Handelssoftware oder Browser? Was Trading-Plattformen heute leisten


Vielen Handelsplattformen laufen im Browser ab - Trader können gleich durchstartenMit der zunehmenden Verlagerung des Börsenhandels auf das Internet und damit der Entstehung zahlreicher Onlinebroker gewinnt das Daytrading auch bei Privatanlegern immer mehr an Populariät. Dank immer schnellerer und stabilerer Internetverbindungen sind die Ausführungen bei vielen Anbietern sehr schnell (manche Papiere tauchen oft schon nach weniger als zwei Minuten im Depot auf), womit auch der Intraday-Handel überhaupt erst möglich wird. Sich kleinste Tagesschwankungen in den Kursen zunutze zu machen, war bisher den professionellen Wertpapiertradern vorbehalten, doch über die hochentwickelten Handelsplattformen der Onlinebroker haben nun auch zunehmend Privatkunden einen unmittelbaren Zugang zu Aktien- und Derivatemärkten.

Die technische Ausstattung der entsprechenden Trading-Plattform wird in der Regel vom Broker vorgegeben. Angeboten werden sowohl browserbasierte Systeme als auch spezielle Software; beide Spielarten haben ihre Vor- und Nachteile und womit der einzelne Trader schlussendlich am besten zurechtkommt, hängt von seinen individuellen Präferenzen und Interessen ab. Generell haben browserbasierte Plattformen den Vorteil, dass sich der Trader – Internetzugang vorausgesetzt – ohne vorherige Installation von überall auf der Welt einloggen und handeln kann. Die Anwendungen sind außerdem systemunabhängig, während viele Softwaresysteme ausschließlich für Windows-Betriebssysteme geschrieben werden, seltener für Apple. Linux-User haben in vielen Fällen gänzlich das Nachsehen.

Stabilität steht im Vordergrund

Ein Argument, das oft für spezielle Software angeführt wird, ist die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche individuell an die Ansprüche und Bedürfnisse des Nutzers anzupassen, beispielsweise durch das Erstellen von persönlichen Watchlists, Ordervorlagen oder Tastenkombinationen für häufig genutzte Funktionen. Auf diesem Gebiet haben die Onlinebroker jedoch in den vergangenen Jahren aufgeholt und viele Ressourcen in die Entwicklung und Optimierung ihrer Browser-Plattformen gesteckt. Insbesondere im Bereich der charttechnischen Analyse sind einige höchst anspruchsvolle und dennoch komfortable Produkte mit Browser-Integrierung auf den Markt gekommen. Neben Indikatoren wie zum Beispiel Fibonacci-Marken oder RSI-Oszillatoren können Instrumente wie Trendkanäle, Widerstands- und Unterstützungszonen direkt eingezeichnet werden; auch das Risikomanagement wird durch angebotene Orderarten und –zusätze vereinfacht. Wird eine DMA-Funktion für direkten Marktzugang angeboten, erhält der Trader zudem Einblick in Realtime-Kurse und Orderbuch, sodass er sich ein eigenes Bild von der Markttiefe machen kann.

Unabhängig davon, für welche Art Plattform sich der individuelle Trader entscheidet, wichtigster Punkt bleiben Verfügbarkeit und Stabilität der Software. Zur Grundausstattung gehört außerdem ein Computer mit schnellem Internetzugang und ausreichendem Arbeitsspeicher. Gleichgültig, welcher Browser präferiert wird, die neueste Version von Mozilla, Safari und Co ist Pflicht, da lange Ladezeiten oder plötzlich abbrechende Verbindungen unter Umständen hohe Verluste bedeuten können. Die meisten seriösen Broker bieten überdies die Möglichkeit eines kostenlosen Demokontos an. Gerade Trading-Anfänger, aber auch erfahrene Händler, die einen Broker-Wechsel erwägen, sollten diese Testphase nutzen und mit Monopoly-Geld die neuen Wasser ausloten.


Juli 28, 2012

3 Gedanken zu „Handelssoftware oder Browser? Was Trading-Plattformen heute leisten

  1. Axel Büscher

    Ziel eines jeden Brokers ist es die Gebühren der Anleger zu bekommen. In manchen Märkten kann es sogar sein, dass der Broker gegen Sie handelt.Zum Beispiel Forex und CfD´s. Mit dem kostenlosen Softwaretool versuchen die Broker die Trader an sich zu binden. Sie haben festgestellt, dass man dieses Geld eher als Spielgeld betrachtet. Ich kann nur davor warnen, zu früh einen Broker auszuählen und ein Konto zu eröffnen. Als Beispiel möchte ich mal das Autofahren verwenden. Kaufen Sie sich ein Auto, setzen sich rein und düsen in den Straßenverkehr? Ich glaube nicht, Sie lernen zuerst das Autofahren in einer Fahrschule und dann, wenn Sie es können, geht es los! Oder? Und so sollte es auch im Börsenhandel sein. Lernen Sie zuerst wie es geht, finden Sie eine Handelsmethode, finden Sie vertrauen in die Methode und dann, ja erst dann geht es an die Arbeit. Suchen Sie sich Ihr Produkt, egal ob Forex, CfD, Aktien Future oder was auch immer Ihnen liegt. Dann suchen Sie sich einen Broker der das bietet. Und kaufen Sie sich Ihre Software, die am besten auch noch mit verschiedenen Brokern arbeitet, sodass Sie auch Ihren Broker wechseln können, wann immer Sie es wollen. Ich weiß, wenn jemand mit dem Börsenhandel so beginnt, gehört er nicht zu den 95 % die verlieren, sondern zu den 5 % die es anders machen.

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  2. Heidi

    hm … ich hab mit einem demokonto bei einem cfd broker angefangen, eben damit ich übung drin bekomme und die handelssoftware verstehen lerne, dazu hab ich mich noch in foren zum thema angemeldet um den austausch mit anderen tradern zu erhalten und das hat mir schon geholfen, das alles zu verstehen, ich mach auch minus, aber ich fange an das alles besser zu verstehen und das ist ja auch sinn und zweck der sache. ich übe im moment mit dem metatrader 5, damit kann ich im ernstfall auch übers handy rein um meine orders zu überprüfen.

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  3. trader

    Meiner Meinung nach ist es wichtig zunächst darauf zu achten, was man wirklich braucht. Natürlich ist eine stabil funktionierende Handelsplattform absolut essentiell. Wenn Händler jedoch nur 1 mal im Monat handeln, dann ist es durchaus zu verschmerzen, wenn die Plattorm nur zu 99,9 und nicht 99,99% verfügbar ist. Insbesondere bei in Deutschland ansässigen Brokern haben Anleger da eher wenige Probleme, da die gesetzlichen Regularien sehr eng gefasst sind und der techologische Fortschritt sein übriges tut.
    Aus meiner Sicht sollten Kosten und Nutzen immer am angemessenen Verhältnis stehen. Warum sollte ich z.B. bei einem Broker das dreifache an Gebühren zahlen, wenn ich bei einem Wettbewerber das gleiche zum 1/3 der Gebühren bekomme.
    Ich handhabe es immer so, dass wenn ich mit dem verfügbaren Trading Tool, der Handelsoberfläche und den Ausführungspreisen zufrieden bin (Mit geringerem Handelsvolumen – aber echtem Geld und nicht im Demokonto), dann wechsel ich durchaus auch mal den Broker. Es ist zwar mit Aufwand verbunden, aber jeder Eure an gesparten Gebühren ist ein guter Euro und muss nicht wieder verdient werden.

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