Umfrage: Sorgen Sie sich vor einer Börsenumsatzsteuer?


Sorgen Sie sich vor einer Börsenumsatzsteuer?In unserer letzten Umfrage wollten wir von Ihnen wissen, wo Sie den Dax Ende Mai vermuten. 35 Prozent der Teilnehmer erwarten bis Ende des Monats eine Fortsetzung der Rally und sehen den Dax bei 5200 Punkten. Eher bei 4800 Punkten – was dem aktuellen Niveau entspricht – sehen 19 Prozent der Leser den Index. Somit erwartet die Mehrheit der Teilnehmer, dass der Dax-Index die Gewinne der vergangenen Wochen zumindest halten kann. Auf der Seite der Pessimisten sprachen sich 18 Prozent für einen erneuten Test des Jahrestiefs bei 3600 Punkten aus, 13 Prozent sehen den Dax Ende Mai eher bei 4000 Punkten und für die Marke von 4400 Punkten entschieden sich 15 Prozent. In unserer aktuellen Umfrage möchten wir von Ihnen wissen, wie Sie die politische Diskussion um stärkere Belastungen für Anleger beurteilen. Sehen Sie einer möglichen Börsenumsatzsteuer gelassen entgegen oder planen Sie bereits heute, eine solche Steuer durch den Handel an internationalen Börsenplätzen zu umgehen?

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Mai 11, 2009

11 Gedanken zu „Umfrage: Sorgen Sie sich vor einer Börsenumsatzsteuer?

  1. Juergen

    Ein funktionierendes System beruht auf einem liquiden Markt. Eine Börsenumsatzsteuer würde die Liquidität mindern, kann also keine sinnvolle Lösung sein – sondern wäre im Gegenteil ein Schritt in die falsche Richtung. Wer das System retten will, wird (hoffentlich) nicht mit solchen Maßnahmen die freie Marktwirtschaft einschränken.

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  2. Börsianer

    Vor Jahren sprach die Regierung davon, dass mehr Kleinanleger an die Börse gehen.

    Mit einer börsenumsatzsteuer werden aber wie fast immer auch hier die kleinanleger belastet, welche lediglich mit ein Euro an der Börse Gewinne erzielen wollen.

    Kapital wird zudem dem Markt entzogen.

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  3. M. Bittrich

    „Die Menschen lechzen einfach nach Schuldigen. Anleger werden Opfer von Populismus.“
    Wie oft diese Option bisher gewählt wurde, zeigt mir deutlich, dass noch überhaupt keine „Hexenjagd“ stattgefunden hat. Oder andersrum: Ein ganz schwaches Zeugnis für Medien und Rechercheure, denn die Schuldigen liegen klar sichtbar auf der Hand, aber wurden in den Medien bisher kaum erwähnt. Lachnummer…

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  4. Nico Popp Beitragsautor

    @M. Bittrich: Wer sind denn „die Schuldigen“?
    @Jürgen: Recht hast Du, lediglich eine globale Steuer würde Deiner Argumentation standhalten. Die Umsetzbarkeit einer solchen weltweiten Umsatzsteuer auf Börseninvestments ist aber sehr fraglich…

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  5. Juergen

    @Nico
    Auch eine globale Steuer wäre keine Lösung. Alles was den freien Handel sanktioniert, schadet der Liquidität von Investments und schadet somit der freien Marktwirtschaft. Ich kaufe bzw. handel doch nichts, wenn ich weiß, daß sowohl Kauf und Verkauf Geld kosten. Wie gesagt, eine solche Maßnahme hemmt die Wirtschaft und wäre ein weiterer Schritt in Richtung Krise.

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  6. Nico Popp Beitragsautor

    @Jürgen: Ich habe die Umfrage mal für Dich aufgemacht, bin gespannt, was Du hinzufügst 😉

    Ich fände eine globale Steuer marktkonform. Mal abseits ideologischer Schienen gedacht: Wenn man die Erlöse in effektive Aufsichtsbehörden steckt und die Folgen von Blasen und Übertreibungen der Märkte mit Hilfe der Einnahmen mildern kann, ist das doch nicht verkehrt? Bei manch einem kurzfristigen Investment ist es vielleicht auch gar nicht so verkehrt, wenn es sich aufgrund einer Steuer nicht lohnt?

    Du merkst, ich spiele den advocatus diaboli. Weltweit sehe ich so einer Steuer aber schon deutlich weniger skeptisch entgegen, als wenn nur wir in Deutschland das machen. Dann sehe ich Schwarz für Frankfurt….

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  7. Juergen

    @Nico
    Entschuldige bitte, dass ich schmunzeln muss, während ich meinen Kommentar schreibe…aber erklär‘ mir mal bitte, wie eine Behörde verhindern will, dass das Herdentier ‚Mensch‘ in eine Blase investiert. 🙂

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  8. Nico Popp Beitragsautor

    Nein, die „Behörde“ soll lediglich die Einhaltung von Regeln kontrollieren und zwar effektiver als bisher. Blasen wird es immer geben und man wird den freien Markt nicht durch Regeln in eine Einbahnstraße zum Glück verwandeln, aber man sollte sicherstellen, dass keine „systemischen Risiken“ mehr eingegangen werden.

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  9. Börsianer

    Was auch mich etwas irritiert ist, dass dieses Thema in der Presse lediglich am Rande angesprochen wird.

    Große aufregung hierzu gab es bis jetzt nicht und ich vermute wird es auch nicht geben.

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  10. Moody

    Ja, dem Stimme ich grundsätzlich zu. Allerdings wird dieses Thema im Wahlkampf noch einmal wild diskutiert werden. Ich hoffe jedoch, das die Politiker so viel Verstand besitzen schließlich erkennen, das eine weitere Einschränkung der Effizienz von Finanzmärkten nichts bringt. Des Weiteren ist die höhere Belastung von Kleinanlegern, durch Einführung der Abgeltungssteuer schon schlimm genug.

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