie — 18. August 2008 @ 10:43

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Aktien-Info

STAR ENERGY NEW DL-,001
WKN:A0H1KV
ISIN:US85511V2034
Herkunft:USA
Branche:Rohstoffe (Metalle)
Aktienanzahl:33,87 Mio.
Marktkapitalisierung:1,12 Mio. €
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Stargold Mines Inc.
WKN:A0LE2S
ISIN:US85528Y1091
Herkunft:USA
Branche:Bergbau
Aktienanzahl:56,22 Mio.
Marktkapitalisierung:1,91 Mio. €
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