Teurer Stahl, knappes Öl: Kosteninflation beim Minenbau stoppt Novagold


RohstoffraketenDer Börsenbrief Rohstoffraketen erwartet, dass die Kosten für den Bau von Minenprojekten künftig steigen werden. Einer der Hauptgründe liegt nach Angaben des Börsenbriefs in den steigenden Preisen für Stahl und Öl. Da diese Rohstoffe beim Bau und während des Betriebs von Minen gebraucht werden, könnten hohe Weltmarktpreise dazu führen, dass geplante Minenprojekte unrentabel werden. So geschehen bei Novagold Anfang der vergangenen Woche.

Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass der Bau der Galore Creek Gold- und Kupfermine gestoppt wurde. Entgegen der Planungen aus der Machbarkeitsstudie, in der man für die Entwicklung von Galore Creek zwei Milliarden US-Dollar (USD) veranschlagt hatte, hätte das Projekt wohl bis zu fünf Milliarden USD gekostet. Novagold Joint-Venture-Partner Teck Cominco teilte mit, dass die stark gestiegenen Kosten den Bau und die anschließende Ausbeutung der Mine unrentabel gemacht hätten. Rohstoffraketen zieht aus diesem Umstand zwei Schlüsse: Einerseits wird das Angebot an Rohstoffen knapper, je weniger Projekte aufgrund der hohen Kosten für Öl und Stahl den Produktionsstatus erreichen. Andererseits sinkt die Rentabilität der Minenkonzerne mit zunehmenden Kosten für die Entwicklung und den Betrieb von Bergbauprojekten.

Nach Einschätzung von Rohstoffraketen bleibt für beide Szenarien nur eine Lösung übrig, um die Versorgung der Weltwirtschaft mit Rohstoffen sicher zu stellen: um ökonomisch nutzbar zu sein, müssten die Preise aller Rohstoffe im Gleichschritt mit den Preisen für Öl und Stahl steigen. Gerade in Untergrundminen wird für den Ausbau von Schächten oder für Sicherheitsvorkehrungen Stahl benötigt. Strom wird nicht selten mittels Dieselgeneratoren gewonnen.


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