Multi Asset in unsicheren Zeiten


Verluste tun weh - clevere Anleger stellen sich breit auf (Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de)

Verluste tun weh – clevere Anleger stellen sich breit auf (Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de)

Anlagegurus wie „Mr. Dax“ Dirk Müller oder auch der „Börsenprofessor“ Max Otte ziehen mit ihren Büchern viele Menschen in ihren Bann. Inzwischen haben die eloquenten Börsenexperten sogar eigene Fonds auf den Markt gebracht. Doch das vergangene Jahr lief bei beiden „Gurus“ nicht gerade rosig. Selbst im Vergleich mit ähnlichen Fonds schnitten die Produkte der beiden bekannten Börsengesichter nicht gut ab. Diese Erfahrung zeigt, dass Anleger ihre Finanzen nie vom guten Händchen eines Fondsmanagers abhängig machen sollten. Wer vorgibt, den Markt im Griff zu haben, fällt schnell auf die Nase.

Mehr Anlageklassen, mehr Sicherheit

Um Rückschläge gering zu halten, bietet es sich an, in möglichst verschiedene Märkte zu investieren. So genannte Multi-Asset-Fonds haben den Anspruch, mindestens Aktien und Anleihen miteinander zu kombinieren und so Risiken für Anleger zu senken. Manche Produkte mischen zusätzlich auch noch Rohstoffe oder Immobilien bei und sorgen so für einen noch ausgewogeneren Anlage-Mix. Im Gegensatz zu vielen Aktienfonds, die mit ihrem besonderen Ansatz punkten wollen, überzeugen Multi-Asset-Fonds auf der Langstrecke.

Da es immer wieder Marktphasen gibt, in denen sich Aktien nicht so gut entwickeln, bieten Fonds, die mehrere Anlageklassen kombinieren, gerade während dieser Phasen Stabilität. Gerade Aktien und Anleihen entwickeln sich oft entgegengesetzt: Wenn Aktien steigen, sind Anleihen wenig attraktiv. Im Gegenzug sind Anleihen als sicherer Hafen gesucht, wenn es bei Aktien turbulenter zugeht. Mischfonds kombinieren beide Anlageklassen mit dem Anspruch einer langfristig soliden Kursentwicklung.

Dank Multi-Asset-Fonds gut positioniert

Doch Multi Asset ist nicht gleich Multi Asset. Inzwischen gibt es mehrere hundert verschiedene Fonds. Manche bauen auf feste Quoten zwischen Aktien und Anleihen, andere agieren flexibel. Manche versuchen, während einer Aktienhausse möglichst große Rendite zu erwirtschaften und nehmen bewusst auch mal Rückschläge in Kauf. Andere streben sichere Renditen zwischen 3 und 5 Prozent an. Diese Produktvielfalt ermöglicht es Anlegern, genau diejenigen Mischfonds zu kaufen, die auch zum jeweiligen Risikoprofil passen.

Eines haben Multi-Asset-Produkte aber gemein: Dank der verschiedenen Anlageklassen schwanken diese Fonds weniger stark als beispielsweise reine Aktienfonds. Für Sparer, die einen langfristigen Vermögensaufbau anstreben und geringe Risiken eingehen möchten, sind Mischfonds daher oftmals die bessere Alternative. Die Bündelung verschiedener Anlageklassen hat darüber hinaus noch den Vorteil, dass Multi-Asset-Fonds bereits einen Großteil des Kapitalmarkts abdecken und sich somit als Basisinvestment eignen. Ausgehend von einem solchen soliden Fundament können Anleger einfach eigene Schwerpunkte setzen, ohne Gefahr zu laufen, unausgewogen investiert zu sein.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.