17. Februar 2009

Sind die Schwarzseher alleine schuld?
Premiere bietet Short-Chance

Eine Leidensgeschichte für Aktionäre: Die Premiere-Aktie kann sich nicht erholenEine Leidensgeschichte für Aktionäre: Die Premiere-Aktie kann sich nicht erholen
Eine Leidensgeschichte für Aktionäre: Die Premiere-Aktie kann sich nicht erholen

Bei der heutigen Tradingidee handelt es sich um einen „alten Bekannten“ – die Premiere AG. Der Pay-TV-Anbieter hat gestern sein Zahlenwerk präsentiert, das (überraschend) schwach ausgefallen ist. Auch der Ausblick auf den Cash-Flow und das Vorsteuerergebnis sind negativ geprägt . Die Schuld wurde von Premiere auf die vielen Schwarzseher geschoben, was sicherlich auch ein Grund gewesen sein dürfte, aber nach meiner Einschätzung liegt der Hauptgrund im Versagen des Managements, das nicht genügend auf die Bedürfnisse seiner Abonnenten eingeht. Mit einer angepassten, flexiblen und gemäßigten Gebührenstruktur könnte aus dem „Laden“ echt etwas werden…. Aber egal - zurück zum Thema…

Charttechnisch ist die Aktie angeschlagen und ich würde bei Premiere unter 2,34 Euro short gehen bis zu Kursen von 2,32 Euro. Den anfänglichen Stopp würde ich bei 2,48 Euro setzen. Als mittelfristiges Kursziel könnte ich mir die Marke von 1,89 Euro vorstellen, denn da ist noch ein offenes Gap aus Ende Oktober/ Anfang November 2008. Als derivative Tradingstrategie bietet sich ein KO-PUT-Zertifikat (WKN CM6JWB) mit einem KO bei 3,93 Euro). Bitte beachten Sie aber, dass bei gegenteiliger Entwicklung des Underlyings ein Totalverlust entstehen kann.


Dieser Text wurde dem Börsenbrief dertrader.at vom 17.02.2009 mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Matthias Schomber entnommen.

von Matthias Schomber am 17. Februar 2009 um 10:29 Uhr Nebenwerte, Trading, Unternehmensmeldungen
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4 Kommentare »

  1. Unabhängig von der Tradingidee kann ich den kleinen Seitenhieb zur Gebührenstruktur gut verstehen. Etwas Abhilfe schafft das Pay-Per-View und Streaming-Angebot, aber auch da sind die Gebühren teilweise recht hoch.

    Kommentar von Nico Popp — 17. Februar 2009 @ 10:53

  2. Hallo,

    ich will jetzt zwar hier keine Debatte über die Gebührenstruktur für das Bezahl-Fernsehen lostreten, aber m. E. sollte das Premiere-Abo an sich günstiger gemacht werden auf (meine ungefähre Preisvorstellung 20-25 Euro) im Monat inkl. allem, ausser die PPV-Angebote.

    Aber auch diese sollten günstiger gemacht werde, denn warum sollte ich einen Film abrufen für 3-5 Euro? Bekomme ich doch anderswo günstiger!
    Und ein Wrestling- oder Sportevent für 25 Euro ist doch der Hohn!
    Wer bei Premiere entwickelt eigentlich solch einen Unsinn?

    Das Premiere-Management sollte mal auf die Kostenbremse im Haus treten, damit diese Gebührenstruktur möglich wird.

    Folgende Überlegung:
    Die Menschen in Deutschland haben immer weniger Geld, haben Angst vor Arbeitslosigkeit etc.. Da werden erstmal diese “unnötigen” Sachen wie ein Premiere-Abo gekündigt, es sei denn der Konzern geht in die Offensive und senkt drastisch die Preise!

    Ich denke mal, daß mit einer geeigneten Marketingstrategie und moderaten Gebühren schnell mehrere Millionen Abo-Kunden hinzugewonnen werden könnten.

    Zugleich würden doch nur noch “dumme” Menschen sich dem Risiko des Schwazsehens aussetzen, wenn das Abo in besonderem Maße erschwinglich für alle wäre.
    Ganz Deutschland hat dann Premiere!

    Ist nur meine persönliche Meinung. Höre mir aber auch gerne andere Meinungen an!

    VG

    Matthias Schomber
    (derTrader.at)

    Kommentar von derTrader.at — 17. Februar 2009 @ 11:16

  3. Eine kleine Gefahr ist mit den niedrigen Preisen dennoch verbunden. Es gibt gerade in Deutschland sicher auch viele Kunden, die grundsätzlich “nicht noch mehr” fürs Fernsehen bezahlen wollen und selbst bei 10 Euro “Nein” sagen würden. Gerade bei Fußball gibt es aber viele innovative Modelle, die man mit niedrigen Preisen umsetzen kann. Beispielsweise eine Art Dauerkarte, mit der man nur die Spiele des eigenen Vereins und die Zusammenfassungen angucken kann. Regionale Kabelnetzbetreiber prüfen soweit ich weiß bereits solche Modelle. Ob man mit Wrestling oder US-Rennserien die großen Abozahlen erreichen kann, bezweifle ich.

    Kommentar von Nico Popp — 17. Februar 2009 @ 13:11

  4. Ja, ne Dauerkarte für den eigenen Verein wäre cool. Könnte m. E. ein Renner werden!

    Kommentar von derTrader.at — 17. Februar 2009 @ 13:24

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