3. Mai 2006

Markus Frick goes Maischberger:
Die Analyse

Markus Frick bei Maischberger - Auf dem Weg in die Politik?Was charakterisiert die Aktien-Hausse? Woran merkt man, dass Aktien wieder salonfähig sind und selbst Friseure, Metzger oder Bäcker die Gier nach dem schnellen Geld gepackt hat? Die Massenmedien sind wohl der beste Indikator dafür, dass spekulative Geldanlagen Einzug in die deutschen Wohnstuben gefunden haben. Bereits vor einigen Monaten berichtete die Bild-Zeitung von spektakulären Börsengewinnen, die Oma Müller mit Rohstoff-Aktien eingefahren hat. Nun hat der Hype auch die ARD erreicht. Am gestrigen Dienstag war Markus Frick bei Sandra Maischberger zu Gast. Zum Thema “Revolution: Nie mehr arbeiten! Geld für alle!” erzählte der Self-made-man aus Sinsheim von seinen Seminaren und davon, dass die Menschen nicht ihre Zeit, sondern ihre Arbeit verkaufen sollten. Doch der Reihe nach. Die Diskussion war geprägt von Götz Werners Utopie, allen Menschen ein Grundgehalt von 1500 Euro monatlich auszuzahlen, unabhängig davon, ob diese arbeiten oder nicht. Lothar Späth und Oskar Lafontaine nahmen sich des Themas dankend an und luden altbekannte Floskeln ab. Lange bliebt der heimliche Held des Abends, Markus Frick, still auf seinem Stuhl sitzen. Erst als Sandra Maischberger mit dem Zusatz “Sie haben bisher so wenig gesagt Herr Frick”, Börsenguru Markus Frick in die Diskussion einband, begann die Sendung spannend zu werden.

“Wenn Sie schon mein Seminar besucht hätten, würden Sie eine solche Frage nicht stellen”, entgegnete Frick auf die Frage, was denn nun werden solle, wenn niemand mehr arbeitet und alle nur noch spekulieren würden. Daraufhin betonte Frick seine Herkunft, die Tatsache er hätte bisher immer gearbeitet und weitere altbekannte Floskeln, die jedem Seminarbesucher bekannt sein dürften. Nicht viel Neues von Markus Frick, doch war er auch zugegebenermaßen schlecht in die Diskussion eingebunden, Laffo und Co. ließen kaum Zeit für Einwände. Zwar waren alle Anwesenden in gewisser Weise Selbstdarsteller, doch waren sie auch Politiker - eine Profession, der Frick (noch) nicht nachgeht.

von Nico Popp am 3. Mai 2006 um 09:00 Uhr, Anekdoten, Börsenbriefe

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