Rezension: „Der Währungscountdown. Das verfehlte Geldsystem“ von Andreas Popp


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24,90 Euro Keine Versandkosten. Zum Bestellen Bild anklicken!„Der Währungscountdown“

Gründe, sich mit Geldsystemen zu beschäftigen gibt es einige. Weltweit werden Länder in Finanzkrisen gestürzt, Vermögen und Existenzen vernichtet. Dieses Buch beschreibt die Ursachen und Wirkungen auf eine ganz eigene Weise. Der Autor möchte mit seinem Buch den aufmerksamen, mitdenkenden Bürger ohne volkswirtschaftliche Fachkenntnis erreichen. Er wählt daher eine allgemein verständliche Sprache. Teilweise erscheint sie jedoch wie ein Mitschnitt eines mündlichen Vortrages, nicht wie ein Sachbuchtext. Es ist eine starke Überzeugung zu spüren, wenn Popp seine Ansichten durch eine reißerische Wortwahl untermauert. Negative Emotionen übertragen sich intensiv auf den Leser, was bisweilen recht entmutigend wirkt. Die eigene Sorge um die Zukunft wächst, aber auch das Gefühl der Machtlosigkeit.

Zunächst lässt der Titel vermuten, unser letztes Stündlein hätte geschlagen. In sechs Kapiteln wird versucht, das heutige Geldsystem kritisch zu hinterfragen, Ursachen für Probleme herauszuarbeiten und Ideen für Lösungen zu entwickeln. Popp kommt zu völlig anderen Schlussfolgerungen als jene, die die Volkswirtschaftler heute lehren. Dem Autor ist der Vorwurf bekannt, er würde vieles nur behaupten, den Beweis bliebe er schuldig. Ich kann mich des gleichen Eindrucks nicht erwehren.

Er sagt voraus: Die Mehrheit der Menschen wird verarmen, weil eine erneute Währungsreform das vorher wertlos gewordene Geld vernichten wird. Als Ursachen werden insbesondere die Globalisierung, der Warencharakter des Geldes, „unkontrolliertes Drauflosdrucken“ von Geld, und die Abschaffung des Goldstandards genannt. Hohe Exportüberschüsse seien zudem für eine Beschleunigung der Inflation in Deutschland verantwortlich. Ängstliche Bürger horten ihr Geld und begünstigen dagegen die Deflation. Die Banken verdienen in beiden Phasen kräftig und verstärken absichtlich die Wirkungen. Die Macht der Zinseinnehmer steigt exponentiell an, ohne dass dies durch produktive Leistung gerechtfertigt sei. Aufklärung über die Gefahren könne man von den Medien nicht erwarten, da sie angeblich mit den Reichen unter einer Decke stecken. Die Sätze klingen zynisch, frustriert und teilweise unglaublich – Popp fühlt sich in den Medien diffamiert.

Die Lösungen, die der Autor anbietet, können mich nicht wirklich überzeugen, weil sie mir so realitätsfern, also praktisch nicht durchführbar, erscheinen: So sollte Geld (!) und der Grund und Boden dem Volke gehören und nicht Privateigentum sein! Jedes Land brauche eine eigene Währung ohne feste Wechselkurse, so Popp. Wer Geld nicht ausgibt, müsste eine Nicht-Nutzungsgebühr bezahlen. Eine eigenständige, nationale Währungsbehörde mit Mitarbeiterrotation hätte die Aufgabe, stetig das Verhältnis von Geldmenge und Wirtschaftskraft im Gleichgewicht zu halten…

Da der Autor selbst nicht an die Umsetzbarkeit seiner Vorschläge glaubt, appelliert er an die Leser, wenigstens Rücklagen in Gold anzulegen. Damit überlebe man jede Krise. Das Buch endet mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin, in dem er ihr verzeihend zugesteht, als Naturwissenschaftlerin nichts von dem verfehlten Bankensystem zu verstehen.

Fazit: Das Buch bietet eine Menge Zündstoff und ist sehr lesenswert. Zum Glück erhebt Popp nicht den Anspruch auf absolute Wahrheit und fordert den Leser ausdrücklich auf, selbst zu denken.


August 22, 2008

6 Gedanken zu „Rezension: „Der Währungscountdown. Das verfehlte Geldsystem“ von Andreas Popp

  1. Eric Amarelo

    Selbst schuld, wer so einen Schrott, eines sich selbst ernannten „Gurus“ liest. Ich habe in dieser Zeit besseres zu tun und Informationen fehlen mir trotzdem nicht.

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  3. Sebastian

    die krönung bei solchen Autoren ist dann immer wieder die Heilssuche im Gold. Wobei gerade der strikte Goldstandard die Weltwirtschaftskrise 1929 verstärkte und damit einer der Faktoren war, die den Aufstieg Hitlers erst ermöglichten!
    Dem Leser ist sicher mehr gedient, wenn er mal ein paar Bücher über Geldtheorie (einschl. der historischen Entwicklung) oder von Kostolany liest.

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  4. Internat. Politikexperte J B Koeppl

    Rony,
    POPP gehört laut tests und kontaktaufnahme zu den

    Andreas POPP gehört laut unseren Tests und einer Kontaktaufnahme klar zu den

    SICH SELBST VÖLLIG ÜBERSCHÄTZENDEN
    GELTUNGSGELADENEN
    KOMPLEXBELADENEN,

    Deutschen, die zudem nicht klug sind und gar nicht bemerken, dass sie sich selber schaden –
    indem sie sich aufspielen und die POLITISCHEN LÖSUNGEN von ECHTEN PROFIS schwer behindern.

    Er wird von uns eines Tages „besonders hervorgehoben“!

    J B Koeppl, Internationaler Politikexpert

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  5. Ammon

    Hallo,

    Man sollte zumindest das Buch mal gelesen haben bevor man sich eine Meinung bildet.
    Andreas Popp beschreibet ganz klar, dass Silber und Platin mehr favorisiert wird.
    Zudem werden Rohstoffe wie Öl und Gaz hierbei hervorgehoben.
    Ebenso wird Boden als dritte Alternative angeboten.
    Gold rechnet er persönlich zu einem emotinalen Edelmetall welches wenig in der Industrie verwendet wird.
    Daher ist Gold nicht seine Präferenz.
    Da muß ich ja lachen wenn man sich als internationaler Politikexperte hier schimpft und nur leere
    Phrasen abgibt wie „…aufspielen und die POLITISCHEN LÖSUNGEN von ECHTEN PROFIS schwer behindern“.
    Wer spielt sich hier auf ohne irgend etwas richtig zu argumentieren.

    Grüße
    Radu

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  6. meinereiner

    wohin uns diese ECHTEN PROFIS gebracht haben erleben wir gerade.
    meiner meinung nach hätten alle diese experten bankster pleite gehen sollen.
    und sollten nicht von meinen und den steuern meiner kinder gerettet werden.

    ich bekenne mich als goldfan. zur absicherung, nicht zur spekulation.
    für 20 goldmark aus dem kaiserreich kann ich jetzt noch etwas kaufen.
    was mache ich mit papiergeld? 20 reichsmark? 20 ddr-mark? 20 d-mark?
    ok, dm kann man noch tauschen, aber wie lange?

    denkt nicht an die nächsten monate, sondern jahre.

    holt euch krügerrand oder philharmoniker, so lange sie noch erschwinglich sind.

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