Öl wird wieder billiger: US-Märkte ignorieren Obamas Konjunkturpaket


'825 Milliarden sind nicht genug' - So bewertet die Börse Obamas KonjunkturpaketNachdem der Dax-Index nach Eröffnung der US-Märkte weiter Federn gelassen hatte und den Handel mit einem Minus von 1,9 Prozent bei 4336 Punkten beendete, drehten die Börsen in den USA im weiteren Handelsverlauf zeitweise sogar deutlich ins Plus. Kommentatoren machten insbesondere das neue Fünf-Jahres-Tief bei Öl, die Hoffnung auf neuerliche Staatshilfen für den US-Bankensektor sowie das neue Konjunkturpaket für die zwischenzeitliche Erholung verantwortlich. Doch währte die Hoffnung auf ein Wirken der staatlichen Maßnahmen nicht lange.

Obwohl im Rahmen des heute zwischen Barrack Obama und Vertretern des US-Repräsentantenhauses besprochenen Konjunkturpakets 825 Milliarden US-Dollar über Direktinvestitionen und Steuererleichterungen in die Wirtschaft gepumpt werden sollen, schlossen die großen US-Indizes nahezu unverändert: Der Dow-Jones-Index beendete den Handel bei 8212 Punkten 0,1 Prozent fester. Auch der breiter gefasste S&P 500 legte im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs nur um einen Zähler zu.


4 Gedanken zu „Öl wird wieder billiger: US-Märkte ignorieren Obamas Konjunkturpaket

  1. Christian Mueller

    Obama kommt und rettet sofort die Konjunktur in der USA? Selbst wenn Obama alles richtig macht, werden die Maßnahmen nicht sofort zu einer Änderung der wirtschaftlichen Situation führen können. Die Banken müssen im 1. Quartal 2009 erst einmal durch die Berichtssaison gehen und die Hosen runterlassen, wie schlimm das 4. Quartal tatsächlich für diese gewesen ist. Das es kein gutes Quartal war, dass kann sich jeder denken. Die Bank of Amerika hat schon weitere Hilfsmaßnahmen angefordert und weitere werden folgen. Dies wird sicherlich von den Aktienmärkten nicht sehr positiv aufgenommen werden, so dass man weiter mit niedrigeren Kursen rechnen sollte.

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  2. Nico Popp Beitragsautor

    Ich stimme Ihnen zu. Trotzdem fand ich es bedenklich, dass der Dow seine Gewinne gestern nicht halten konnte. Immerhin sollen die Milliarden mit der Gießkanne verteilt werden. Daher auch die etwas markige Überschrift. Vor einigen Monaten führten staatliche Interventionen zumindest zu kleinen Kursgewinnen – heute reicht es gerade einmal dazu, das Vortagesniveau zu halten.

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  3. Pingback: Aktien-Blog » Staat greift bei US-Banken durch: Anleger hoffen auf ein Ende der Hiobsbotschaften

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