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Billiger als Facebook und LinkedIn: Börse nimmt Xing Wachstumsstory noch nicht ab


Setzt weiter auf Wachstum: Xing-CEO Stefan Gross-Selbeck (Foto: Xing AG)Als Börsengang des Jahres angekündigt, entpuppte sich der Start der Facebook-Aktie als äußerst holprig: Der Kurs der Aktie gab deutlich nach und führte in den USA sogar zu Klagen gegen Verantwortliche des IPOs. Selbst Boulevardmedien schreiben inzwischen vom Facebook-Flop – eigentlich ein gutes Argument dafür, dass der Ausverkauf bei Social-Media-Aktien vorbei ist. Doch welche Titel sind für Anleger interessant? Neben Facebook tummeln sich mit LinkedIn oder Xing weitere, auf lukrative Nischen spezialisierte Anbieter. Weiterlesen


Juni 22, 2012

Internetaktien auf Erfolgskurs: Darum gibt es keine Tech-Blase 2.0

Nicht nur die Produkte auch die Branche hat sich entwickelt - zur Freude der Anleger (Foto: Morguefile)Viele erinnern sich mit Schrecken an die Zeit der New Economy zum Jahrtausendwechsel zurück. Damals war jedes noch so kleine Internetunternehmen an die Börsen geströmt, bis die Blase platzte. Auch heute scheint sich ähnliches zu wiederholen. Experten sind sich aber sicher, dass es doch anders zugeht als noch vor zehn Jahren. Anleger sollten zwar Vorsicht beim Kauf von Aktion der Web-Firmen der neuen Generation walten lassen, doch an sich dürfte die Blase nicht wieder in der Art explodieren wie beim letzten Mal. Weiterlesen

April 18, 2012

IPO: Facebook-Börsengang wird zum Machtspiel

Schert sich nicht so sehr um die Wall Street: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Foto: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0)Wer hätte denn schon erwartet, dass der Börsengang von Facebook vollkommen nach herkömmlichem Muster vonstatten gehen würde? Während sonst die Analysten der Investmentbanken wie Goldman Sachs bei einem IPO die Fäden in den Händen halten, dreht der Facebook-Chef, Mark Zuckerberg, den Spieß nun um und bestimmt selbst die Gebühren. Und er kann es sich leisten, die Wall-Street-Bosse wie Marionetten tanzen zu lassen. Bei dem Börsengang von Facebook geht es um Prestige – sehr viel Prestige.

Die Rede ist von 1,1 Prozent, die die am Börsengang involvierten Banken als Kommission erhalten sollen. Das ist deutlich weniger als die Hälfte dessen, was sonst an der Wall Street an Gebühren fällig ist. Abhängig vom Umfang ist eine Kommission zwischen drei und sieben Prozent üblich. Doch es geht um sehr viel Prestige, so dass sich viele Banken am Börsengang beteiligen. Insgesamt 31 Konsortialbanken sollen die Aktien des weltweit größten Sozialen Netzwerkes unter die Anleger bringen, darunter namhafte Banken wie die Deutsche Bank, die Bank of America, Morgan Stanley, JP Morgan oder Goldman Sachs. Aber auch kleinere Institute wie zum Beispiel Oppenheimer & Co oder Pacific Crest Securities, sind am Börsengang von Facebook beteiligt.

Der Grund hierfür ist denkbar einfach, wie Dan Niles vom Hedgefonds AlphaOne Capital Partners erklärt: „Je mehr Banken das IPO begleiten, desto mehr Analysten beschäftigten sich auch hinterher mit den Aktien.“ Zudem ist die Beteiligung kleinerer Institute durchaus sinnvoll, da sie die Verbreitung der Facebook-Aktien sehr gut vorantreiben können. „Kleinere Firmen erreichen oft Privatkunden, die sonst keinen Zugang zu Facebook-Aktien hätten“, erklärt Niles diese Maßnahme des Internetgiganten. Und nicht zu vergessen: Auch wenn die Kommission deutlich unter dem üblichen Prozentsatz liegt, es geht um sehr viel Geld und natürlich wollen sich nahezu alle Banken an diesem prestigeträchtigen Deal beteiligen, wie Finanzexperten wie Juerg Zeltner von der UBS AG betonen.

Zuckerberg schwänzt Investorentreffen

Es geht um Geld, sehr viel Geld. Die mit dem Börsengang erwarteten Einnahmen liegen wohl bei mindestens fünf Milliarden Dollar. Damit ist Facebook aller Voraussicht nach die größte Internetfirma weltweit. Kein Wunder, dass sich die Banken mit dem geringen Anteil am Kuchen begnügen, denn auch so ist es ein lohnendes Geschäft für die Institute. Der Wert von Facebook wird zusammen mit den Anteilen der Alteigentümer um Gründer Mark Zuckerberg auf gut 100 Milliarden geschätzt. Das bringt Zuckerberg natürlich in eine sehr vorteilhafte Situation gegenüber den Instituten. Und so schwänzte er gleich einmal das dreistündige Analystentreffen.

Finanzchef David Ebersmann soll Zuckerberg mit der Begründung entschuldigt haben, dass dieser sich doch lieber um die Produktentwicklung anstatt um derartige Gespräche kümmern wolle. In dem Treffen mit den Analysten der Wall Street ging es unter anderem darum, wie die steigenden Nutzerzahlen zu monetarisieren – also zu Geld zu machen – sind. Über das genaue Vorgehen vereinbarten die Teilnehmer bislang stillschweigen, da man sich noch in einer zu frühen Phase befände.

April 4, 2012