Multi-Tool für Trend-Investoren: So setzen Sie Outperformance-Zertifikate richtig ein


Widerstand voraus: Effektive Tradingstrategien müssen nicht kompliziert seinHeute möchten wir Ihnen ein Produkt vorstellen, mit dem Sie in trendstarken Märkten wie die Profis investieren können: Outperformance-Zertifikate. In der Investmenttheorie gibt es zwei Extreme: Entweder man setzt auf niedrig bewertete Aktien oder man kauft diejenigen Aktien, die steigen. Während sich für den ersten Ansatz die fundamentale Analyse eignet, achten Trend-Investoren in erster Linie auf die Charttechnik. Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen. Am erfolgreichsten sind diejenigen Investoren, die beide Investment-Ansätze kombinieren. Genau dies lässt sich mit Outperformance-Zertifikaten einfach umsetzen.

Outperformance-Zertifikate gibt es auf unter anderem Einzelwerte und auch auf Indizes. Die Zertifikate verfügen über einen Strike und eine Partizipationsrate. Erreicht der jeweilige Basiswert den Strike, entwickelt sich das Outperformance-Zertifikat im Vergleich zum Basiswert gehebelt. Liegt die Partizipationsrate also bei 200 Prozent, bildet das Outperformance-Zertifikat ab Erreichen des Schwellenwerts den Basiswert mit doppeltem Hebel ab.

Outperformance-Zertifikate bieten elegante Lösungen

Wieso ist diese Eigenschaft für clevere Trendfolge-Investoren prädestiniert? Lassen Sie uns auf ein Beispiel blicken: Zwischen Januar und März befand sich die Allianz-Aktie nach einem starken Anstieg in einer Konsolidierung – die Aktie bewegte sich seitwärts. Gleichwohl erschien der Wert nach unten hin abgesichert. Auch Analysten äußerten sich dem Papier gegenüber wohlwollend. Profi-Investoren kaufen in so einem Fall mehrere Aktien-Positionen und kombinieren Fundamental- und Chartanalyse. Beim Einstieg versuchen Sie zunächst, so günstig wie möglich zum Zug zu kommen. Sofern der übergeordnete Aufwärtstrend noch intakt ist, zählt ausschließlich der Preis. Da es allerdings keinen Sinn macht, solide Aktien-Positionen im Depot zu haben, die nicht steigen, erfolgt der Kauf der zweiten oder dritten Aktien-Position aus charttechnischen Gründen. Im Fall des beiliegenden Allianz-Charts genau dann, wenn die Aktie aus ihrem Seitwärtstrend ausbricht. So ist die Position genau dann am größten, wenn die Aktie auch Fahrt aufnimmt. Die günstigen Teilkäufe während des Seitwärtstrends sorgen dafür, dass der Einstiegskurs der Gesamtposition niedriger ist.

Wenn Sie nicht die Zeit haben, eine Aktie konsequent zu beobachten und Ihnen möglicherweise auch die Geduld fehlt, um eine solche Strategie schrittweise über Wochen oder gar Monate umzusetzen, bieten Outperformance-Zertifikate eine elegante und zudem preiswerte Lösung. Im Fall unseres Beispiels gehen Sie mit Outperformance-Zertifikaten folgendermaßen vor: Sie warten, bis eine Aktie einen klaren Seitwärts-Trend herausgebildet hat. Anschließend suchen Sie sich ein passendes Outperformance-Zertifikat mit einem Strike leicht oberhalb des bestehenden Seitwärts-Trends. Um den optimalen Abstand des Strikes zur oberen Trendlinie des Seitwärts-Trends zu bestimmen, können Sie sich an der durchschnittlichen Volatilität des Basiswerts orientieren. So vermindern Sie das Risiko, dass der Strike während eines Fehlausbruchs erreicht wird.

Geringes Risiko beim Einstieg

Haben Sie ein zur derzeitigen Marktsituation passendes Outperformance-Zertifikat gefunden, sollten Sie versuchen, innerhalb des bestehenden Seitwärts-Trends günstig einzusteigen. Setzen Sie ein über mehrere Tage gültiges Limit und seien Sie geduldig. Berücksichtigen Sie bei der Positionsgröße auch die Partizipationsrate: Liegt diese bei 200 Prozent, sollten Sie beim Einstieg in ein Outperformance-Zertifikat keinesfalls so viel Kapital investieren, wie Sie beispielsweise in ein ungehebeltes Produkt stecken würden. Anbieten würde sich in diesem Fall, zunächst die Hälfte dessen zu investieren.

Der Vorteil dieser Herangehensweise liegt auf der Hand: Während aus charttechnischer Sicht noch unklar ist, ob ein Basiswert weiter steigt, ist Ihr Risiko aufgrund der kleineren Marktposition sowie des noch nicht erreichten Strikes gering. Trifft der Basiswert allerdings den Strike, greift sofort die Partizipationsrate und aus der ursprünglich halben Position wird trotz des noch immer geringeren Kapitaleinsatzes ein vollwertiger Teil Ihres Depots. Bedenken Sie nach Erreichen des Strikes, dass kurze Rücksetzer in den Bereich der oberen Begrenzung des vorherigen Seitwärts-Trends charttechnisch nicht unüblich sind.


Mai 17, 2013

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