Schlagwort-Archive: Psychologie

Angebot bestimmt über Attraktivität: Knappheit macht neugierig – Verkaufsdruck macht skeptisch


'Nur noch wenige Äpfel da!' Knappheit verleitet zum Kauf (Foto: doozi, pixelio.de)Der Kauf eines Produkts hängt nicht allein vom Preis ab, auch die Verfügbarkeit einer Sache beeinflusst unsere wirtschaftlichen Entscheidungen. Dabei nehmen wir den Preis als ein festes Angebot wahr und sehen die Kaufentscheidung allein im Kontext von Angebot und Nachfrage. Dies bringt selbstverständlich auch die Annahme mit sich, dass das Produkt als ein lohnender Besitz empfunden wird und nicht als überflüssiger Ballast – die Knappheit eines Produkts hat einen subjektiven Wert erzeugt. Welche Hintergründe dieses psychologische Phänomen hat und wie es unser Handeln beeinflusst, soll dieser Artikel zeigen. Weiterlesen


Oktober 26, 2009

Irrationalem Handeln auf der Spur: So arbeitet die Behavioral Finance

Die Verhaltensökonomie geht menschlichem Handeln auf den GrundIn der Wirtschaftswelt dominiert die Vorstellung des „homo oeconomicus“, eines rein rational handelnden Menschen. Doch diese Ansicht gerät immer mehr ins Wanken. Der Idealtypus des „homo economicus“ ist Bestandteil der neoklassischen Wirtschaftstheorie, an der sich die gesamte Wirtschaftswelt orientiert. In dieser Theorie steht ein imaginäres Subjekt im Blickfeld, das über sämtliche Informationen verfügt und rein rational denkt. Zudem geht die neoklassische Theorie von einem vollkommenen Markt aus, der die Preise durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage effizient reguliert. Die Wirtschaft orientierte sich allerdings nicht immer an der neoklassischen Theorie, die erst in den 1970er Jahren einen Aufschwung erfuhr. Zuvor entstand durch die von Adam Smith begründete klassische Schule der Nationalökonomie eine erste ökonomische Wissenschaftsdisziplin. Schon hier nahmen menschliche Verhaltensweisen einen bedeutenden Platz ein – eine Ausrichtung, welche die Behavioral Finance seit den 1970er Jahren ins Zentrum ihrer Forschung stellt. Weiterlesen

April 29, 2009

Rezension: „Das Lemmingprinzip“ von Gary Belsky/ Thomas Gilovich


Bei Amazon
für 29,90 Euro Versandkostenfrei. Zum Bestellen Bild anklicken!„Das Lemmingprinzip. Oder: Wieso auch clevere Leute im Umgang mit Geld schwere Fehler machen, und wie man diese korrigiert“

Ich liebe es, menschliches Verhalten zu beobachten – besonders im Umgang mit Geld. So entdeckte ich das Buch „Das Lemmingprinzip„. Ein ungewöhnlich ausgedehnter Start – rund 16 Seiten Einleitung – ließ meine Spannung steigen. Und ich wurde nicht enttäuscht. In sieben Kapiteln analysiert der Autor, wie Menschen finanzielle Entscheidungen treffen: Sie gehen dabei nicht unbedingt rational vor. Es lauern emotionale Fallen. Mithilfe des Behavioural-Economics-Ansatzes werden problematische Situationen aus dem Alltag beleuchtet und Vorschläge zur Vermeidung von Fehlern angeboten. Weiterlesen

Februar 28, 2008

Medien, Ängste, Kursverluste und der ganze Rest: Über Macht und Ohnmacht am Kapitalmarkt

In einer globalisierten Welt scheint nicht mehr die Politik der Moderne das Weltgeschehen zu steuern, sondern vielmehr die multinationale Wirtschaft der Postmoderne. Wer oder was ist denn diese so genannte „Wirtschaft“?
– Gedanken des Psychologen und Vermögensberaters Johannes Fischler –
Wirtschaft sind WIR ALLE. Eine Wahrheit, mit der wir vor allem in jüngerer Zeit immer massiver konfrontiert werden und die uns einlädt, neues Bewusstsein für eine globale Interdependenz zu entwickeln. Es sind nicht nur die großen Konzerne und deren „Führer“, welche die Fäden ziehen. Nein, in einer Welt, welche einer globalen Energie-, Umwelt- und wachsender Sozialkrise entgegensteuert, wächst die Sensibilität des Einzelnen und somit sein Verantwortungsgefühl im „global village“ (hoffentlich!). Wir sind dazu eingeladen, uns weniger als Opfer, sondern zusehends als Mitgestalter einer globalen Wirtschaft zu verstehen. Weiterlesen

Februar 11, 2008